Kloster Quincy

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Zisterzienserabtei Quincy
Lage FrankreichFrankreich Frankreich
Region Burgund
Département Yonne
Koordinaten: 47° 52′ N, 4° 6′ O47.86254.1025Koordinaten: 47° 51′ 45″ N, 4° 6′ 9″ O
Ordnungsnummer
nach Janauschek
66
Patrozinium Hl. Maria
Gründungsjahr 1133
Jahr der Auflösung/
Aufhebung
1790
Mutterkloster Kloster Pontigny
Primarabtei Kloster Pontigny

Tochterklöster

keine

Das Kloster Quincy (Notre-Dame de Quincy, lat. Quinciacum) ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in der Gemeinde Commissey, Département Yonne, Region Burgund, in Frankreich. Das Kloster liegt rund 13 km östlich von Tonnerre und 4 km von Tanlay in einem Nebental nördlich des Flusses Armançon.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Kloster wurde 1133 in Quincerot als sechste Tochter der Primarabtei Pontigny gegründet, aber schon zwischen 1135 und 1138 in das Val de Quenouil an den Bach Ru de Melisey verlegt. Das Kloster besaß 14 Grangien und Stadthäuser sowie mehrere Mühlen. Im Hundertjährigen Krieg erlitt es Schaden, erholte sich aber am Ausgang des Mittelalters wieder. Die Religionskriege des 16. Jahrhunderts brachten seine Plünderung, für die der Kommendatarabt Kardinal Odet de Châtillon, der auf die Seite der Protestanten getreten war, verantwortlich gewesen sein soll. In der Französischen Revolution wurde das Kloster 1790 aufgelöst, anschließend verkauft und als Steinbruch benutzt. Seit 1822 wird es als landwirtschaftliches Anwesen genutzt.

Bauten und Anlage[Bearbeiten]

Vom Kloster sind das Abtslogis und Klostergebäude (Konversentrakt und Hotellerie) aus dem 12., 13. und 15. Jahrhundert, darunter vier kreuzrippengewölbte Doppeljoche des um 1210 errichteten Mönchssaals sowie ausgedehnte Keller erhalten. In der Südostecke ist ein Treppentürmchen des ausgehenden 15. Jahrhunderts erhalten. Die Kirche ist abgegangen. Ihr Chor besaß einen Kranz aus sieben Kapellen. Erhalten sind auch Reste des Kanalisationssystems.

Literatur[Bearbeiten]

  • Denis Cailleaux: Le dortoir des moines de l'ancienne abbaye cistercienne de Quincy d'après l'archéologie du bâti. In: Bulletin du Centre d’études médiévales d’Auxerre. Heft 9, 2005, doi:10.4000/cem.734.
  • Bernard Peugniez: Routier cistercien. Abbayes et sites. France, Belgique, Luxembourg, Suisse. Nouvelle édition augmentée. Éditions Gaud, Moisenay 2001, ISBN 2-84080-044-6, S. 72–73.

Weblinks[Bearbeiten]