Zürich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt die Stadt im gleichnamigen Kanton Zürich. Zu anderen Bedeutungen von Zürich oder Stadt Zürich siehe Zürich (Begriffsklärung).
Zürich
Wappen von Zürich
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich (ZH)
Bezirk: Zürichw
BFS-Nr.: 0261i1Expression-Fehler: Unerkanntes Satzzeichen „'“f4
Postleitzahl: 8000–8099
UN/LOCODE: CH ZRH
Koordinaten: 683248 / 24816147.3790228.541001408Koordinaten: 47° 22′ 44″ N, 8° 32′ 28″ O; CH1903: 683248 / 248161
Höhe: 408 m ü. M.
Fläche: 91,88 km²
Einwohner: 402'275 (Juni 2014)[1]
Ausländeranteil: 31,7 % (6. Dezember 2013)[2]
Arbeitslosenquote: 3,7 % (30. Juni 2014)[3][4]
Stadtpräsidentin: Corine Mauch (SP)
Website: www.stadt-zuerich.ch
Blick vom Uetliberg

Blick vom Uetliberg

Karte
Zürichsee Chatzensee Greifensee Kanton Aargau Bezirk Affoltern Bezirk Bülach Bezirk Bülach Bezirk Dielsdorf Bezirk Dietikon Bezirk Horgen Bezirk Meilen Bezirk Pfäffikon Bezirk Uster ZürichKarte von Zürich
Über dieses Bild
w
Blick vom Bellevue nach Norden über die Innenstadt rechts der Limmat
Das Fraumünster, die Münsterbrücke und das Zunfthaus zur Meisen, rechts der Turm von St. Peter
Blick vom Waidberg über Zürich und den Zürichsee auf die Alpen

Zürich (schweizerdeutsch Züri [t͡syri], französisch Zurich, italienisch Zurigo, rätoromanisch  Turitg?/i, lateinisch Turicum) ist eine Stadt, politische Gemeinde sowie Hauptort des gleichnamigen Kantons Zürich in der Schweiz.

Die Stadt Zürich ist mit rund 400'000 Einwohnern die grösste Stadt der Schweiz und hat eine Bevölkerungsdichte von ca. 4300 Einwohnern pro Quadratkilometer. Ihr Umland ist dicht besiedelt, so dass in der Agglomeration Zürich etwa 1,19 Millionen und in der Metropolitanregion Zürich etwa 1,83 Millionen Menschen leben.[5]

Zürich ist das wichtigste wirtschaftliche, wissenschaftliche und gesellschaftliche Zentrum der Schweiz. Die Stadt liegt im östlichen Schweizer Mittelland, an der Limmat am Ausfluss des Zürichsees. Ihre Einwohner werden Zürcher genannt (bzw. Stadtzürcher zur Differenzierung mit den übrigen Einwohnern des Kantons).

Seit Jahren wird Zürich als eine der Städte mit der weltweit höchsten Lebensqualität[6] und gleichzeitig den höchsten Lebenshaltungskosten[7][8] gelistet. Seit 2012 gilt Zürich als teuerste Stadt der Welt, gefolgt von Tokio und Genf.[9]

Mit ihrem Hauptbahnhof, dem grössten Bahnhof der Schweiz, und dem Flughafen ist die Stadt Zürich ein kontinentaler Verkehrsknotenpunkt und dank der ansässigen Grossbanken (u. a. UBS und Credit Suisse) und Versicherungen (Zurich Insurance Group und Swiss Re) ein internationaler Finanzplatz und der grösste Finanzplatz der Schweiz, gefolgt von Genf und Lugano. Trotz der vergleichsweise geringen Einwohnerzahl wird Zürich daher zu den Weltstädten gezählt. Überdurchschnittlich viele Medienunternehmen, darunter Schweizer Radio und Fernsehen, haben hier ihren Sitz. Dank seiner Lage am Zürichsee, seiner gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt und einem vielseitigen Kulturangebot und Nachtleben ist es zudem ein Zentrum des Schweizer Tourismus.

Das aus dem römischen Stützpunkt Turicum entstandene Zürich wurde 1262 freie Reichsstadt und 1351 Mitglied der Eidgenossenschaft. Die Stadt des Reformators Ulrich Zwingli erlebte im Industriezeitalter ihren Aufstieg zur Wirtschaftsmetropole der Schweiz. In Anspielung auf die geografischen und historischen Gegebenheiten wird Zürich gelegentlich und informell als die «Limmatstadt» oder die «Zwinglistadt» bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Geografie[Bearbeiten]

Zürich liegt auf 408 m ü. M. am unteren (nördlichen) Ende des Zürichsees im Tal der Limmat und im unteren Tal der Sihl, eingebettet zwischen den Höhen von Uetliberg im Westen und Zürichberg im Osten. Die Limmat entspringt dem See, während die westlich des Sees fliessende Sihl nördlich der Zürcher Altstadt beim Platzspitz in die Limmat mündet. Die Altstadt erstreckt sich beidseits der Limmat, die zunächst nordwärts fliesst und dann in einem Bogen allmählich nach Westen abbiegt. Die einstige Stadt reichte nicht bis zur Sihl, sondern hatte als westliche Abgrenzung den im 17. und 18. Jahrhundert angelegten Schanzengraben. Damals wurde ein Teil des Wassers aus dem See abgeleitet und in einem Graben ausserhalb der Bastionen und Bollwerke wieder zurück zur Limmat geführt.

Topografie[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet der Stadt Zürich nimmt eine Fläche von 91,88 km² ein, wovon 4,1 km² auf den Zürichsee entfallen. Es umfasst den oberen Teil des Natur- und Siedlungsraums Limmattal, einem Abschnitt des nördlichen Schweizer Mittellandes. Die kanalisierte und teilweise begradigte Limmat fliesst nicht etwa in der Mitte des Tales, sondern stets entlang dem rechten (nordöstlichen) Talrand. Mit 392 m ü. M. wird an der Limmat bei Oberengstringen der niedrigste Punkt des Gemeindegebietes erreicht.

Auf seiner Westseite wird das Limmattal von den bewaldeten Höhen der Albiskette, des Uetlibergs und des Buechhogers flankiert, auf denen die westliche Gemeindegrenze verläuft. Der Uetliberg, Hausberg der Stadt, bildet mit 869 m ü. M. die höchste Erhebung der näheren Umgebung. Sein Gipfel kann mit der Uetlibergbahn leicht erreicht werden. Von der Plattform des Aussichtsturms Uetliberg bietet sich ein eindrückliches Panorama auf Stadt und den See sowie bei klarer Sicht bis zu den Alpen. Nach Süden reicht der Gemeindeboden in das untere Sihltal.

Nordöstlich an das Limmattal schliesst eine Hügelkette an, welche die Wasserscheide zwischen der Limmat und der Glatt markiert. Von Nordwesten nach Südosten nimmt die Höhe der zumeist waldbedeckten Kuppen zu: Hönggerberg (541 m ü. M.), Käferberg (mit Waidberg, 571 m ü. M.), Zürichberg (676 m ü. M.) und Adlisberg (701 m ü. M.). Zwischen dem Käferberg und dem Zürichberg befindet sich mit dem vollständig überbauten Sattel des Milchbucks (rund 470 m ü. M.) ein wichtiger Übergang vom Limmat- ins Glattal.

Der nördlichste Gemeindeteil erstreckt sich in die Ebene des Glattals und in die Senke, welche die Verbindung zwischen dem Glattal und dem Furttal herstellt. Auch ein Teil des Katzensees (Naturschutzgebiet) sowie der Büsisee, die beide durch den Katzenbach zur Glatt entwässert werden, gehören zum Stadtgebiet.

Geologie[Bearbeiten]

In geologischer Hinsicht liegt Zürich im Molassebecken des Schweizer Mittellandes. Das Becken wurde im Lauf des Tertiärs mit dem Abtragungsschutt der entstehenden Alpen aufgefüllt, wobei sich die Sedimente in verschiedene Schichten unterteilen lassen. Ablagerungen unter marinen Bedingungen werden als Meeresmolasse, solche unter fluviatilen Bedingungen als Süsswassermolasse bezeichnet.

Von Bedeutung für das Gebiet von Zürich ist die Obere Süsswassermolasse, die in der Zeit vor etwa 16 bis 5 Millionen Jahren abgelagert wurde. Sie setzt sich aus einer Wechsellagerung von harten Sandsteinbänken und weichen Mergelschichten zusammen und tritt insbesondere am Uetliberg sowie an den Hügeln östlich der Stadt zutage. Mittels einer Tiefenbohrung würde man im Untergrund von Zürich eine mehr als 1000 m mächtige Schicht von Molasseablagerungen finden, bevor man auf die Sedimente der Jurazeit stossen würde.

Die entscheidende landschaftliche Überprägung erhielt die Region von Zürich durch den Vorstoss des Rhein-Linth-Gletschers während der verschiedenen Eiszeiten. Durch den Gletscher wurden bereits existierende Talmulden vertieft und erweitert sowie neue Täler geschaffen. Das Limmattal und das Glattal sind mit Schottern des Eiszeitalters sowie mit weiteren Sedimenten der Nacheiszeit aufgefüllt. Noch am deutlichsten sichtbar sind die Spuren der Würm-Vergletscherung. Während des sogenannten Stadiums von Zürich (vor etwa 20'000 Jahren) entstand der Moränenwall, der den Zürichsee im Norden abschliesst. Er wird durch den Höhenrücken zwischen dem See und dem Sihltal, durch die Höhe beim Lindenhof in der Altstadt und durch das Burghölzli markiert, während das Sihltal den Schmelzwasserstrom am Rand des Gletschers aufnahm.

Klima[Bearbeiten]

Zürich liegt in der gemässigten Klimazone. Prägend für das Klima von Zürich sind einerseits die Winde aus westlichen Richtungen, die oft Niederschlag heranführen, andererseits die Bise (Ost- oder Nordostwind), welche meist mit Hochdrucklagen verbunden ist, aber in allen Jahreszeiten kühlere Witterungsphasen bringt als im Mittel zu erwarten wären. Der in den Alpentälern und am Alpenrand wichtige Föhn zeigt im Normalfall keine speziellen klimatischen Auswirkungen auf Zürich.

Die Jahresmitteltemperatur an der Messstation des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) in Zürich (auf 556 m ü. M. am Hang des Zürichbergs und damit 150 m über dem Niveau des Stadtzentrums gelegen) beträgt 8,5 °C, wobei im Januar mit –0,5 °C die kältesten und im Juli mit 17,6 °C die wärmsten Monatsmitteltemperaturen gemessen werden. Im Mittel sind hier 88 Frosttage, und 26 Eistage zu erwarten. Sommertage gibt es im Jahresmittel 30, während normalerweise drei Hitzetage zu verzeichnen sind. Diese Werte sind relativ niedrig im Vergleich zu anderen Mittellandstationen, was sich aufgrund der Höhenlage der Station erklären lässt. Im Limmattal sind im Jahresmittel deutlich mehr Sommertage und Hitzetage zu erwarten. Die Messstation Zürich weist im Mittel 1482 Sonnenstunden pro Jahr auf. Die 1136 mm Niederschlag fallen über das ganze Jahr verteilt, wobei im Sommerhalbjahr und speziell während der drei Sommermonate aufgrund der konvektiven Niederschläge höhere Mengen gemessen werden als im Winter.

Zürich
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
67
 
2
-3
 
 
70
 
4
-2
 
 
69
 
8
1
 
 
87
 
13
4
 
 
103
 
17
8
 
 
124
 
21
11
 
 
117
 
23
13
 
 
133
 
22
12
 
 
92
 
19
10
 
 
69
 
13
6
 
 
82
 
7
1
 
 
73
 
3
-2
Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Weltorganisation für Meteorologie, wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Zürich
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,0 4,2 8,3 12,6 17,3 20,5 23,0 22,0 18,8 13,3 6,9 2,9 Ø 12,7
Min. Temperatur (°C) −2,8 −1,9 0,6 3,7 7,7 10,8 12,8 12,4 10,0 6,2 1,4 −1,7 Ø 5
Niederschlag (mm) 67 70 69 87 103 124 117 133 92 69 82 73 Σ 1.086
Sonnenstunden (h/d) 1,4 2,7 3,8 4,7 5,4 5,9 6,8 6,2 5,3 3,4 1,9 1,2 Ø 4,1
Regentage (d) 11 10 11 12 12 12 11 12 8 8 10 10 Σ 127
Luftfeuchtigkeit (%) 85 80 75 72 73 74 73 77 81 84 84 85 Ø 78,6
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
2,0
−2,8
4,2
−1,9
8,3
0,6
12,6
3,7
17,3
7,7
20,5
10,8
23,0
12,8
22,0
12,4
18,8
10,0
13,3
6,2
6,9
1,4
2,9
−1,7
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
e
d
e
r
s
c
h
l
a
g
67
70
69
87
103
124
117
133
92
69
82
73
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Stadtgebiet[Bearbeiten]

Das Limmattal ist fast lückenlos überbaut (Wohn- und Industriegebiete, Gewerbezonen). Ebenfalls dicht bebaut sind die sonnenexponierten und bevorzugten Wohnlagen am Zürichberg und am Waidberg sowie die unteren Hangabschnitte auf der westlichen Talseite am Uetliberg. Über den Milchbuck reicht die Bebauung in das Glattal und die angrenzenden Gebiete.

