Kasteiung
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Kasteiung oder Selbstkasteiung (lat. castigatio „Züchtigung“) bezeichnet freiwillige Entbehrungen und Leiden, die man zur Beschränkung oder Abtötung der Sinnlichkeit auf sich nimmt („Abtötung des Fleisches“). Im 16. Jahrhundert war „Kestigung“ eine Alternativbezeichnung.
Buße und Kasteiung gehören zur Glaubenspraxis des Christentums. Zur Kasteiung gehören Praktiken der Askese, etwa der Entzug von Nahrung oder Schlaf durch Fasten und nächtliches Gebet oder auch das Tragen von härenen Hemden, Bußgürteln, oder eines Ciliciums.
Auch im Islam gibt es die Selbstkasteiung. Ein Beispiel bei den Schiiten sind die Trauer- und Bußrituale anlässlich der Schiitischen Passionsspiele, insbesondere am Märtyrer-Gedenktag Aschura.