Kranjska Gora

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kranjska Gora
Kronau
Wappen von Kranjska Gora Karte von Slowenien, Position von Kranjska Gora hervorgehoben
Basisdaten
Staat: Slowenien
Historische Region: Oberkrain (Gorenjska)
Statistische Region: Gorenjska (Region Oberkrain)
Koordinaten: 46° 29′ N, 13° 47′ O46.48527777777813.786111111111Koordinaten: 46° 29′ 7″ N, 13° 47′ 10″ O
Fläche: 256,3 km²
Einwohner: 5.247 (2002)
Bevölkerungsdichte: 20 Einwohner je km²
Postleitzahl: 4280
Kfz-Kennzeichen: KR
Struktur und Verwaltung
Webpräsenz:

Kranjska Gora (deutsch: Kronau, übersetzt: Krainer Berge) ist eine Gemeinde in der Oberkrain im äußersten Nordwesten Sloweniens. Die Gemeinde hat rund 5000 Einwohner (2004); im Zentralort selbst leben 1403 Einwohner (2002). Kranjska Gora liegt an der obersten Wurzener Save (slow.: Sava Dolinka), dem Hauptquellfluss der Save, zwischen den westlichen Ausläufern der Karawanken im Norden und den zentralen Julischen Alpen im Süden. Zum österreichisch-slowenischen Grenzgebiet mit dem Wurzenpass sind es etwa zweieinhalb, zur italienischen Grenze bei Rateče fünf Kilometer Entfernung. Südlich von Kranjska Gora liegen der Werschetzpass und die Gemeinde Bovec.

Das Gemeindegebiet umfasst das ganze stromaufwärts liegende Savetal bis zum Dreiländereck. Rateče (Ratschach) und das vom Skiflug her bekannte Planica (Ratschach-Matten) gehören dazu. Im Süden des Gemeindegebiets steigen die Berge bis auf weit über 2000 Meter an; die bekanntesten Gipfel dort sind Prisojnik (2574 m) und Škrlatica (2740 m).

Kranjska Gora; die Straße in der Bildmitte führt zum Vršič-Pass

Bekannt ist Kranjska Gora vor allem als Erholungs- und Wintersportort. Seit 1961 veranstaltet die Gemeinde den Vitranc-Pokal der Skirennfahrer mit Riesenslaloms und Slaloms. Zwischen 1961 und 2006 spielte der Eishockeyclub HK Kranjska Gora in der höchsten Spielklasse Jugoslawiens respektive Sloweniens.

Kranjska Gora besaß seit den 1870er Jahren einen Bahnhof an der Bahnlinie von Ljubljana nach Tarvis. Die Bahn fährt seit 31. März 1966 nicht mehr; das gesamte Gleisnetz wurde von Rateče (Ratschach) bis Jesenice (Aßling) abgebaut. An dessen Stelle trat ein asphaltierter Radweg. Bis zum Ende des Habsburgerreichs gehörte der Ort zum Kronland Krain, wobei Kranjska Gora eine selbständige Gemeinde im Gerichtsbezirk Kronau (politischer Bezirk Radmannsdorf) bildete und Sitz des Bezirksgerichts war.

Kranjska Gora unterhält eine Städtepartnerschaft mit der belgischen Gemeinde Waasmunster.

Blick von Kranjska Gora auf die Gipfel von Razor (links) und Prisojnik (rechts)

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Belca, (dt.: "Fellinz")
  • Dovje, (dt.: "Langenfeld in der Oberkrain")
  • Gozd Martuljek, (dt.: "Wald in der Oberkrain")
  • Kranjska Gora, (dt.: "Kronau")
  • Log, (dt.: "Loog bei Kronau")
  • Mojstrana, (dt.: "Meistern in der Oberkrain")
  • Podkoren, (dt.: "Wurzen")
  • Rateče, (dt.: "Ratschach")
  • Srednji vrh, (dt.: "Mitterberg")
  • Zgornja Radovna (dt.: "Ober Rothwein")

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • SLOWENIEN Reiseführer von Marjan Krušič, Založba (Verlag) Mladinska knjiga, Ljubljana 1999, S. 245-250; ISBN 86-11-14549-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kranjska Gora – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Bilder[Bearbeiten]