Zu den grünen Lungen der Stadt zählen die ausgedehnten Waldgebiete von Adlisberg, Zürichberg, Käferberg, Hönggerberg und Uetliberg. Bedeutende Grünanlagen befinden sich auch entlang dem Seeufer (Zürichhorn und Enge). Ferner wird das bebaute Gebiet durch Parkanlagen und Gärten aufgelockert. Grössere zusammenhängende landwirtschaftlich genutzte Flächen liegen im Bereich von Affoltern und Seebach.

Von der Gesamtfläche der Stadt Zürich (ohne Seeanteil) wurden bei der Erhebung im Jahr 1996 45,4 % Siedlungen, Industrie und Gewerbe, 15,5 % dem Verkehr, 26,5 % dem Wald, 11 % der Landwirtschaft und 1,2 % Gewässern zugeschrieben. Von der als Bauzone ausgeschiedenen Fläche war 2004 rund 93 % überbaut.

Blick vom Uetliberg auf die Stadt Zürich

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Stadtkreise und städtische Quartiere der Stadt Zürich
Stadtkreise und statistische Quartiere der Stadt Zürich

Die ursprüngliche Gemeinde Zürich (vor 1893) umfasste nur das Gebiet der heutigen Altstadt. Mit zwei grossen Stadterweiterungen wurden 1893 und 1934 zahlreiche umliegende Dörfer eingemeindet, die im Lauf des 19. Jahrhunderts immer mehr zusammengewachsen waren. Heute setzt sich Stadt Zürich aus zwölf Stadtkreisen zusammen, die von 1 bis 12 durchnummeriert werden und jeweils eines bis vier Stadtquartiere, beziehungsweise zwei bis vier statistische Quartiere umfassen. In der Stadt Zürich gibt es zwei unterschiedliche Quartierdefinitionen: «Stadtquartiere» und «statistische Quartiere». Die Stadtquartiere sind historische Quartiere mit eigenen Wappen, die früher eigene Ortschaften oder Gebiete waren und im Laufe der Geschichte eingemeindet wurden. Es gibt 22 sogenannte Stadtquartiere. Für statistische Zwecke wurden Stadtquartiere, die deckungsgleich sind mit den Stadtkreisen nochmals in weitere statistische Quartiere unterteilt. Beispielsweise die Altstadt, das Industriequartier oder Aussersihl. Somit besteht die Stadt Zürich aus statistischer Sicht aus 34 Quartieren. Folgend ist die Aufteilung in Stadtquartiere dargestellt.

  • Kreis 1, umfasst die Altstadt und damit die ursprüngliche Gemeinde Zürich (bis 1893)
  • Kreis 2 am westlichen Zürichseeufer, umfasst Enge, Wollishofen und Leimbach (1893 eingemeindet)
  • Kreis 3 im Limmattal zwischen Sihl und Uetliberg, umfasst Wiedikon (1893 eingemeindet)
  • Kreis 4 in der Talebene zwischen Sihl, Bahngleise und Wiedikon, umfasst einen Teil der ehemaligen Gemeinde Aussersihl (1893 eingemeindet)
  • Kreis 5 in der Talebene zwischen Limmat, Sihl und Bahngleise, umfasst das Industriequartier, das Teil der ehemaligen Gemeinde Aussersihl war und 1893 eingemeindet wurde
  • Kreis 6 am Hang des Zürichbergs, umfasst Oberstrass und Unterstrass (1893 eingemeindet)
  • Kreis 7 an den Hängen von Zürichberg und Adlisberg, umfasst Fluntern, Hottingen und Hirslanden (1893 eingemeindet) sowie Witikon (1934 als letztes eingemeindet)
  • Kreis 8 am östlichen Zürichseeufer, umfasst Riesbach (1893 eingemeindet)
  • Kreis 9 zwischen der Limmat im Norden sowie Buechhoger und Uetliberg im Süden, umfasst Altstetten und Albisrieden (1934 eingemeindet)
  • Kreis 10 rechts der Limmat am Südhang von Hönggerberg und Käferberg, umfasst Wipkingen (1893 eingemeindet) und Höngg (1934 eingemeindet)
  • Kreis 11 in der Ebene nördlich von Hönggerberg und Käferberg zwischen Glattal und Katzensee, umfasst Affoltern, Oerlikon und Seebach (1934 eingemeindet)
  • Kreis 12 im Glattal am Nordfuss des Zürichberges, umfasst Schwamendingen (1934 eingemeindet)

In der Regel sind die Grenzen der Stadtkreise deckungsgleich mit den vor 1893 existierenden Gemeindegrenzen. Allerdings wurden in Abhängigkeit von der jeweiligen Grösse entweder mehrere Gemeinden zu einem Kreis zusammengefasst oder im Fall von Aussersihl eine Gemeinde in zwei Kreise aufgeteilt. Ferner gab es im Lauf der Zeit verschiedene kleinere Grenzbereinigungen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Zürich: Regensdorf, Rümlang, Opfikon und Wallisellen im Norden, Dübendorf, Fällanden und Maur im Osten, Zollikon, Kilchberg (ZH) und Adliswil im Süden sowie Stallikon, Uitikon, Schlieren und Oberengstringen im Westen. Urdorf grenzt mit nur einem Punkt an die Stadt Zürich.

Geschichte[Bearbeiten]

Zürich auf dem Murerplan von 1576

Frühgeschichte und Mittelalter[Bearbeiten]

Im Unterschied zu den meisten anderen schweizerischen Grossstädten stieg Zürich im Frühmittelalter in den Rang einer Stadt auf. In Turicum gab es zwar bereits zur Römerzeit eine Zollstation und ein Kastell, die zugehörige Siedlung kann aber noch nicht als Stadt bezeichnet werden. Das frühmittelalterliche, alemannische Zürich war eng verbunden mit dem Herzogtum Schwaben und zwei bedeutenden geistlichen Stiftungen der deutschen Könige, dem Grossmünster und dem Fraumünster, die dem Kult um die Stadtpatrone Felix und Regula geweiht waren. Nach dem Zerfall der zentralen Gewalt im Herzogtum Schwaben und dem Aussterben der Zähringer 1262 konnte sich Zürich den Status der Reichsunmittelbarkeit sichern. Der Titel einer Reichsstadt bedeutete de facto die Unabhängigkeit der Stadt. De jure löste sich Zürich jedoch erst 1648 von der Oberhoheit des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches.

Im Innern wurden die Geschicke Zürichs seit der Zunftrevolution durch Bürgermeister Rudolf Brun im Jahr 1336 durch den Stadtadel und die Handwerkervereinigungen (Zünfte) gemeinsam geleitet (Brunsche Zunftverfassung). Brun war auch verantwortlich für den Ueberfall von Rapperswil. 1351 schloss sich Zürich zur Sicherung seiner Unabhängigkeit gegen das aufstrebende süddeutsche Adelsgeschlecht der Habsburger der schweizerischen Eidgenossenschaft an und wurde zusammen mit Bern zum Vorort dieses Staatenbundes. Der wohl bis heute wichtigste Beitrag Zürichs zur Weltgeschichte war die Reformation von Huldrych Zwingli. Unter seiner geistigen Führung wurde seit 1519 Zürich zum reformierten Rom an der Limmat. Auch die Täuferbewegung nahm ihren Ausgangspunkt in Zürich. Zur Zeit der Hexenverfolgungen wurden in Zürich von 1487 bis 1701 Hexenprozesse gegen 79 Personen geführt. Im Hexenprozess 1701 wurden acht Menschen aus Wasterkingen wegen angeblicher Hexerei verurteilt. Regierungspräsident Markus Notter und Kirchenratspräsident Ruedi Reich verurteilten 2001 diese Justizmorde.

18. und 19. Jahrhundert[Bearbeiten]

Zürich und seine Vororte um 1800
Blick auf Zürich um 1884

In ihrem Umland eroberte und erwarb Zürich bedeutende Territorien, die der Stadt bis 1798 politisch untergeordnet waren. Mit dem Untergang der freien Republik der Stadt Zürich nach dem Einmarsch der Franzosen in die Schweiz ging die Stadt zusammen mit dem ehemaligen Untertanenland im neuen Kanton Zürich auf. Im beginnenden 19. Jahrhundert kam es zwar zu einer Restauration der städtischen Vorherrschaft im Kanton, die jedoch von kurzer Dauer war. Zürich ist seitdem nunmehr der Hauptort des gleichnamigen Kantons Zürich.

Der Aufstieg Zürichs zum wirtschaftlichen Zentrum der Schweiz begann bereits mit der Textilindustrie im 18. und 19. Jahrhundert. Unter der politischen und wirtschaftlichen Führung der Liberalen, insbesondere von Alfred Escher, wurde die führende Rolle Zürichs ab 1846 durch die Gründung von zahlreichen Banken und Versicherungen auch auf den Finanz- und Dienstleistungssektor ausgedehnt. Seit dem Niedergang der Zürcher Industrie in der Nachkriegszeit hat die Bedeutung dieses Sektors noch zugenommen.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann ein bis in die 1970er Jahre andauernder Bauboom, der Zürich von einer Kleinstadt zur Grossstadt mit all ihren Problemen wachsen liess. Das stürmische Wachstum beschränkte sich zuerst auf einen Um- und Neubau des Zentrums, erfasste aber zunehmend auch die umliegenden ländlichen Gemeinden. In zwei Eingemeindungswellen wurden 1893 und 1934 20 Landgemeinden mit der alten Stadtgemeinde zusammengefasst. Die Errichtung eines «Millionenzürich» scheiterte jedoch bis heute. Während nämlich ursprünglich die Finanzstärke der Stadt bzw. die leeren Kassen der Vororte Motor der freiwilligen Stadterweiterungen waren, sind heute die verbleibenden Vororte finanziell eher besser gestellt als die Stadt. Dies schlägt sich insbesondere in den Steuersätzen nieder.

Die Eingemeindung der Zürcher Vororte 1894 und 1934

20. Jahrhundert[Bearbeiten]

Der Paradeplatz auf einer kolorierten Fotografie (1910)

Im 20. Jahrhundert stand Zürich politisch im Bann der Arbeiterbewegung. Schon vor dem Landesstreik 1918 war in Zürich die Konfrontation zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft besonders heftig ausgefallen, da Zürich grosse Industriebetriebe mit tausenden von Arbeitern aufwies, aber auch eine Hochburg des Grossbürgertums war. Als 1928 die Sozialdemokratische Partei unter der Führung von David Farbstein erstmals eine absolute Mehrheit in Stadtrat (Exekutive) und Gemeinderat (Legislative) erlangte wurde in der Zwischenkriegszeit das Rote Zürich zu einem Aushängeschild für die Regierungsfähigkeit der Sozialdemokratie. Trotzdem wurde gerade in Zürich 1939 die als Landi bekannt gewordene Landesausstellung zu einem Symbol für den Zusammenhalt und den Widerstandswillen der Schweiz im Zeichen der Geistigen Landesverteidigung gegen Hitlerdeutschland. Schliesslich wurde 1943 der Zürcher Stadtpräsident Ernst Nobs als erster Sozialdemokrat in den Bundesrat gewählt. In der Nachkriegszeit blieb Zürich Sammelbecken und Bühne für Protestbewegungen, wie 1968 anlässlich der Globus-Krawalle und 1980 für die Jugendunruhen. Noch heute ist der 1. Mai in Zürich jährlich von Auseinandersetzungen des autonomen «Schwarzen Blockes» mit der Polizei gekennzeichnet.

Ein Problem der Stadt war lange auch die offene Drogenszene. In der Mitte der 1980er Jahre wurde der Platzspitz weltweit als Needlepark bekannt. Er wurde am 5. Februar 1992 zwangsgeräumt und abgeriegelt, daraufhin verschob sich die Drogenszene an den stillgelegten Bahnhof Letten.

Das Areal des stillgelegten Bahnhofs Letten bot ab 1992 die Kulisse für die grösste offene Drogenszene Europas. Mehrere tausend Drogenabhängige aus dem In- und Ausland lebten hier oder besorgten sich ihren Stoff. Hundertschaften von Polizisten nahmen des Öfteren in der Anwesenheit von Kamerateams Razzien vor und versuchten so den Markt auszutrocknen. Diese Versuche blieben erfolglos und so wurde der Letten am 14. Februar 1995 polizeilich geräumt. Auswärtige Drogenabhängige wurden grösstenteils an ihre Herkunftsgemeinden respektive Wohnortgemeinden zurückgeführt, ausländische Abhängige zwangsausgeschafft. Die Reste der Drogenszene verlagerten sich zunehmend ins Gebiet entlang der Langstrasse. Zur Entschärfung der Situation trug dabei sehr stark der Versuch der staatlichen Heroinabgabe bei, so dass sich nicht umgehend eine neue Szene bildete. Heute ist die staatliche, ärztlich kontrolliere Drogenabgabe gesetzlich verankert und vom Volk per Referendum abgesegnet.

Die Langstrasse ist ein Zentrum des Zürcher Nachtlebens. Seit der Auflösung der offenen Drogenszenen wurde das Viertel zur Jahrtausendwende hin auch zum Zentrum des Drogenhandels. Die Kriminalitätsrate im Langstrassenquartier ist zwar weiterhin relativ hoch, jedoch verbesserte sich die Situation dank verschiedener Projekte der öffentlichen Hand. Heute hat sich die Situation stabilisiert und der Stadtteil ist zu einer festen Grösse im Kultur- und Nachtleben Zürichs geworden. Nach wie vor ist die Stadt aber Anziehungspunkt für Drogenkonsumenten aus den Nachbarkantonen.

