Kurt Becker KG

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Die Kurt Becker KG war ein deutscher Hersteller von Druckguss-Spielwaren in Form von Miniatur-Autos. Das Unternehmen hatte seinen Sitz in Berlin.

Firmengeschichte[Bearbeiten]

Über die Geschichte der Firma Kurt Becker KG ist wenig bekannt, außer dass der Unternehmer Kurt Becker sie vermutlich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg in Berlin gegründet hatte. Soweit bekannt, produzierte das Unternehmen lediglich eine Spielwagenserie; dies um 1947.

Vorbild Auto-Union-Rennwagen[Bearbeiten]

Aufgegriffen wurde dabei der Vorkriegs-Rennwagen des Typs Auto-Union-Rennwagen im Maßstab 1:43. Auto-Union-Rennwagen wurden in den Jahren 1934 bis 1939 von den Zwickauer Horch-Werken in den Modellvarianten, „Typen A-D“ gebaut. Das Design ging auf Ferdinand Porsche zurück. Kurt Becker baute den „Typ A“ im Kleinmodell nach und widmete sich dabei des real sehr raren Untertyps „long tail“. August Momberger, Rennfahrer, Ingenieur und Werkssportleiter, hatte den Wagen 1934 auf dem AVUS gefahren. Ungewöhnlich war der Miniaturnachbau gerade dieses Wagens deshalb, weil dessen Blütezeit in den 1930er Jahren lag und zudem als „Flaggschiff“ des Nazi-Regimes galt. Nach dem Krieg kehrte der Wagen nicht mehr in den „Rennzirkus“ zurück.

Produktvarianten[Bearbeiten]

Die Serien des Auto-Union-Rennwagens der Kurt Becker KG wurde bekannt als „B1300“-Serie. Sechs verschiedene, regelmäßig mattlackierte Farbkombinationen gab es:

  • grau-weiß/khakifarbenen mit roten Sitzen
  • grün mit roten Sitzen
  • dunkelrot mit grau-weißen/khakifarbenen Sitzen
  • hellrot mit blauen Sitzen
  • dunkelblau mit roten Sitzen
  • hellblau mit roten Sitzen

Ungewöhnlich war auch die Mattlackierung der Kleinfahrzeuge. Dies wird allerdings darauf zurückgeführt, dass es sich um Farben des Militärs gehandelt haben muss, die als Kriegshinterlassenschaft die einzige verfügbare Farbe am Markt des jungen Nachkriegs-Deutschlands war.

Weblinks[Bearbeiten]