Konstantin VI. (Patriarch)

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Konstantin VI. (Konstantinos VI.) (Araboghlou) (* 1859; † 28. November 1930) war von 1924 bis 1925 Ökumenischer Patriarch von Konstantinopel. Er wurde von den türkischen Behörden des Landes verwiesen, obwohl der Verbleib des Patriarchats an seinem angestammten Sitz im Phanar am Goldenen Horn von Istanbul durch den Vertrag von Lausanne (1923) zwischen den Siegermächten des Ersten Weltkriegs und der Türkei völkerrechtlich abgesichert war.

Griechenland brachte die Ausweisung von Konstantin VI. durch die Türkei vor den Völkerbund und den Internationalen Gerichtshof. Der Streit wurde dadurch beigelegt, dass der Patriarch zur Abdankung bewogen werden konnte. Der türkische Staat konfiszierte den größten Teil des Immobilien- und Grundbesitzes des Patriarchats. Die Türkische Republik anerkennt das Patriarchat von Konstantinopel offiziell nur als religiöse Institution der auf ihrem Territorium lebenden griechischen Minderheit und ignoriert alle über ihre Grenzen hinausreichenden gesamtorthodoxen Funktionen des ökumenischen Thrones.

Vorgänger Amt Nachfolger
Gregor VII. Patriarch von Konstantinopel
19241925
Vasilios III.