Gegenwart[Bearbeiten]

Zürcher Altstadt und Limmat bei der Rathausbrücke mit (von links) Hotel zum Storchen, Haus zum Schwert, Rathaus und Haus zum Rüden

In den 1980er Jahren war Zürich in einem Teufelskreis zwischen der Nachfrage nach mehr Bürofläche in der Innenstadt, der Stadtflucht und der drohenden Verslumung ganzer Stadtkreise wegen der Drogenprobleme gefangen. Massnahmen zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt wie die Verkehrsbefreiung des Niederdorfs konnten nicht verhindern, dass die Innenstadt Zürichs immer unattraktiver wurde. Veränderungen schienen unmöglich – 1986 brachte die damalige Baudirektorin Ursula Koch mit ihrem berühmtgewordenen Satz «Zürich ist gebaut» die Perspektivlosigkeit der Politik in Bezug auf die weitere Zukunft Zürichs zum Ausdruck. Erst Mitte der 1990er Jahre konnte die Blockade überwunden werden, zuerst durch eine neue Bau- und Zonenordnung 1996 und die Liberalisierung des Gastgewerbegesetzes 1997. Besonders letzteres wirkte enorm belebend auf das Nachtleben Zürichs und liess innerhalb kürzester Zeit unzählige neue und innovative Restaurants, Bars und Diskotheken aus dem Boden schiessen. 1998 konnte unter dem neuen Baudirektor Elmar Ledergerber (von 2002 bis April 2009 Stadtpräsident) die jahrelang nur langsam vorankommende Neugestaltung der Industriebrachen in Zürich-West und in Oerlikon beschleunigt werden, so dass sich bis heute an beiden Standorten trendige und moderne neue Stadtquartiere entwickeln konnten. Im Tourismusbereich trat Zürich in den 2000er Jahren mit dem Zusatz «Downtown Switzerland» auf.[10][11]

[Bearbeiten]

Bannerträger der Stadt Zürich 1585

Das von Silber und Blau schräg geteilte Wappen entstand im 14. Jahrhundert und wurde aus den blau-weiss gestreiften städtischen Bannern abgeleitet, die wohl im 13. Jahrhundert zum ersten Mal auftauchen, als Zürich zur freien Reichsstadt wurde. Zur Unterscheidung vom Kanton Zürich, der das gleiche Wappen verwendet, wird der städtische Schild von einer Mauerkrone gekrönt. Das Wappentier der Stadt Zürich, der «Zürileu», ist der Löwe. Traditionellerweise wird der Schild im Vollwappen von zwei stehenden Löwen gehalten, die in der Heraldik als Zeichen für Mut, Kraft, Stärke, Kühnheit und Tapferkeit gelten.

Stadtemblem von Zürich

Heute benutzen der Kanton und die Stadt Zürich dasselbe Wappen. Während das Vollwappen des Kantons Zürich einen Löwen mit einem Schwert auf der linken Seite (das Schwert als Symbol für den Krieg und die Staatsgewalt) sowie einen Löwen mit einem Palmwedel auf der rechten Seite (der Palmwedel als Friedenssymbol) zeigt, sind auf dem Vollwappen der Stadt als Wappenträger zwei stilisierte Löwen dargestellt. Zudem liegt über dem Wappen eine Mauerkrone. Dieses wird seit Ende 2005 als einheitliches Logo für alle städtischen Ämter (einige wenige Ausnahmen vorbehalten) verwendet.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung der Stadt Zürich seit 1836

Offiziell leben in der Stadt 400'028 Personen (Stand: Mitte Januar 2014). 31,7 % der in Zürich gemeldeten Einwohner, das sind 125'946 Personen, besitzen keinen Schweizer Pass. Unter den Ausländern haben Personen aus Deutschland den grössten Anteil (32'155, 8 %), gefolgt von Staatsangehörigen Italiens (13'544, 3,4 %), Portugals (8'630, 2,1 %) und Serbiens (7'043, Montenegro und Kosovo inklusive, 1,9 %).[2]

Herkunft/Bevölkerungsanteil[12] 2000 2010
SchweizSchweiz Schweiz 70,80 % 69,55 %
Kanton ZürichKanton Zürich Kanton Zürich 36,52 % 36,48 %
Wappen Zürich matt.svg Stadt Zürich 27,91 %[13] 28,03 %
Europaische UnionEuropäische Union EU-27 14,77 % 19,40 %
Kanton ZürichKanton Zürich Kanton Zürich ohne Stadt 08,61 % 08,44 %[14]
DeutschlandDeutschland Deutschland 03,38 % 07,75 %
Kanton BernKanton Bern Kanton Bern 06,44 % 06,08 %[15]
Kanton St. GallenKanton St. Gallen Kanton St. Gallen 04,40 % 04,27 %
Kanton AargauKanton Aargau Kanton Aargau 04,32 % 04,11 %
ItalienItalien Italien 04,53 % 03,40 %

In Zürich leben viele zugezogene Personen aus anderen Kantonen (gemeldet: 41 % der Stadtbevölkerung, 60 % der Schweizer).[5] Aufgrund lokal und regional unterschiedlicher Steuersätze wird zum Teil versucht, die Anmeldung auf das Stadtgebiet zu umgehen.

In der Agglomeration Zürich leben gegenwärtig 1,19 Millionen Personen – laut Eurostat von 2012 sind es 1'392'396;[16] in der Metropolregion Zürich (inkl. Winterthur, Baden, Brugg, Schaffhausen, Frauenfeld, Uster/Wetzikon, Rapperswil-Jona und Zug) sind es rund 1,83 Millionen.[17]

Sprachen[Bearbeiten]

Die offizielle Amts- und Verkehrssprache ist die schweizerische Variante der standardisierten deutschen Sprache, welche auch als Hochdeutsch (wie in Deutschland auch) oder als Schriftdeutsch (weil sie mehrheitlich nur im Schriftverkehr gebraucht wird) bezeichnet wird. Diese wird in den Zeitungen und Zeitschriften, in der Literatur, in Webseiten und im Prinzip in jeglichem Schriftverkehr angewendet. Aber auch an Universitäten, Schulen, Theater, in Nachrichtensendungen, Diskussionssendungen und ähnlichen Sendungen am Radio und im Fernsehen (Lokalsender ausgenommen) und zum grossen Teil bei offiziellen Veranstaltungen behördlicher Institutionen (z. B. Parlamentsdebatten, Gerichte) auch in gesprochener Form verwendet.
Im alltäglichen Umgang wird überwiegend die lokale Variante einer der vielen schweizerdeutschen Dialekte, nämlich Zürichdeutsch, gesprochen. Allerdings ist anzunehmen, dass aufgrund der nationalen Wichtigkeit der Stadt Zürich mehr als die Hälfte der hier lebenden oder arbeitenden Schweizer nicht aus dem Kanton Zürich stammen und somit einen anderen Schweizer Dialekt sprechen oder zumindest in ihrer Kindheit gelernt haben.
Damit kennen auch die Zürcherinnen und der Zürcher eine besondere Form der Zweisprachigkeit, was ebenso für die gesamte Deutschschweiz gilt, und was die Linguistik Diglossie nennt.

Gemäss der Volkszählung 2010 (Mehrfachnennungen waren möglich) sprechen 69,3 % der Stadtzürcher zu Hause Schweizerdeutsch, 22,7 % sprechen Hochdeutsch (welche Variante, wird nicht deutlich gemacht). Erheblich verstärkt hat sich seit der vorletzten Volkszählung im Jahr 2000 die Benutzung des Englischen im privaten Bereich zu Hause: 8,8 %. Italienisch folgt mit 7,1 %, Französisch mit 4,5 %, Serbo-Kroatisch 4,1 %, Spanisch 3,9 %, Portugiesisch 3,1 % und Albanisch mit 2,3 %. Es kann darum nicht überraschen, dass 20 % der Einwohner von Zürich zwei oder mehr Sprachen zu Hause sprechen.[18]

Religionen, Konfessionen[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

Seit der Reformation unter Huldrych Zwingli im Jahr 1523 galt Zürich als ein Zentrum und Hochburg des Protestantismus in der Schweiz. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts jedoch ging der Anteil der Reformierten aufgrund der fortschreitenden Säkularisierung und vermehrter Einwanderung von Personen verschiedenster Religionen stetig zurück. Im Jahr 1970 waren noch ca. 53 % der Population protestantisch, 40 % katholisch. Seit dann verlieren beide etablierte Kirchen der Schweiz, die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich und die Römisch-katholische Kirche, konstant an Mitgliedern, allerdings setzte die Abwanderung bei den Katholiken erst etwa 20 Jahre später ein.

Im Jahr 2000 war die Reformierte Landeskirche mit 32,1 % die zweitgrösste religiöse Gruppe, die Katholiken waren mit 33,3 % die grösste religiöse Gruppe.[19]

Am 31. Dezember 2012 gehörten 23,9 % der Bevölkerung zur Evangelisch-reformierten Kirche und 29,7 % zur Römisch-katholischen Kirche.[20] Die Evangelisch-reformierte Kirche betreibt in Zürich 46 Kirchen, die Römisch-katholische Kirche 25, darunter eine Kirche für die italienisch- und eine für die französischsprachigen Katholiken.[21]

In Zürich gibt es die Griechisch-orthodoxe Kirche Agios Dimitrios, die Serbisch-orthodoxe Kirchgemeinde, die Russisch-Orthodoxe Kirche, die Äthiopisch-orthodoxe Kirche und die Koptisch-Orthodoxe Kirche. Im Jahr 2000 gehörten rund 12'000 Personen der christlich-orthodoxen Konfession an mit 3,5 %.[22]

Zur Stadtzürcher Sektion der Evangelischen Allianz gehören u. a. Baptistengemeinde, die Chrischona-Gemeinden Saron und Bethel, die Christus-Gemeinde, die City Church, die Diakoniegemeinschaft Bethanien, die Evangelisch-reformierte Kirche Hirzenbach, die Evangelisch-methodistische Kirche Altstetten, die aus der Evangelischen Gesellschaft entstandene Lukas-Gemeinde, die Evangelische Täufergemeinde, die Freien Evangelischen Gemeinden Trittligasse, Helvetiaplatz und Albisrieden, die Freie Missionsgemeinde Elim, die zur BewegungPlus zugehörige Friedenskirche, die Gemeinde von Christen, die Heilsarmee-Versammlungen Nord und Zentral sowie Vineyard Affoltern.[23]

Neben der Evangelischen Allianz bestehen andere evangelische Freikirchen wie die International Christian Fellowship, die Pfingstgemeinde Buchegg, Action Biblique (die zur Vereinigung der AB Gemeinden der Schweiz gehört), Christliche Gemeinde Zürich, Bibelchristliche Gemeinde,[24] Herrnhuter Sozietät,[25] Gemeinde Christi,[26] Christliche Versammlung, Gemeinde für Christus (früher Evangelischer Brüderverein genannt),[27] Gemeinde Gottes,[28] die Evangelische Gemeinde Albisrieden (welche vom Bund Evangelischer Gemeinden zum Bund Freier Evangelischer Gemeinden wechselte),[29] sowie die Evangelisch-Lutherische Kirche.[30]

Ferner sind in Zürich u. a. auch die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die Neuapostolische Kirche mit internationalem Hauptsitz in Zürich und die Zeugen Jehovas vertreten. Nebst den bereits genannten religiösen Strömungen gibt es in Zürich auch eine Vielzahl von anderen und kleineren Glaubensgemeinschaften.[31]

Islam[Bearbeiten]

Ein starkes Wachstum in der Stadt verzeichnete die islamische Gemeinde: Die Anzahl Muslime stieg von 1990 bis 2000 auf mehr als das Doppelte von rund 9'000 auf 20'000 Personen (5,7 %) an. Die islamische Wohnbevölkerung hat sich seit 2000 von ca. 5,7 % auf etwa 5 % im Jahre 2010 reduziert.[32]

Die erste Moschee der Schweiz wurde im Quartier Riesbach an der Forchstrasse erbaut. Es ist dies die Mahmud-Moschee aus den Jahren 1962–1963, welche von der Ahmadiyya-Gemeinschaft betrieben wird. Andere muslimische Zentren sind in der ganzen Stadt verteilt.

Judentum[Bearbeiten]

Hauptartikel: Judentum in Zürich
Die Synagoge der Israelitischen Cultusgemeinde Zürich

Das Judentum ist in Zürich stärker als in anderen Schweizer Städten vertreten. Um die 5'000 Juden leben im Kreis 2 und Kreis 3, weitere ein Tausend leben auf dem restlichen Stadtgebiet. Die bekannten Gemeinden sind die Israelitische Cultusgemeinde Zürich und die Jüdische liberale Gemeinde Or Chadasch, die beide vom Kanton Zürich seit 2007 öffentlich-rechtlich anerkannt sind.[33]

Die Bevölkerung der jüdischen Glaubensgemeinde hält sich seit 1970 mehr oder weniger konstant bei etwa einem Prozent.[32]

Die bekannteste jüdische Persönlichkeit Zürichs ist der Nationalrat David Farbstein (1868-1953).

Hinduismus[Bearbeiten]

Für die Hindus bietet der Hare-Krishna-Tempel einen überregionalen Treffpunkt.

Buddhismus[Bearbeiten]

Im Quartier Riesbach befindet sich das Buddhistische Zentrum Zürich, welches in der Tradition der Karma-Kagyü-Linie steht, einer der vier grossen buddhistischen Schulen in Tibet.

