Kullervo Manner

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Kullervo Manner

Kullervo Achilles Manner (* 12. Oktober 1880 in Kokemäki, Finnland; † 15. Januar 1939 in Uchta-Petšora, heutiges Russland) war ein finnischer Kommunistenführer. Er wurde als Sohn eines Pfarrers geboren.

1900 schloss er die Schule ab und wurde Journalist in Porvoo. Später arbeitete er in Helsinki. Manner war Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Finnlands und von 1917 bis 1918 deren Vorsitzender. Für die Partei wurde er auch 1910 und 1917 in den finnischen Reichstag gewählt. Während des finnischen Bürgerkrieges war er Oberbefehlshaber der Roten Garden und wurde am 12. April 1918 zum Diktator ausgerufen.[1]

Nachdem die Finnische Revolution niedergeschlagen war, flüchtete Manner in das bolschewistische Russland. Dort gehörte er 1918 zu den Mitgründern der Kommunistischen Partei Finnlands und wurde 1920 deren Vorsitzender. Diesen Posten hatte er bis 1935 inne, ehe er als Opfer des Großen Terrors verhaftet wurde und zu zehn Jahren Haft in einem Arbeitslager verurteilt wurde. Manner kam in ein Arbeitslager in Petschora bei Uchta in Komi wo er 1939 wahrscheinlich an einer Radiumvergiftung starb, hervorgerufen durch seinen Einsatz in einer Radiummine. Als offizieller Todesgrund wurde jedoch Tuberkulose angegeben.

1962 wurde Manner von der Sowjetunion als Folge des Bruchs mit Stalin rehabilitiert.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Upton II, S. 36, 400 f.; Virrankoski, S. 725, 740