Krawattennadel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Krawattennadel

Die Krawattennadel (nicht zu verwechseln mit der Krawattenspange) ist ein Herrenschmuck, sie besteht aus einer Nadel und einem Zierkopf und dient auch zum Zusammenhalten einer Krawatte, indem sie durch den Knoten gesteckt wird.

Alternativ wird eine Krawattennadel wie eine Krawattenspange verwendet, um die Krawatte auf halber Höhe am Hemd zu fixieren. Traditionell wird ein festlicher Plastron mit einer perlenbesetzten Nadel festgehalten. Meist ist nur eine Perle auf der Krawattennadel sichtbar. Da die Nadel durch die Krawatte hindurch gestochen wird, können insbesondere Seidenkrawatten zerstört werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Aufgekommen sind die Krawattennadeln im 19. Jahrhundert in der Biedermeierzeit, allerdings zunächst als reiner Schmuck für die damals getragenen Halsbinden. Zum Standardschmuckstück wurden Krawattennadeln mit dem Aufkommen des Plastrons um 1860. Beim Langbinder hatte die Nadel zu dieser Zeit keine echte Funktion, da sie direkt auf dem Knoten getragen wurde. Der Schmuckknopf wurde mit vielfältigen Motiven verziert, mitunter auch mit einem Monogramm oder dem Wappen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Perlnadel populär. In der Zeit des Nationalsozialismus gab es Krawattennadeln mit Adler und Hakenkreuz, die auch als Auszeichnung verschenkt wurden. In den 1950er Jahren kam dann als Alternative die Krawattenspange auf. Heute werden Krawattennadeln teilweise als Schmuck auch am Revers getragen.[1]

Literatur[Bearbeiten]

Thomas Rusche: Kleines SOER - Brevier der Kleidungskultur: Der Ratgeber für den Herrn. Münster: LIT Verlag, 1991. S. 243-247. ISBN 9783894731014

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ingrid Loschek: Accessoires. Symbolik und Geschichte. München 1993, S. 156 ff.