Konfessionslose[Bearbeiten]

Im Jahr 1970 gaben erst 2 % der Stadtbevölkerung an keiner Konfession anzugehören. Entsprechend dem Verlust bei den etablierten Kirchen erhöhte sich dieser Prozentsatz im Jahre 2000 auf 17 %. In den darauffolgenden 10 Jahren stieg diese auf über 25 %. Per 31. Dezember 2012 gehören 46,2 % der Stadtzürcher Bevölkerung keiner oder einer anderen Konfession an.[34] Innerhalb der Gruppe der 24 bis 44-jährigen Stadtbevölkerung gibt jeder Dritte an, keiner oder einer anderen Konfession anzugehören.[32] Gemäss dem Bundesamt für Statistik beträgt der Anteil der Konfessionslosen in der Bevölkerung ab 15 Jahren 30 %.[35]

Soziales[Bearbeiten]

Im Oktober 2007 waren laut dem statistischen Amt 5'462 Personen in der Stadt Zürich als arbeitslos gemeldet. Das entsprach einer Arbeitslosenquote von 2,6 %.[36] Der vergleichsweise niedrigen Arbeitslosigkeit steht eine grössere Zahl an Sozialhilfebezügern gegenüber: Rund 4 % der Stadtbevölkerung bzw. 14'000 Personen leben direkt oder indirekt von der Sozialhilfe (Stand: 2006).[37]

Politik[Bearbeiten]

Legislative: Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Legislative der Stadt Zürich ist der Gemeinderat mit 125 Mitgliedern. Er tagt jeden Mittwochabend im Zürcher Rathaus. Bis 1934 hiess der Gemeinderat Grosser Stadtrat. Die Parlamentarier werden seit 2006 nach dem Proporzverfahren nach der «doppeltproportionalen Divisormethode mit Standardrundung» («Doppelter Pukelsheim») gewählt. Mit diesem Wahlverfahren sollen Verzerrungen in den kleinen Wahlkreisen und eine Bevorzugung der grossen Parteien verhindert werden. Eine Partei muss dabei aber in mindestens einem Wahlkreis fünf Prozent der Stimmen erhalten, um bei der Verteilung der Sitze berücksichtigt zu werden. Die Fünf-Prozent-Hürde war in dem System ursprünglich nicht vorgesehen. Sie soll eine zu starke Zersplitterung der Parteienlandschaft verhindern.

Das Stadtgebiet ist in neun Wahlkreise aufgeteilt. Die Zahl der Personen, die in einem Wahlkreis wohnhaft sind, wird durch einen Zuteilungs-Divisor geteilt und zur nächstgelegenen ganzen Zahl gerundet. Das Ergebnis bezeichnet die Zahl der Sitze, die im betreffenden Wahlkreis zu vergeben sind. Der Zuteilungs-Divisor wird so festgelegt, dass 125 Sitze vergeben werden.

Amtsältester Gemeinderat ist Niklaus Scherr von der Alternativen Liste, der dem Stadtparlament ununterbrochen seit 1978 angehört.

Sitzverteilung im Zürcher Gemeinderat
Partei 2014 2010 (2009) 2006 2002 1998 1994
Sozialdemokratische Partei (SP) 39 39 45 44 49 49 43
Schweizerische Volkspartei (SVP) 23 24 22 24 31 26 19
Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) 21 18 19 19 20 26 28
Grüne Partei 14 14 14 14 10 7 5
Grünliberale Partei (glp) 13 12 0 0 0 0 0
Alternative Liste (AL) 9 5 3 5 3 2 2
Christlichdemokratische Volkspartei (CVP) 6 7 10 10 9 8 10
Evangelische Volkspartei (EVP) 0 4 6 6 2 1 2
Schweizer Demokraten (SD) 0 2 3 3 0 1 4
Partei für Zürich (PFZ) 0 0 2 0 0 0 0
Übrige 0 0 1 0 1 1 0
Landesring der Unabhängigen (LdU) 0 0 0 0 0 4 7
9
14
39
13
6
21
23
14 39 13 21 23 
Von 125 Sitzen entfallen auf:

Exekutive: Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat als Kollegialbehörde mit neun Mitgliedern ist die Exekutive der Stadt Zürich. Seine Hauptaufgabe ist die Leitung der Stadtverwaltung. Die stimmberechtigten Zürcherinnen und Zürcher wählen den Stadtrat alle vier Jahre nach dem Majorzwahlverfahren. Seit dem 1. Mai 2009 ist die Sozialdemokratin Corine Mauch Stadtpräsidentin. Sie ist die erste Frau in diesem Amt. Die von der Stadtschreiberin geleitete Stadtkanzlei unterstützt den Stadtrat in administrativen Belangen. In rechtlichen Fragen wird der Stadtrat vom Rechtskonsulenten beraten.

Mitglieder des Zürcher Stadtrates
Name Departement Partei
Corine Mauch Präsidialdepartement SP
Claudia Nielsen Gesundheits- und Umweltdepartement SP
André Odermatt Hochbaudepartement SP
Raphael Golta Sozialdepartement SP
Daniel Leupi Finanzdepartement Grüne
Richard Wolff Polizeidepartement AL
Andres Türler Departement der Industriellen Betriebe FDP
Filippo Leutenegger Tiefbau- und Entsorgungsdepartement FDP
Gerold Lauber Schul- und Sportdepartement CVP
Kantonsverwaltung in der Walche

Die Stadtverwaltung ist in neun Departemente geordnet, denen jeweils ein Mitglied des Stadtrates vorsteht:

  • Das Präsidialdepartement mit etwa 500 Angestellten ist für die Führung und Koordination des Stadtrates zuständig und liefert der Behörde Grundlagen für politische und administrative Entscheidungen. Es umfasst die Bereiche Kultur, Museen, Bevölkerung, Stadtentwicklung, Gleichstellung, Archiv und Statistik. Administrativ sind dem Präsidialdepartement die Finanzkontrolle sowie die Stadtammann-, Betreibungs- und Friedensrichterämter zugeordnet. Sitz des Präsidialdepartements und des Stadtpräsidenten ist das Stadthaus.[38]
  • Das Finanzdepartement beinhaltet die Finanzverwaltung, das Steuerwesen, die Dienste für Personal, Organisation und Informatik sowie die städtische Liegenschaftenverwaltung (LVZ).[39]
  • Das Polizeidepartement dessen Hauptsitz sich im Amtshaus I am Bahnhofquai befindet, umfasst die Stadtpolizei, Stadtrichteramt, Dienstabteilung Verkehr, sowie die Dienstabteilung Schutz & Rettung (SRZ), die Sanität, Feuerwehr, Feuerpolizei und Zivilschutz umfasst.[40]
  • Das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement (TED) u. a. im Amtshaus V am Werdmühleplatz mit ca. 1600 Angestellten umfasst die Ämter Tiefbauamt, Geomatik und Vermessung (GeoZ), Grün Stadt Zürich (GSZ), Entsorgung + Recycling (ERZ).[41]
  • Das Hochbaudepartement beinhaltet die Ämter für Hochbauten, Städtebau, Baubewilligungen sowie das Baugeschichtliche Archiv, die Denkmalpflege, die Stadtarchäologie und die Kreisarchitekten. Zusätzlich bewirtschaftet es die städtischen Immobilien.[42]
  • Das Gesundheits- und Umweltdepartement umfasst alle städtischen Ämter und Dienste des Gesundheitswesens und der Alterspflege sowie den Bereich Umweltschutz und bis Mitte 2010 die Stadtküche. Am 13. Juni 2010 bewilligte das Stadtzürcher Stimmvolk den Verkauf der Stadtküche an die Catering-Firma DSR.[43]
  • Das Departement der Industriellen Betriebe mit etwa 3400 Angestellten betreibt die Wasserversorgung (WVZ), das Elektrizitätswerk (EWZ), die städtischen Verkehrsbetriebe (VBZ), sowie die Verwaltung der rechtlich selbständigen Gasversorgung.[44]
  • Das Schul- und Sportdepartement befasst sich mit der Volksschule sowie den Sportanlagen und -anlässen in Zürich.[45]
  • Das Sozialdepartement u. a. im Verwaltungszentrum Werd umfasst die Sozial- und die Vormundschaftsbehörde. Seine Angebote umfassen die Bereiche Existenzsicherung, Beratung, Beschäftigung, Unterstützung von Migranten, Überlebenshilfe für Drogenabhängige und Obdachlose, Kinderbetreuung und Soziokultur.[46]

Die verschiedenen Ämter und Abteilungen der Stadtverwaltung sind über die ganze Stadt Zürich verstreut in den sog. «Amtshäusern». Kurz vor dem Ersten Weltkrieg bestand ein Projekt von Gustav Gull, das die Zusammenfassung aller Amtsstellen in einem grossen Rathausneubau an der Limmat um und über der Uraniastrasse vorsah. Dieses Projekt wurde nur teilweise verwirklicht (Amtshäuser I, II und III), so dass sie zusammen mit dem Stadthaus den wachsenden Raumbedürfnissen der Stadtverwaltung nicht mehr genügten. Seit einigen Jahren ist die Stadtverwaltung bemüht, die Amtsstellen wieder zu konzentrieren. Zu diesem Zweck hat die Stadtverwaltung 2001 das Hochhaus Werd erworben und bis 2005 zum Verwaltungszentrum Werd umgebaut.

Kantonale Behörden[Bearbeiten]

Als Kantonshauptstadt ist Zürich auch Sitz des Parlaments, der Regierung und Verwaltung des Kantons Zürich. Die kantonale Legislative – der Kantonsrat – tagt wie der Stadtzürcher Gemeinderat im Rathaus am Limmatquai. Die kantonale Verwaltung ist am Walcheplatz und am Neumühlequai domiziliert (Verwaltungsgebäude Walche – erbaut nach den Plänen der Architekten Gebrüder Pfister – und Caspar-Escher-Haus). Zusätzlich befindet sich ein Grossteil der kantonalen Judikative – das kantonale Obergericht und das Verwaltungsgericht – in der Stadt Zürich. Das Bezirksgericht des Bezirks Zürich, mit rund 400 Angestellten das grösste Gericht im Kanton Zürich, ist in verschiedenen Gebäuden an der Badenerstrasse untergebracht, mehrheitlich im sog. Bezirksgebäude.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die SIX Swiss Exchange (Schweizer Börse)
Bankenzentrum Paradeplatz

Zürich gilt als das Wirtschaftszentrum der Schweiz. Der gesamte Wirtschaftsraum in und um Zürich wird auch als Greater Zurich Area bezeichnet. International zeichnet er sich insbesondere durch niedrige Steuersätze und eine hohe Lebensqualität aus, weshalb auch einige internationale Konzerne einen Sitz in Zürich haben. Aufgrund ihrer internationalen wirtschaftlichen Bedeutung wird die Stadt Zürich oft zu den Global Cities gezählt.

Die Wirtschaft ist sehr stark auf den Dienstleistungssektor ausgerichtet, in dem knapp 90 % der Zürcher Beschäftigten tätig sind. Im Industriesektor sind rund 10 % tätig und in der Landwirtschaft sind es heute weniger als 1 %. Bei einer erwerbstätigen Wohnbevölkerung von 200'110 (Stand: Volkszählung 2000) weist die Stadt 318'543 Arbeitsplätze vor. Die Mehrheit der Beschäftigten (56 %) waren Pendler aus anderen Gemeinden. Neben den rund 178'000 Zupendelnden gibt es rund 39'000 aus der Stadt Wegpendelnde.

Die wichtigste Branche in Zürich ist der Finanzdienstleistungssektor, der am Paradeplatz sein Zentrum hat. Die beiden Grossbanken UBS, die weltweit grösste Vermögensverwalterin, und Credit Suisse, die Schweizerische Nationalbank, die Zürcher Kantonalbank, die traditionsreiche Privatbank Julius Bär sowie etliche kleinere Bankinstitute haben ihren Sitz in der Stadt. Auch über 100 Auslandbanken sind in Zürich vertreten. Auf dem Bankenplatz Zürich sind rund 45'000 Personen beschäftigt, knapp die Hälfte aller Bankangestellten der Schweiz. Eine grosse Bedeutung hat das Privatkundengeschäft, da über 25 % der weltweit grenzüberschreitend angelegten Vermögenswerte in Zürich verwaltet werden (schweizweit sind es rund einen Drittel).[50] Auch die Börse Swiss Exchange spielt international eine wesentliche Rolle und verstärkt die Bedeutung des Finanzplatzes Zürich. Sie gehört zu den technologisch führenden Börsen der Welt. Im Weiteren repräsentiert Zürich weltweit den drittgrössten Versicherungsmarkt. Swiss Re, eine der weltweit grössten Rückversicherungen, und Swiss Life, der grösste Lebensversicherungskonzern der Schweiz, haben ihre Hauptsitze in Zürich. Eine weitere Versicherungsgesellschaft von internationaler Bedeutung ist die Zurich Insurance Group. Der gesamte Finanzdienstleistungssektor generiert nahezu 50 % der Steuereinnahmen der Stadt Zürich.[51]

Als zweitwichtigste Branche folgen die unternehmensbezogenen Dienstleistungen wie Rechts- und Unternehmensberatung, Informatik oder Immobilienverwaltung. Zu erwähnen ist etwa das Unternehmen IBM Schweiz, das in Rüschlikon ein bedeutendes Forschungslabor betreibt. Seit 2004 betreibt zudem Google in Zürich das europäische Forschungszentrum. Auf dem ehemaligen Areal der Hürlimann AG wurde der zweitgrösste Standort des Unternehmens nach Mountain View eingerichtet.[52]

Durch den Strukturwandel hat die Bedeutung der produzierenden Industrie und der Bauwirtschaft abgenommen. Allerdings haben immer noch bedeutende Industriefirmen Niederlassungen in der Stadt Zürich, so zum Beispiel Siemens. Der Elektrotechnikkonzern ABB hat zudem seinen Hauptsitz in Zürich.

