Kupfer(II)-phosphat

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Strukturformel
3 · Zink-Ion + 2 · Phosphat-Ion
Allgemeines
Name Kupfer(II)-phosphat
Andere Namen
  • Kupferblau (mehrdeutig)
  • Kupferphosphat (mehrdeutig)
  • Trikupferphosphat
  • Kupferorthophosphat
Summenformel Cu3(PO4)2
CAS-Nummer 7798-23-4
PubChem 86469
Kurzbeschreibung

grünblauer geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 380,58 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,503 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

> 300 °C °C[3]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302
P: 264​‐​270​‐​301+312​‐​330​‐​501 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][1]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 20​‐​22
S: keine S-Sätze
Toxikologische Daten

1300 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

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Kupfer(II)-phosphat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phosphate. Es ist das Kupfersalz der Phosphorsäure.

Vorkommen[Bearbeiten]

In der Natur kommen basische Varianten von Kupferphosphaten in Form der Minerale Cornetit, Pseudomalachit, Tagilit und Libethenit vor.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Kupfer(II)-phosphat kann durch Reaktion von Kupfer(II)-oxid, Kupfer(II)-hydroxid oder Kupfer(II)-carbonat[5][6] mit Phosphorsäure hergestellt werden.

\mathrm{3\ CuCO_3 + 2\ H_3PO_4 \ \xrightarrow {\ 70 ^o C \ } \ Cu_3(PO_4)_2 + 3\ H_2O + 3\ CO_2 \uparrow }

Ferner wird die Synthese aus Dinatriumhydrogenphosphat und Kupfersulfat beschrieben:[6]

\mathrm{2\ Na_2HPO_4 + 3\ CuSO_4 \ \longrightarrow \ Cu_3(PO_4)_2 + Na_2SO_4 + 2\ NaHSO_4}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Kupfer(II)-phosphat ist ein grünblauer und geruchloser Feststoff, welcher unlöslich in Wasser ist.[1] Es kristallisiert als Trihydrat[6] und besitzt eine trikline Kristallstruktur, die isomorph zu der von Stranskiit ist.[2]

Ferner existiert ein basisches Kupferorthophosphat: Cu4(OH)2(PO4)2 bildet dunkelgrüne Kristalle und kann synthetisch durch längeres Einwirken von heißem Wasser auf Kupferphosphat dargestellt werden.[5][6] Als Anhydrat kommt es natürlich im Libethenit vor, als Dihydrat im Tagilit.[6]

Verwendung[Bearbeiten]

Kupfer(II)-phosphat wird als Pigment (Kupferblau) verwendet.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Kremer Pigmente: MSDS 45364 - Kupferblau (PDF; 162 kB). Abgerufen am 2. April 2014.
  2. a b Copper(II) phosphate, DOI:10.1107/S0567740877010012]
  3. a b c Datenblatt Kupfer(II)-phosphat bei AlfaAesar, abgerufen am 3. Januar 2011 (JavaScript erforderlich).
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. a b M. H. Debray: "Mémoire sur la production d'un certain nombre de phosphates et d'arséniates cristallisés" in Ann. Chim. Phys. 1861, 61, S. 419ff. Volltext
  6. a b c d e R. Abegg, F. Auerbach, I. Koppel: "Handbuch der anorganischen Chemie". Verlag S. Hirzel, 1908, 2. Bd, 1. Abt. S. 631. Volltext.