Léon Huber

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Léon Huber (* 25. Juli 1936) ist ein ehemaliger Schweizer Nachrichtensprecher.

Leben[Bearbeiten]

Huber, gelernter Schauspieler, war von 1963 bis zu seiner Pensionierung 1996 Sprecher der Tagesschau des Schweizer Fernsehens. Seine langjährige Tätigkeit und Beliebtheit als Nachrichtensprecher trug ihm den Spitznamen «Mr. Tagesschau» ein. Typisch für ihn waren seine nahezu perfekte Aussprache ohne Versprecher und seine ruhige Art. Léon Huber wurde dabei auch «Meister der minimalen Mimik» genannt.

Während der Tagesschau vom 3. Mai 1981 stürmten maskierte Demonstranten ins Studio und zeigten ein Transparent mit der Aufschrift «Freedom and Sunshine for Giorgio Bellini». Der Tessiner Giorgio Bellini galt als Mitglied der Zürcher Jugendbewegung und war im Februar 1981 wegen angeblicher Zusammenarbeit mit dem Terroristen Carlos an der deutsch-schweizerischen Grenze verhaftet worden.[1][2]

Im August 1990 streckte Huber ganz kurz vor Beginn der Tagesschau die Zunge heraus, diese Sequenz wurde aber bereits aufgezeichnet.[3]

Huber ist seit 1968 verheiratet und hat eine Tochter. Er wohnt in Zürich.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freedom and Sunshine for Giorgio Bellini. Tagesschau vom 3. Mai 1981, abgerufen am 20. Oktober 2012
  2. Wer ist Giorgio Bellini? Video in: Rundschau vom 21. Dezember 1994
  3. Léon Huber. Video in: Sendung Aeschbacher vom 5. Februar 2009 (ab 5:00 Minuten)
  4. Yolanda Risi: Léon Huber: «Ich will niemandem zur Last fallen». Interview in: Glückspost vom 25. Juni 2011