Aus den übrigen Branchen sind insbesondere zu erwähnen: der grösste Schweizer Detailhandels-Konzern Migros, der weltgrösste Schokoladenproduzent Barry Callebaut, die beiden grössten Automobilhändler AMAG Gruppe und Emil Frey Gruppe, sowie der grösste Schweizer Reisekonzern Kuoni.

Nicht zuletzt dank der kulturellen Vielfalt in Zürich ist auch der Tourismus in den letzten Jahren ein bedeutender Wirtschaftsfaktor geworden. Jedes Jahr kommen rund 9 Mio. Tagestouristen sowie 2 Millionen Übernachtungsgäste nach Zürich. Eine Mehrheit davon ist jedoch auch geschäftlich in Zürich.

Infrastruktur und Lebensqualität[Bearbeiten]

Strom- und Wasserversorgung[Bearbeiten]

Für die Stromversorgung ist das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) verantwortlich, das 14 eigene Kraftwerke besitzt. Die Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser stellt die Wasserversorgung Zürich (WVZ) sicher. EWZ und WVZ sind kommunale Unternehmen und der Stadtverwaltung unterstellt.

Das Trinkwasser stammt heute zu rund 70 % aus dem Zürichsee, 15 % davon ist Grundwasser und 15 % Quellwasser. Mit rund 1'200 Brunnen ist Zürich eine der brunnenreichsten Städte der Welt.[53] Aus allen öffentlichen Brunnen fliesst Trinkwasser. Das Brunnenwasser stammt entweder aus dem normalen Leitungsnetz der Wasserversorgung oder – bei rund 400 Brunnen – aus dem speziellen Quellwassernetz. Diese Notwasserversorgung beruht auf einem von der übrigen Wasserversorgung unabhängigen Netz, welches mit Quellwasser aus dem Sihl- und Lorzetal und von Stadtquellen gespeist wird.[54] Neben den 80 Notwasserbrunnen aus Bronze, die 1973 vom Innenarchitekten Alf Aebersold entworfen worden und in der ganzen Stadt verteilt sind, sind rund 300 weitere Brunnen an das separate Quellwassernetz angeschlossen. Viele Jahrhunderte lang waren die öffentlichen Brunnen von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung Zürichs. Heute dienen sie in erster Linie der Verschönerung der Stadt.

Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr[Bearbeiten]

Im Polizeidepartement sind städtische Aufgabengebiete zusammengefasst, die mit Sicherheit zu tun haben; vor allem die Dienstabteilungen Stadtpolizei Zürich und Schutz und Rettung Zürich. Schutz und Rettung Zürich ist die grösste zivile Rettungsorganisation der Schweiz, in der seit 2000 fast alle Hilfsdienst- und Rettungsdienstorganisationen (z. B. Zürcher Sanität, Feuerwehr, Zivilschutz) zusammengefasst sind. Kantonale und Bundesaufgaben werden ebenfalls wahrgenommen. Wichtiges Standbein ist auch die Milizfeuerwehr.[55]

Lebensqualität[Bearbeiten]

Zürich galt bis zum Jahr 2008 siebenmal in Folge als Stadt mit der höchsten Lebensqualität weltweit. In der Studie «Worldwide Quality of Living Survey» untersuchte die renommierte Beratungsfirma Mercer 215 Grossstädte anhand von 39 Kriterien, darunter Freizeit, Erholung, Sicherheit, Sauberkeit, politische und ökonomische Stabilität, sowie medizinische Versorgung. Seit 2009 rangiert Zürich neu an zweiter Stelle hinter Wien.[6]

In einer Studie der Globalization and World Cities Research Group an der englischen Loughborough University landete Zürich in der Kategorie der Beta-Weltstädte auf dem ersten Rang,[56] zusammen mit San Francisco, Sydney und Toronto.

Zürich besitzt die Auszeichnung Energiestadt Gold für eine nachhaltige Energiepolitik.[57] Die offiziellen Gebäude im Eigentum der Stadt Zürich werden in der Regel nach Minergie gebaut.

Um die Lebensqualität für Geringverdiener auch im Hinblick auf den Wohnungsmarkt zu verbessern, hat die Stadt Zürich die Stiftungen Wohnungen für kinderreiche Familien und Alterswohnungen der Stadt Zürich gegründet.

Medien[Bearbeiten]

Mehrere grosse Schweizer Medienhäuser haben ihren Hauptsitz in Zürich, darunter die tamedia an der Werdstrasse, Ringier an der Dufourstrasse und der NZZ-Verlag an der Falkenstrasse. Die Stadt ist darum einer der wichtigsten Medienstandorte der Deutschschweiz. Dieser Status wird durch die grosse Zahl vorhandener elektronischer Medien weiter verstärkt.

Blick auf den Sitz des Schweizer Fernsehens im Quartier Leutschenbach (Zürich Seebach)

Fernsehen[Bearbeiten]

Im Quartier Leutschenbach, nördlich des Bahnhofs Oerlikon, befinden sich sowohl die zahlreichen Sendestudios als auch die Verwaltung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens Schweizer Radio und Fernsehen (SRF).

Ebenfalls aus dem Quartier Leutschenbach sendet der private Jugendfernsehsender joiz. Das Regionalfernsehen TeleZüri, das zwischenzeitlich als Tele 24 die ganze Schweiz versorgte, hat seinen Sitz auf dem Steinfelsareal beim Escher-Wyss-Platz. In Schlieren werden die privaten TV-Sender Star TV sowie 3+ produziert.

Radio[Bearbeiten]

Ein Teil des öffentlich-rechtlichen Radio Schweizer Radio und Fernsehen befindet sich in Zürich. Im Stadtteil Unterstrass werden die Radioprogramme von Radio SRF 1, Radio SRF 3, Radio SRF Virus, Radio SRF Musikwelle sowie das Regionaljournal der Region Zürich/Schaffhausen produziert. Die Nachrichtensendungen werden hingegen aus Bern übertragen.

Verschiedene lokale Radiosender (Radio 24 an der Limmatstrasse, Energy Zürich im Seefeld, Radio 105 in Oerlikon, Radio LoRa und Radio 1) sind ebenfalls in der Stadt Zürich beheimatet. Daneben sorgen unter dem Jahr zahlreiche Eventradios (CSD Radio (Mai/Juni), Radio Streetparade (Juli/August) und rundfunk.fm (August/September)) für Abwechslung im Äther.

Zeitungen[Bearbeiten]

Die Printmedien-Landschaft hat in den letzten 50 Jahren eine starke Konzentration erfahren. Heute erscheinen in Zürich drei grosse Tageszeitungen mit überregionaler Bedeutung: Die international renommierte Neue Zürcher Zeitung (NZZ), der Tages-Anzeiger des tamedia-Verlags sowie die nationale Boulevard-Zeitung Blick aus dem Hause Ringier. Dazu kommen deren Sonntagsausgaben: die NZZ am Sonntag, die SonntagsZeitung und der SonntagsBlick.

Nur werktags erscheinen die morgendliche Gratiszeitung 20 Minuten sowie der Blick am Abend. Ebenfalls als Gratiszeitung wird das Tagblatt der Stadt Zürich – in seiner Funktion als städtisches Amtsblatt – mittwochs an die Haushalte geliefert. Hinzu kommen die kostenlos verteilten, wöchentlich erscheinenden Quartierzeitungen Höngger, Zürich 2, Zürich West, Züriberg und Zürich Nord sowie (als Beilage zum Tagblatt der Stadt Zürich) Die Vorstadt und Quartierecho.

Nicht mehr herausgegeben werden u. a. Die Tat, die dem Migros-Konzern nahestand, die Züri-Woche sowie die kurzlebigen Gratisblätter ZürichExpress (erschien 1999–2003), Metropol (2000–2002), heute (2006–2008) und .ch (2007–2009), NEWS (2007–2009).

Zeitschriften[Bearbeiten]

Aus den grossen Verlagshäusern in der Stadt entstammen zahlreiche weitere Publikationen. Zu den wichtigsten gehören die Wirtschaftszeitschrift Bilanz, das Nachrichtenmagazin Weltwoche sowie die Frauenzeitschrift Annabelle.

Verkehr[Bearbeiten]

Individualverkehr[Bearbeiten]

Die Stadt Zürich besitzt Anschlüsse an alle wichtigen Schweizer Autobahnen. Über die A1 gelangt man direkt nach Genf oder St. Gallen, mit der A3 hat man Anschluss nach Basel und Chur und die A4 verbindet Winterthur via Zürich mit Luzern.

Trotz oder gerade wegen der guten Anschlüsse kommt es in Zürich regelmässig zu Verkehrsüberlastungen. Seit 1985 ist als Gegenmassnahme die Nordumfahrung der Stadt in Betrieb, welche aber auch schon wieder an ihre Kapazitätsgrenzen stösst. Zu täglichen Staus kam es zudem auf der ursprünglich als Provisorium errichteten Westtangente (1972), einer innerstädtischen Verbindung der beiden Autobahnenden der A1 und A3, die vor der Inbetriebnahme des Aeschertunnels am 4. Mai 2009 teilweise mitten durch Wohnquartiere führte. Die zeitgleiche Inbetriebnahme des Uetlibergtunnels sorgt dafür, dass die Zürcher Innenstadt verstärkt aus Richtung Süden angefahren werden kann, zumal mit der Inbetriebnahme des Islisbergtunnels am 13. November 2009 der Verkehr aus Richtung Luzern fast bis in die Innenstadt hinein vierspurig fliessen kann. Zugleich wird durch den Lückenschluss bei der A3 und der A4 allerdings ein Teil des Verkehrs zwischen Basel und dem Tessin von der A2 und Luzern fort ins Umland Zürichs und ans Nordufer des Vierwaldstätter Sees sowie das Südufer des Zürichsees gelenkt. Dass die geplante Erweiterung des Gubristtunnels (ca. 2012) die notwendige Entlastung von Staus schaffen wird, ist fraglich. Des Weiteren steht der Bau eines sogenannten Stadttunnels in der Diskussion, welcher die ganze Stadt unterqueren und so die drei Autobahnen nach Bern/Basel (A1), Chur (A3) und Winterthur (A1/A4) unterirdisch verbinden würde.

Fernverkehr[Bearbeiten]

Mit dem Hauptbahnhof Zürich besitzt Zürich den grössten und wichtigsten Verkehrsknoten der Schweiz. Auf 16 Haupt- und 10 S-Bahn-Gleisen werden die Züge aus den Regionen der Schweiz und fast alle internationale Züge wie EuroCity, TGV, ICE, railjet und City Night Line abgefertigt. Täglich verkehren von hier aus 870 nationale und internationale Verbindungen.

Nahverkehr[Bearbeiten]

Das ÖPNV-Angebot der Stadt Zürich wird mehrheitlich durch die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) erbracht. Die VBZ sind Betreiber der Strassenbahn Zürich mit 15 Linien und des Trolleybus Zürich mit sechs Linien. Ergänzt werden diese durch 18 Autobus-Linien auf dem Gebiet der Stadt Zürich. Hinzu kommen neun Quartierbus-Linien sowie das Polybähnli, die Seilbahn Rigiblick und die Dolderbahn. Weitere 32 Autobus-Linien betreiben die VBZ in der Agglomeration Zürich. Das gesamte Streckennetz der Verkehrsbetriebe Zürich umfasst in der Stadt Zürich ca. 300 Kilometer.

Im Dezember 2006 wurde im Norden Zürichs die erste Etappe der Glattalbahn eröffnet. Ein weiterer Abschnitt dieser Strassenbahn bindet ab 2008 den Flughafen sowie die zwischen Flughafen und Stadt liegenden aufstrebenden Gemeinden direkt an das Tramnetz der Stadt Zürich an.

Diverse U-Bahn-Projekte sind bisher aus finanziellen Gründen, aber auch am Widerstand der Bevölkerung gescheitert, die das U-Bahn-Projekt mehrheitlich ablehnte.[58] Nur ein kurzes Teilstück wurde verwirklicht und später für die Strassenbahn adaptiert, der Tramtunnel Milchbuck–Schwamendingen.

Seit 1990 ergänzt das durch die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) und weitere Anbieter (in der Stadt Zürich z. B. die SZU) betriebene S-Bahn-Netz den Nahverkehr und verbindet die Aussengemeinden mit der Stadt Zürich. Auf dem Gebiet der Stadt werden neben dem Hauptbahnhof als Drehscheibe 22 weitere Bahnhöfe von den S-Bahn-Linien bedient. Darunter befindet sich auch der für seine moderne Architektur preisgekrönte Bahnhof Zürich Stadelhofen. Die Forchbahn wird zwar als S-Bahn-Linie S 18 betrieben, benutzt in der Stadt Zürich aber das Strassenbahnnetz und hält in dem Sinne nicht an Bahnhöfen. Alle Betreiber sind Mitglied im Zürcher Verkehrsverbund (ZVV), weswegen sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb der Tarifverbundgrenzen mit demselben Ticket befahren werden können.

