Klitorispiercing

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Klitorispiercing
Pierced.JPG
Lage Klitoris
Schmuck Barbell, Curved Barbell, BCR
Hinweis zum Schmuck
Heilungsdauer 4 bis 6 Wochen
Hinweis zur Heilungsdauer
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Das Klitorispiercing ist ein Piercing durch die Klitoris. Es ist nicht mit dem häufigeren Klitorisvorhautpiercing zu verwechseln.

Der direkte Endast des Nervus pudendus und der wichtigste sensible Nerv der die Klitoriseichel, Glans clitoridis und den Klitorisschaft, Corpus clitoridis versorgt wird als Kitzlerrückennerv, Nervus dorsalis clitoridis bezeichnet. Er ist für die Vermittlung der sexuellen Empfindungen verantwortlich und wird er auch als „Wolllustnerv“ bezeichnet.

Durchführung[Bearbeiten]

Klitorispiercing (und Christina-Piercing rechts)

Die Klitoris sollte mindestens einen Durchmesser von sechs Millimetern (besser und sicherer aber ist ein größerer Durchmesser) besitzen, und die Klitorisvorhaut darf das Piercing nicht behindern, indem sie diese bedeckt. Bei bedeckter Klitoris muss diese mobilisiert werden (siehe auch Klitorisadhäsion), unter Umständen ist auch eine vorausgehende Klitorisvorhautreduktion nötig, um das Piercing stechen zu können.

Eine Klitoriseichel, Glans clitoridis einer erwachsenen Frau hat in der Regel eine Breite von weniger als 1 cm und eine durchschnittliche Länge – Glans und Corpus clitoridis – von 1.5 bis 2 cm.[1][2]

Aufgrund der vielen Nervenenden dort ist die Durchführung schmerzhaft und gilt als riskant. Ein Klitorispiercing sollte nur von einem erfahrenen Piercer gestochen werden, da die Durchführung dieses Piercings ein hohes Maß an Geschicklichkeit voraussetzt. Nur wenige Studios bieten dieses Piercing an. Es ist möglich eine Lokalanästhesie mit einem gut verträglichem Lokalanästhetikum durchzuführen. Sterile Bedingungen, Desinfektion, Instrumente und Abdeckungen sind aber in dem Fall obligat.

Gestochen wird das Klitorispiercing meist horizontal, kann jedoch auch wahlweise vertikal gesetzt werden. Bei bedeckter Klitoris ist ein vertikaler Stichkanal besser geeignet.

Die Heildauer beträgt zwischen vier und sechs Wochen.[3]

Wegen der anatomischen Voraussetzungen und der Gefahr einer Desensibilisierung des Nervus dorsalis clitoridis im Klitoris aufgrund von Überreizung oder mechanischen Schädigung während des Stechens, ist diese Variante des Intimschmucks eher selten. Wird das Piercing vertragen, kann es jedoch einen erheblichen Lustgewinn bedeuten.[4][5]

Schmuck[Bearbeiten]

Als Piercingschmuck wird bei der horizontalen Variante eher auf kleinere Ringe (1,2 mm stark) und bei der vertikalen eher auf kleine Barbells bzw. Stege oder Piercingstecker zurückgegriffen. Als Schmuck empfiehlt sich also ein möglichst kleiner Ball Closure Ring bei waagerechtem Stichkanal und ein Barbell bei der vertikalen Variante, jeweils mit einer Materialstärke von 1,2 Millimetern.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Michael Laukien: Alles über Piercing. Geschichte, Kultur, Praxistipps. 1. Aufl., Huber-Verlag, Mannheim 2003, ISBN 3-927896-10-1. (S. 86f: „Intimpiercings. Für die Frau.“ … „Klitoris“)
  • Victoria Pitts-Talyor: Cultural Encyclopedia of the Body. Greenwood Publishing Group., 2008, ISBN 0-3133-4145-1, S. 233–234.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Farage, Miranda A.; Maibach, Howard I. (2013). The Vulva: Anatomy, Physiology, and Pathology. CRC Press. ISBN 1420005316. Retrieved June 7, 2013.
  2. Verkauf, BS; Von Thron, J; O'Brien, WF (1992). Clitoral size in normal women. Obstetrics & Gynecology 80 (1): 41–4. PMID 1603495
  3. Piercing – Psychosoziale Perspektiven eines gesellschaftlichen Phänomens
  4. Female Genital Piercings: Clitoris - About.com
  5. Stirn, Aglaja (5 April 2003). "Body piercing: medical consequences and psychological motivations". The Lancet 361 (9364): 1205–15. doi:10.1016/S0140-6736(03)12955-8
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