Schaufelraddampfer «Stadt Rapperswil»

Schifffahrt[Bearbeiten]

Auf dem gesamten Zürichsee verkehren Kursschiffe der Zürichsee-Schiffahrtsgesellschaft (ZSG). Vom Bürkliplatz aus bedienen die Schiffe die beiden Anlegestellen Wollishofen und Zürichhorn, welche sich auf Stadtgebiet befinden. Von dort aus fahren die Schiffe weiter zu den Anlegestellen in den Zürichsee-Gemeinden.

Die Rundfahrt der Limmatschiffe führt auf der Limmat vom Landesmuseum aus bis zum Bürkliplatz und weiter nach Wollishofen und Zürichhorn. Zusätzlich wird mit den Limmatschiffen auch die Haltestelle Hafen Enge bedient.

Wie alle anderen Anbieter im Kanton Zürich ist auch die ZSG Mitglied im Zürcher Verkehrsverbund.

Flugverkehr[Bearbeiten]

Der Flughafen Zürich (früher Flughafen Zürich-Kloten) ist der mit Abstand wichtigste Flughafen der Schweiz und zählt zu den grössten Flughäfen in Europa. Er wird durch die Flughafen Zürich AG (ehem. Unique) betrieben. Der nördlich der Stadt Zürich gelegene Flughafen dient als Drehkreuz der Fluggesellschaften Swiss (Swiss International Air Lines und Swiss European Air Lines) und Deutsche Lufthansa (dritter Hub) und ist Heimatflughafen der Fluggesellschaften Belair, Edelweiss Air und Helvetic Airways, sowie Sitz der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega). Der Flughafenkopf liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Kloten, das gesamte Flughafenareal erstreckt sich darüber hinaus auf die Gemeinden Opfikon-Glattbrugg, Rümlang, Oberglatt und Winkel.

Bildung[Bearbeiten]

Das Primarschulhaus Bühl in Wiedikon

Die Stadt Zürich gliedert sich in die sieben Schulkreise Glattal, Letzi, Limmattal, Schwamendingen, Uto, Waidberg und Zürichberg. Jeder Schulkreis ist jeweils in kleinere Schuleinheiten aufgeteilt, in welchen die Schulen, Kindergärten und Horte eines geografisch begrenzten Gebietes zusammengefasst sind. Das Netz der Schuleinheiten ist sehr feinmaschig und so haben die meisten Schüler einen relativ kurzen Schulweg innerhalb ihres Quartieres. Die Volksschule, d. h. die Schule, die die obligatorische Schulzeit von neun Jahren abdeckt, ist in Abschnitte von jeweils drei Jahren unterteilt, die Unter-, Mittel- und Oberstufe. Dementsprechend existieren innerhalb einer Schuleinheit Unter-, Mittel- und Oberstufen-Schulhäuser. In den international gebräuchlichen Schulstufen-Einteilungen entspricht die Unter- und Mittelstufe der Primarstufe, die Oberstufe der Sekundarstufe I.

Primarstufe[Bearbeiten]

Die Primarstufe wird eingeteilt in die Unterstufe (1. bis 3. Klasse) und Mittelstufe (4. bis 6. Klasse). Kinder aller Leistungsstufen besuchen den gleichen Unterricht. Das Überspringen von Klassen ist für leistungsstarke Kinder möglich. Nach der Primarstufe müssen die Jugendlichen eine weiterführende Schule der Sekundarstufe I besuchen, da die obligatorische Schulzeit neun Jahre beträgt.

Sekundarstufe I[Bearbeiten]

Die meisten Kinder wechseln nach der Primarschule prüfungsfrei in die dreijährige Sekundarschule. Die Gemeinden bzw. Schulkreise haben dabei die Wahl aus zwei Organisationsformen, die dreiteilige oder die gegliederte Sekundarschule. Die dreiteilige Sekundarschule umfasst die Abteilungen A, B und C, die auf unterschiedlichen Anforderungsstufen geführt werden. A ist die anspruchsvollste Stufe. Die Schulkreise Uto, Letzi, Waidberg, Zürichberg, Glattal und Schwamendingen führen eine dreiteilige Sekundarschule. An der gegliederten Sekundarschule werden Stammklassen und Niveaugruppen gebildet. Dieses Modell führt in der Stadt Zürich nur der Schulkreis Limmattal. Die Oberstufenschule K+S steht musikalisch, tänzerisch oder sportlich besonders begabten Jugendlichen offen.

Nach einer bestandenen Aufnahmeprüfung besteht nach der sechsten Klasse der Primarschule auch die Möglichkeit in die Unterstufe des Gymnasiums (Progymnasium) einzutreten. Das sogenannte Langzeitgymnasium (sechs Jahre) wird in der Stadt Zürich an den Kantonsschulen Rämibühl (Real- und Literargymnasium), Hohe Promenade, Freudenberg, Wiedikon und Oerlikon angeboten.

Die Alte Kantonsschule an der Rämistrasse

Sekundarstufe II[Bearbeiten]

Nach dem Abschluss der Sekundarstufe I stehen je nach Leistungsniveau verschiedene weiterführende Anschlussmöglichkeiten auf der Sekundarstufe II offen. Die Schüler können sowohl nach zwei als auch nach drei Jahren (nach bestandener Aufnahmeprüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik und Französisch) ins Kurzgymnasium (vier Jahre) an einer Kantonsschule (Gymnasium, umgangssprachlich Gymi), in die Handelsmittelschule, Informatikmittelschule (beide drei Jahre mit anschliessendem Praktikumsjahr) oder in eine Diplommittelschule wechseln. Die Schüler des Langzeitgymnasiums können nach zwei Jahren das Schulprofil wechseln und auch in ein Kurzgymnasium der Sekundarstufe II übertreten. Es gibt in Zürich 13 Gymnasien, darunter die Kantonsschule Rämibühl und die Kantonsschule Enge sowie die Kantonsschule Stadelhofen. Wer nach der Sekundarstufe I eine Berufslehre beginnt, besucht eine entsprechende Berufsschule. Für leistungsstarke Lehrlinge steht der Besuch einer Berufsmittelschule offen. Die Schulen der Sekundarstufe II werden vom Kanton Zürich betrieben.

Hochschulen[Bearbeiten]

Hauptgebäude der ETH Zürich, von der Polyterrasse aus gesehen

Zürich ist ein bedeutender Hochschulstandort der Schweiz. Insbesondere die Universität Zürich, gegründet 1833, und die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH), gegründet 1855, haben internationale wie nationale Bedeutung. Die prominenten Hauptgebäude der beiden Hochschulen befinden sich über der rechtsseitigen Altstadt auf der sog. «Zürcher Akropolis», die das Stadtbild massgeblich prägt. Das Hochschulquartier im Kreis 1 entlang der Rämistrasse ist Standort zahlreicher universitärer Institute und Fakultätsgebäude sowie des Universitätsspitals. Die ETH betreibt auf dem Hönggerberg und die Universität im Irchelpark und in Oerlikon grosse Zweigstellen. Während die ETH hauptsächlich vom Bund finanziert wird, ist die Universität eine kantonale Institution. Die Zentralbibliothek Zürich ist eine selbständige Stiftung des Kantons und der Stadt; sie ist gleichzeitig Stadt-, Kantons- und Universitätsbibliothek.

Seit 1995/98 auf eidgenössischer bzw. kantonaler Ebene die gesetzlichen Grundlagen für die Schaffung von Fachhochschulen geschaffen wurden, haben sich verschiedene kantonale und private Hochschulen im berufsbildenden Sektor zur Zürcher Fachhochschule (ZFH) zusammengeschlossen. In der Stadt Zürich angesiedelt sind die Hochschulen für Angewandte Psychologie, Künste, Soziale Arbeit, Technik, Wirtschaft sowie für Pädagogik.

Kunst, Kultur und Tourismus[Bearbeiten]

Allgemeine Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die meisten Sehenswürdigkeiten Zürichs sind in und um die Altstadt gruppiert und deswegen am einfachsten zu Fuss oder mit kurzen Fahrten in Tram oder Bus erreichbar. Neben Gebäuden und Denkmälern ist auch die Lage Zürichs am Zürichsee einen Blick wert. Am Bellevue oder am Bürkliplatz bietet sich bei gutem Wetter ein schöner Blick auf den See und die Alpen. Beide Seeufer mit ihren Promenaden und Parkanlagen sind dann jeweils Anziehungspunkte für viele Einheimische und Touristen.

Der Zürcher Hausberg Üetliberg ist mit der Sihltal Zürich Uetliberg Bahn (SZU) zu erreichen, die ab dem Hauptbahnhof verkehrt.

Panorama mit Zürichsee und Alpen vom Bürkliplatz aus gesehen. (Interaktive Karte: 683284 / 24664247.3653618.541194408)

Altstadt[Bearbeiten]

Die Hauptsehenswürdigkeit Zürichs ist die gut erhaltene Altstadt links und rechts der Limmat. Eine Besichtigung beginnt am besten beim Central-Platz gegenüber dem Hauptbahnhof, führt zum Bellevue-Platz am See, wo die Limmat überquert wird, via Münsterplatz zur Bahnhofstrasse, via Urania zum Lindenhof, via Peterskirche zurück zum Rathaus, von wo man über das Limmatquai wieder zum See oder zurück zum Bahnhof gelangen kann.

In der rechtsseitigen Altstadt sind das alte Rathaus im Renaissance-Stil, das romanische Grossmünster, Ausgangspunkt der Reformation unter Zwingli, sowie die Zunfthäuser entlang des Limmatquais besonders hervorzuheben. Ein Turm des Grossmünsters ist zugänglich und bietet eine gute Aussicht über die Altstadt. Weiter kann im Stadtarchiv am Neumarkt ein Modell der mittelalterlichen Stadt Zürich besichtigt werden,[59] an der Spiegelgasse 14 findet sich das zeitweilige Domizil von Lenin. Am Zähringerplatz steht neben der Zentralbibliothek die gotische Predigerkirche mit dem Predigerchor, der allerdings von der Kirche abgetrennt und mit Zwischenböden unterteilt ist. Am besten erschliessen sich die Sehenswürdigkeiten bei einem Bummel durch das Niederdorf und das Oberdorf. Im Niederdorf finden sich besonders viele Bierstuben, Imbissbuden und Cafés.

Die Altstadt links der Limmat bietet ebenfalls sehenswerte Gassen mit mittelalterlichen Häusern. Bemerkenswert sind die Fraumünsterkirche wegen ihrer Fenster von Marc Chagall und des ausgemalten Kreuzgangs von Paul Bodmer sowie die Peterskirche mit dem grössten Turmzifferblatt Europas (Durchmesser: 8,7 Meter). Die gotische Augustinerkirche ist seit 1873 Pfarrkirche der Christkatholischen Kirche. Sehenswert ist der Lindenhof, von dem sich ein schöner Ausblick auf die Altstadt bietet. Aus neuerer Zeit stammen die städtischen Amtshäuser, die im frühen 20. Jahrhundert von Gustav Gull erbaut wurden.

Innenstadt des 19. Jahrhunderts[Bearbeiten]

Panorama von der Quaibrücke (von links): Bauschänzli, Stadthaus, Fraumünster, St. Peter sowie rechts der Limmat die Wasserkirche (Bildmitte), Grossmünster und das Limmatquai

Rund um die Altstadt liegt die Stadt des 19. Jahrhunderts. International besonders bekannt ist die Bahnhofstrasse, die vom Hauptbahnhof zum See führt. Sie ist von grossbürgerlichen Häusern und neueren Geschäftsbauten flankiert. Hier finden sich traditionellerweise zahlreiche Banken, exklusive Boutiquen und Bijouterien. Sehenswert ist insbesondere der Paradeplatz an der oberen Bahnhofstrasse mit dem dominanten Hauptsitz der Grossbank Credit Suisse von 1873 und dem Stammhaus der berühmten Confiserie Sprüngli. Auch der Hauptbahnhof selbst ist wegen seiner erhaltenen alten Bahnhofshalle ein Blick wert. Vor dem Bahnhof befindet sich das Denkmal für Alfred Escher, einem Schweizer Wirtschaftspionier und Initiator des Gotthardbahnbaus. Auf der gegenüberliegenden Seite des Bahnhofs liegt das schlossartige Gebäude des schweizerischen Landesmuseums und dahinter der Platzspitz-Park zwischen den Flüssen Sihl und Limmat. An der Bärengasse in der Nähe des Paradeplatzes findet sich ferner eine Filiale des Landesmuseums zur Geschichte der Stadt Zürich und beim Münsterhof das Zunfthaus zur Meisen mit der Porzellan- und Fayencensammlung. Am Seeufer findet sich der Sitz der Schweizerischen Nationalbank und zahlreiche repräsentative Bauten aus der Jahrhundertwende. Das untere Seebecken des Zürichsees, also der Abschnitt, der auf Stadtgebiet liegt, ist mit Parks gesäumt, auf der linken Seeseite am Mythenquai die Landi- und die Engewiese, auf dem rechten Seeufer der Park am Zürichhorn dort und an der Stirnseite des Sees stehen Firmensitze renommierter Unternehmen, wichtige Hotels wie das Baur au Lac und Kulturbauten wie das Kongresshaus mit der Tonhalle oder das Opernhaus.

Aussicht von der Polyterrasse auf die Altstadt

Über der rechtsseitigen Altstadt liegt das Hochschulquartier. Hier dominieren die Hauptgebäude der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) von Gottfried Semper und der Universität. Vom Central-Platz kann man mit der Polybahn in ungefähr zweiminütiger Fahrt die Polyterrasse erreichen, von wo sich ein besonders spektakulärer Ausblick über ganz Zürich bietet. Zahlreiche Institutsgebäude im Umkreis der Hauptgebäude sind ebenfalls sehenswert, besonders die Sternwarte von Semper und das alte Chemiegebäude der ETH. In der Nähe der ETH liegt die katholische Liebfrauenkirche mit bemerkenswerter Innenausstattung im neoromanischen Stil. Folgt man von der Universität der Rämistrasse Richtung Heimplatz, der im Volksmund «Pfauen» genannt wird, gelangt man zum Rechtswissenschaftlichen Institut der Universität, in dessen Innenhof 2005 ein Bibliotheksbau von Santiago Calatrava eröffnet wurde. Am Heimplatz selbst findet sich das Schauspielhaus, ein Theater mit internationaler Ausstrahlung und das Kunsthaus, mit wechselnden Ausstellungen und einer permanent zugänglichen Sammlung mit den Schwerpunkten Picasso, Munch, Monet, Giacometti und Chagall. Am Hirschengraben liegt die Häusergruppe Neuberg mit einer sehenswerten Empire-Ausstattung.

Moderne Bauten und Viertel[Bearbeiten]

Im Vergleich zu anderen Städten gibt es in Zürich wenige Hochhäuser. Bis in die 1950er Jahre gab es in Zürich kein einziges privates Hochhaus. Anschliessend wurden zurückhaltend einige Hochhäuser bewilligt. Sehenswerte Bauten der Moderne aus den 1950er und 1960er Jahren finden sich zwischen Bahnhofsstrasse und Schanzengraben an der Sihlporte sowie in der Nähe des Bahnhofs Enge (die Schulanlage der Kantonsschulen Freudenberg/Enge). Schwerpunkt aktueller Architektur ist das alte Industriequartier Zürich-West zwischen Langstrasse und Hardbrücke. In diesem Trendquartier finden sich auch zahlreiche Szeneclubs sowie die Schiffbauhalle des Schauspielhauses.

Parks und Naherholungsgebiete[Bearbeiten]

Der Zoo am Zürichberg bietet als Hauptattraktion die Masoala-Regenwald-Halle, die als solches einmalig ist in Europa. Von den diversen Stadtparks sind insbesondere der (neue) Botanische Garten der Universität und der Chinagarten, ein Geschenk der Partnerstadt Kunming am Ufer des Zürichsees sehenswert. Etwas versteckt liegt der Rosengarten des Muraltenguts in der Enge. Im gleichen Quartier findet sich auch der Belvoirpark, der zu den frühesten Landschaftsgärten der Region zählt und mit seiner Aussicht auf den See, die Stadt und die Berge unter den Zürcher Parks besonders hervorzuheben ist. Direkt daneben findet sich das Museum Rietberg in der Villa Wesendonck und Park-Villa Rieter mit Schwerpunkt auf asiatischer und islamischer Kunst.

Die Fallätsche in Leimbach, im Vordergrund die Kirche von Wollishofen

Die Stadt weist zudem neben kulturellen und historischen Sehenswürdigkeiten bereits wenige Kilometer ausserhalb des Stadtzentrums ausgedehnte Grünflächen mit ursprünglicher Vegetation auf, die sich auch für anspruchsvolle Bergwanderungen eignen. An der Albiskette findet sich die Fallätsche, ein Erosionstrichter, der langsam wieder mit Vegetation überwuchert wird, aber dennoch immer wieder mit grösseren Abbrüchen von sich reden macht. Ein erwähnenswerter Wanderpfad ist zum Beispiel der Denzlerweg an den Abhängen des Uetlibergs, welcher durch dichten Wald vom Kolbenhof in fast direkter Linie zum Uto-Kulm führt und den Besucher die nahe Grossstadt in kurzer Zeit vergessen lässt. Auf der anderen Seeseite finden sich ebenso Wanderwege, ein Beispiel dafür ist der Pfad von der Rehalp zur Trichtenhauser Mühle.

Ausflüge in die Region[Bearbeiten]

Die Ausflugsziele in der Region Zürich sind zahlreich: etwa der Rheinfall in Schaffhausen, die Höllgrotten in Baar, das Fotomuseum, die Sammlungen von Oskar Reinhart, die Villa Flora sowie das Kunstmuseum oder das Technorama in Winterthur, die längste Holzbrücke der Schweiz oder das mittelalterliche Schloss in Rapperswil.

Plan Lumière (Lichtmasterplan)[Bearbeiten]

Die gemäss Plan Lumière beleuchtete Quaibrücke, rechts der Circus Conelli auf dem Bauschänzli (Dezember 2009)

Im Frühjahr 2006 beschloss der Gemeinderat der Stadt Zürich einen «Plan Lumière». Das Büro des Lichtplaners Roland Jéol aus Lyon wurde beauftragt, markante Punkte der Stadt in den Nachtstunden zu illuminieren. Bis November 2009 sind 15 Projekte umgesetzt worden, an weiteren 15 Projekten wird momentan gearbeitet. Ziel des Plans ist es, Zürich in ein neues, besseres Licht zu rücken. Die Bevölkerung, aber auch Gäste die Zürich besuchen, sollen die Stadt nachts mit anderen Augen sehen. Der öffentliche Raum soll auch am Abend einen attraktiven Auftritt erhalten und die Orientierung und das Sicherheitsgefühl sollen verbessert werden.[60] Zugleich wird bei der Stadtillumination dafür gesorgt, dass durch diese möglichst keine zusätzliche Lichtverschmutzung entsteht.[61]

Kunst und Kultur[Bearbeiten]

Die Stadt Zürich ist ein wichtiges Zentrum des Schweizer Kunst- und Kulturschaffens. Einen Teil ihres kulturellen Aufschwungs verdankt Zürich zahlreichen Malern, Komponisten und Schriftstellern, die sich – oft als politische Flüchtlinge – in der Stadt aufgehalten und ihre Prägung hinterlassen haben: unter anderen Max Frisch, James Joyce, Thornton Wilder, Hermann Hesse und Thomas Mann. In Zürich im Cabaret Voltaire entstand 1916 die künstlerische und literarische Strömung Dadaismus.

Mit über 65 % der Filmproduktionsfirmen konzentriert sich auch das Schweizer Filmwesen in Zürich. Seit 2005 wird jährlich das Zurich Film Festival durchgeführt.

Museen und Galerien[Bearbeiten]

Das Schweizerische Landesmuseum in Zürich

Typisch für Zürich ist die Galeriendichte: An der Rämistrasse in der Innenstadt befinden sich Galerien wenige Schritte voneinander entfernt. Zusammen mit London und New York hat sich Zürich zu einer bedeutenden Drehscheibe für zeitgenössische Kunst entwickelt. Alleine in der Kernstadt befinden sich über 50 Museen, von denen sich rund 14 der Kunst widmen, und mehr als 100 Galerien. Im Kunsthaus Zürich, dem Museum für bildende Kunst, findet man eine bedeutende Sammlung von Gemälden, Skulpturen, Fotografien und Videokunst wie beispielsweise von Edvard Munch, Alberto Giacometti und anderer moderner und zeitgenössischer Künstler. Das Museum Rietberg ist eines der international führenden Zentren für aussereuropäische Kunst. Wenige Schritte vom Hauptbahnhof Zürich entfernt beherbergt das Schweizerische Landesmuseum – ein über 100-jähriges schlossartiges Gebäude – die grösste kulturgeschichtliche Sammlung der Schweiz. Erwähnenswert ist auch das kleine Museum des Stadtarchivs am Neumarkt, wo ein Modell der Stadt Zürich im 18. Jahrhundert zu sehen ist.

Weitere Museen: Zoologisches Museum ZürichVölkerkundemuseum ZürichNordamerika Native MuseumMuseum für Gestaltung ZürichHelmhausMuseum BelleriveGraphische Sammlung der ETH ZürichStiftung Sammlung E. G. BührleCentre Le CorbusierTram-MuseumMühlerama Tiefenbrunnen • Museum RietbergMigros-MuseumMoney-MuseumZivilschutz-Museum

Bibliotheken und Archive[Bearbeiten]

Kulturelles Rückgrat der Stadt Zürich bilden die zahlreichen Bibliotheken und Archive. Viele können ihre Wurzeln bis ins Frühmittelalter zurückverfolgen, so z. B. die Zentralbibliothek Zürich, die Stadt-, Kantons- und Universitätsbibliothek ist. Universitätsbibliotheken sind in der Regel auch für Nicht-Studierende und Nicht-Universitätsangehörige offen, ausgenommen sind jedoch oft Institutsbibliotheken. Den wissenschaftlich orientierten Bibliotheken stehen die öffentlichen Bibliotheken gegenüber, die sich explizit an den Bedürfnissen ihrer Benutzer orientieren und keinen Sammelschwerpunkt kennen. Die Pestalozzi-Bibliothek Zürich hat verfügt über 16 Zweigstellen und ist so in allen Kreisen der Stadt vertreten.

Weitere Bibliotheken und Archive: Hauptbibliothek Universität ZürichStadtarchiv ZürichETH-Bibliothek ZürichKunsthaus Zürich Bibliothek • Staatsarchiv des Kantons Zürich

Theater und Konzerte[Bearbeiten]

Zürich weist eine grosse Anzahl von Theatern und Konzertlokalen auf. International bekannt sind das Opernhaus Zürich, die Tonhalle und das Schauspielhaus Zürich. Dazu kommen das Theaterhaus Gessnerallee, das Theater am Neumarkt und die zahlreichen Kleintheater. Bekannte Konzertlokale sind das Volkshaus am Helvetiaplatz, die Rote Fabrik in Wollishofen und der X-Tra im Limmathaus am Limmatplatz. Für Grossveranstaltungen werden das Hallenstadion in Oerlikon oder das Stadion Letzigrund genutzt. Von wachsender Bedeutung ist zudem die Maag Music Hall im Industriequartier.

Zu den jährlich stattfindenden Vorführungen mit nationaler Ausstrahlung und internationaler Beteiligung zählen unter anderem im Winter die Eiskunstlaufgala Art on Ice und im Sommer die Freiluftkonzertreihe Live at Sunset.

Kunst im öffentlichen Raum[Bearbeiten]

An Zürichs öffentlichen Strassen und Plätzen und in Parks finden sich über 1300 Kunstwerke.[62][63][64] Darunter sind zum Beispiel die Giacometti-Halle in der Polizei-Hauptwache, die Chorfenster von Marc Chagall in der Fraumünster-Kirche, die Heureka-Installation von Jean Tinguely am Zürichsee, der «L’Ange Protecteur» von Niki de Saint Phalle an der Decke der Zürcher Hauptbahnhofshalle, die Granitskulptur von Max Bill an der Bahnhofstrasse oder das futuristische Bahnhofsareal Stadelhofen von Santiago Calatrava.

Veranstaltungen und Feste[Bearbeiten]

Sechseläuten

Traditionelle Veranstaltungen in Zürich sind das Sechseläuten sowie das Knabenschiessen. Das Sechseläuten findet jedes Jahr im April statt. Mittelpunkt des Festes ist ein Umzug der Zünfte und das Abbrennen des «Bööggs», des personifizierten Winters. Beim Knabenschiessen, welches Mitte September durchgeführt wird, machen rund 5'000 Jugendliche den Schützenkönig unter sich aus. Beide Anlässe finden an einem Montag statt und sind in der Stadt Zürich offizielle Feiertage.

International bekannt ist auch die Street Parade, die grösste House- und Techno-Parade der Welt. Die Streetparade findet jeweils Anfang August statt und zieht rund eine Million Menschen in die Limmatstadt.

Ebenfalls im Sommer finden das Langstrassenfest, das Caliente-Festival und das Werdinsel Openair auf der Werdinsel statt.

Alle drei Jahre (zuletzt 2013) findet das Zürifäscht, das mit Abstand grösste Schweizer Volksfest statt. Es lockt während drei Tagen bis zu drei Millionen Menschen an das Zürcher Seebecken.

Am letzten Tag vor den Weihnachtsferien feiern die Schulkinder in den frühesten Morgenstunden seit Jahrhunderten lärmend den Schulsilvester. Ebenfalls am Silvester findet der Silvesterzauber Zürcher Hoteliers statt, die grösste Neujahrsparty der Schweiz.

Bekannte Kunst- und Kulturveranstaltungen in Zürich sind die Festspiele Zürich, das Zürcher Theater Spektakel oder das Zurich Film Festival.

In Zürich finden auch jedes Jahr zahlreiche Messen und Ausstellungen statt. Zu den bekanntesten Messen zählen die Züspa, die Orbit-iEX, die Fespo, die Giardina und die Expovina.

Aktionen der City Vereinigung:

Einer der rund 500 Teddys

In unregelmässigen Abständen stellt die City Vereinigung von den Mitgliedern gesponserte Figuren in der ganzen Stadt auf. Die Mitglieder lassen ihre Figuren von Künstlern gestalten. Oft wird die Gestaltung an das Geschäftsfeld des Sponsors angepasst, manchmal werden auch Wortspiele umgesetzt oder mehrere Figuren als Serie gestaltet. Nachdem die Stadt Zürich bei der ersten Aktion 1986 mit Figuren ihres Wappentieres, dem Löwen, verziert wurde folgten 1999 Kühe, 2001 Sitzbänke und 2005 schliesslich Teddybären. Die Figuren stehen jeweils während des Sommers in der Innenstadt (und an Aussenstationen wie dem Flughafen Zürich). Nach Ende der Aktion werden jeweils diejenigen Figuren, welche von den Sponsoren nicht behalten werden, in einer Auktion versteigert. 2009 wurde Zürich zur «Gartencity». Dabei wurden in der ganzen Stadt von Künstlern gestaltete Töpfe mit Pflanzen aufgestellt.

Nachtleben[Bearbeiten]

Zürich bei Nacht von der Polyterrasse gesehen

Zürich bietet ein vielfältiges Nachtleben mit 500 Bars, Nachtclubs und Diskotheken und weist die höchste Clubdichte der Schweiz auf. Zu den beliebtesten Ausgeh-Quartieren zählen das Langstrassequartier, das Niederdörfli und Zürich-West. Während den Sommermonaten wird das breite Angebot zudem mit diversen Openair-Kinos, unter anderem das seit 1989 stattfindende Kino am See (heute OrangeCinema), sowie weiteren Veranstaltungen und Bars unter freiem Himmel ergänzt. Neben Konzerten von internationalen Stars finden regelmässig zahlreiche regionale Anlässe statt wie beispielsweise die Veranstaltung rundfunk.fm im Landesmuseum.

Kultstatus geniessen die sogenannten «Badi-Bars» in den städtischen Badeanlagen. Zu den bekanntesten zählen das Rimini, die Barfussbar, das Seebad Enge, sowie der Obere Letten.[65][66][67]

Shopping und Mode[Bearbeiten]

Zürichs Shopping-Angebot ist breit gefächert. Internationalen Modemarken finden sich vor allem an der Bahnhofstrasse, lokale, urbane Zürich-Labels im Langstrassenquartier. Grosse Einkaufszentren auf Stadtgebiet sind das Sihlcity in Wiedikon mit rund 80 Geschäften und der Letzipark in Altstetten. So auch in der Altstadt mit kleineren Läden. In den Shops am Flughafen und im Hauptbahnhof Zürich beziehungsweise im Shopville kann auch am Wochenende eingekauft werden.

Die Zürcher Bahnhofstrasse hat wesentlich zum Ruf Zürichs als Einkaufsparadies beigetragen. Im ehemaligen Fröschengraben finden sich heute internationale Marken-, Juwelier- und Uhrengeschäfte sowie Kaufhäuser. Je weiter man der Bahnhofstrasse vom Bahnhof Richtung See folgt, desto exklusiver werden die Boutiquen mit noblen Kleidermarken, Accessoires, Schmuck und Uhren. Hier reihen sich Geschäfte wie Louis Vuitton, Prada, Hugo Boss und Gucci aneinander.

Neben internationalen Mode- und Luxusmarken finden sich in Zürich zahlreiche Läden und Ateliers mit urbanen Zürich-Labels. Zürichs Kreativwirtschaft wächst stetig. Heute finden sich rund 4'000 kreative Betriebe in der Stadt.[68] Das Langstrassenquartier in Zürich-West ist ein Zentrum des kreativen Schaffens. In Zürichs buntestem und vielfältigstem Viertel, zum Beispiel in der Ankerstrasse, lassen sich in den Läden Kleider, Hüte, Schuhe, Accessoires, Schmuck, Möbel und verschiedenste Gebrauchsgegenstände finden. Hier findet man insgesamt 70 Labels. Viele Ateliers haben aber auch ihren eigenen kleinen Laden, so auch Collenberg/Ponicanova, das Label Beige oder Lilli Tulipan. Und natürlich die international bekannten Zürich-Labels wie Freitag, Zimtstern, Alprausch, Navyboot und Fabric Frontline.

Im November findet im Kongresshaus jeweils die Blickfang statt, eine Designmesse für Möbel, Mode und Schmuck.

Kontraste zur Bahnhofstrasse und dem Langstrassenquartier sind das Handwerksquartier Schipfe sowie die Flaniermeilen des Nieder- und Oberdorfs. Die Schipfe zählt zu den ältesten Stadtquartieren und ist das Quartier der Handwerker geblieben. Hier nehmen sich die Künstler Zeit, ihre Kunden persönlich zu beraten. Und im Zentrum der Altstadt, im Ober- und Niederdorf, finden sich viele Trendshops, aber auch Traditionsgeschäfte wie Schwarzenbach Kolonialwaren mit 140-jähriger Familientradition.

Sport[Bearbeiten]

Zürich besitzt neben privaten sehr viele städtisch geförderte Sportanlagen, welche vom Sportamt unterhalten werden.[69] Dieses ist dem Schul- und Sportdepartement der Stadt Zürich untergeordnet. Die Aufgabe des Sportamtes ist die Sportförderung, die Bereitstellung von Sportanlagen für das öffentliche Publikum, die Abhaltung des obligatorischen Schwimmunterrichtes (Schulsport) und die Aufklärung der Bevölkerung über Sportmöglichkeiten, Sportanlagen, Sportvereine und Sportveranstaltungen.

Vereine[Bearbeiten]

Die beiden Fussballvereine FC Zürich und Grasshopper Club Zürich spielen beide in der Super League, der höchsten Spielklasse im schweizerischen Fussball. Während der Grasshopper Club Rekordmeister (27 gewonnene Meisterschaften) und Rekordsieger im Schweizer Cup (19 Cupsiege) ist, war der FC Zürich zuletzt erfolgreicher und gewann in der Saison 2008/09 seine 12. Meisterschaft. YF Juventus spielt zurzeit in der Promotion League, der dritthöchsten Schweizer Liga, in der 2. Liga interregional, der fünfthöchsten Liga, spielen der FC Blue Stars, der SV Höngg, der FC Red Star, der FC Seefeld, der FC United Zürich und der FC Kosova.

Im Eishockey stellt Zürich mit den ZSC Lions eine Mannschaft in der obersten Schweizer Liga, der National League A. Der Verein gewann achtmal die Schweizer Meisterschaft und in den Jahren 2001 und 2002 den IIHF Continental Cup. In der Saison 2008/09 konnten sie zudem die erstmals durchgeführte Champions Hockey League gewinnen. Mit den GCK Lions spielt ein weiterer Verein in der National League B. Die beiden Vereine haben sich 1997 zusammengeschlossen.

Mit der Handball-Sektion kann der polysportive Grasshopper Club Zürich eine weitere sehr erfolgreiche Sektion vorweisen. Sie spielt in der Swiss Handball League und ist mit 21 Titeln im Handball ebenfalls Rekordmeister. In der Saison 2007/2008 spielten die Spitzenvereine Kadetten Schaffhausen und der Grasshopper-Club in einer Allianz. Den dadurch frei gewordenen Platz übernahm das 2. Team von GC unter dem Namen Grasshopper Club Zürich Espoirs. Die Allianz endete nach einer Saison.

Der ZMC Amicitia Zürich wurde 1931 als HC Amicitia gegründet und ist heute einer der grössten Handballclubs der Schweiz. Er holte sich 2008 seinen vierten Titel. Aktuell spielen die Grasshoppers und Amicitia in einer Spielergemeinschaft in der höchsten nationalen Spielklasse.

Der LC Zürich ist einer der grössten und erfolgreichsten Schweizer Leichtathletikvereinen. Er wurde 1922 als Leichtathletik-Sektion des FC Zürich gegründet, ist seit 1934 jedoch ein eigenständiger Verein. In weniger beachteten Sportarten haben insbesondere der Volleyballverein VBC Voléro Zürich, der American-Football-Verein Zurich Renegades und der Challengers Baseball Club Zürich einige internationale Erfolge aufzuweisen.

Die Schachgesellschaft Zürich (SG Zürich) ist der älteste bestehende Schachverein der Welt. Im Jahre 2009 feierte die Schachgesellschaft Zürich ihr 200-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass fanden im August drei Grossveranstaltungen im Kongresshaus und im Hauptbahnhof Zürich statt.

Sportstätten[Bearbeiten]

Stadion Letzigrund während der Weltklasse

Das wohl berühmteste Stadion in Zürich ist das Hallenstadion in Oerlikon. Das Heimstadion des Eishockeyclubs ZSC Lions steht unter Denkmalschutz, wurde innen aber umgebaut und im August 2005 neu eröffnet. Daneben befindet sich die Offene Rennbahn Zürich-Oerlikon. Weitere Stadien sind der Hardturm, Heimstadion des Fussballteams Grasshopper Club Zürich (GC) und der Letzigrund, Heimstadion des Fussballclubs Zürich (FCZ). Für beide Fussballstadien bewilligte das Stimmvolk im Hinblick auf die Europameisterschaft 2008 einen Neubau.

Für Aufsehen im Sport-Zürich sorgte zuletzt vor allem der sogenannte Stadion-Streit, der dazu führte, dass der Neubau des ursprünglich als Stadion für die Europameisterschaft 2008 vorgesehenen Hardturms, der auf dem Dach einer kommerziellen Überbauung Platz nehmen soll, wegen Einsprachen von Nachbarn und Umweltverbänden ins Stocken kam. Deshalb wurde im Oktober 2005 mit dem EM-konformen und fristgerechten Umbau des Letzigrundes, des zweiten grossen Zürcher Fussballstadions, begonnen.

Die Stadt Zürich besitzt die grösste Dichte an Schwimmanlagen in Europa. 25 öffentliche Bäder, aufgeteilt in sieben Hallen-, sieben Frei-, fünf Fluss- und sechs See- bzw. Strandbäder, zählt Zürich innerhalb der Stadtgrenze, darunter das Freibad Letzigraben, das heute nach seinem Erbauer auch Max-Frisch-Bad genannt wird. Hinzu kommen 17 weitere Schulschwimmanlagen. Über zwei Millionen (Stand: 2006) Besucher benützen die öffentlichen Bäder jährlich.[70]

Internationale Organisationen[Bearbeiten]

Hauptsitz der IIHF in Zürich

Der Weltfussballverband FIFA hat seinen Sitz in Zürich. Am 29. Mai 2007 wurde im Quartier Hottingen in der Nähe des Zoos der neue Hauptsitz der FIFA eingeweiht. Der luxuriöse Bau kostete 240 Millionen Franken und wurde von der Architektin Tilla Theus entworfen. Derzeitiger Präsident ist der Schweizer Sepp Blatter.

Die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) hat ihren Sitz ebenfalls in Zürich. Sie feierte im Jahr 2008 wie auch der Schweizerische Eishockeyverband ihr 100-Jahr-Jubiläum. Die Schweizerische Post gab zu dem runden Geburtstag eine Sondermarke im Wert von einem Franken zu Ehren der beiden Verbände heraus. Amtierender Präsident der IIHF ist zurzeit der Freiburger René Fasel.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Zürich war einer von sechs Spielorten der Fussball-Weltmeisterschaft 1954 und einer von acht Spielorten der Fussball-Europameisterschaft 2008. Im Hallenstadion fanden ausserdem 1939, 1953 und 1998 Spiele der Eishockey-Weltmeisterschaft statt.

Spitzengruppe am Zürich Marathon 2007

Von 1984 bis 1997 fand jeweils das Hallen-Tennisturnier «Zurich Open» für Frauen statt. Ursprünglich in der Saalsporthalle beheimatet, zog es von 1997 bis 2004 aufgrund des Platzmangels nach Kloten in den Schluefweg. Dort hiess das Turnier dann seit 1998 «Swisscom Challenge». 2005 kehrte die Veranstaltung unter dem Motto the girls are back in town nach Zürich in das renovierte Hallenstadion zurück. Bereits 51 Mal (seit 1954) wurde das «Zürcher Sechstagerennen» im Hallenstadion durchgeführt (dieses wurde 2001 aufgrund von Zuschauermangel aufgegeben, 2006 jedoch wieder neu lanciert). Darüber hinaus findet im Hallenstadtion das CSI Zürich, ein internationales Hallenspringturnier, und Art on Ice, eine bedeutende Eislaufgala, statt.

Seit 1928 wird alljährlich im August im Letzigrund die «Weltklasse Zürich», ein Leichtathletik-Meeting der Serie der IAAF Diamond League ausgetragen. Auf der Landiwiese starten jährlich die besten Athleten aus den Bereichen Snowboard, Freeski, FMX-Bike und Skateboard beim freestyle.ch. Zu den bekannten Laufveranstaltungen in Zürich gehören der Zürcher Silvesterlauf, ein Volks- und Strassenlauf, sowie der Zürich-Marathon, der seit 2003 veranstaltet wird. Mit dem Ironman Switzerland findet die wichtigste Triathlon-Veranstaltung der Schweiz in Zürich statt. Für die besten Athleten werden auch Startplätze für den Ironman Hawaii vergeben.

Die Meisterschaft von Zürich, auch Züri Metzgete genannt, ist ein traditionsreiches Eintages-Strassenrennen, das seit 1914 ausgetragen wurde. 2007 musste das Rennen jedoch abgesagt werden, weil nicht genügend Sponsoren verpflichtet werden konnten und hat seither nicht mehr stattgefunden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einige bedeutende Theologen wirkten in Zürich, insbesondere während der Reformationszeit. Ulrich Zwingli galt als Führer der Zürcher Reformation und die Täuferbewegung nahm ebenfalls ihren Ursprung in Zürich mit Felix Manz und Konrad Grebel. Im 18. Jahrhundert wurde Johann Heinrich Pestalozzi in Zürich geboren, der sich einen Namen als Pädagoge, sowie Schul- und Sozialreformer machte. Des Weiteren wurden der Schriftsteller Johann Jakob Breitinger und der Dichter, Verleger und Kupferstecher Salomon Gessner in Zürich geboren. Georg Büchner ist in Zürich begraben. Richard Wagner und Michail Bakunin, in ihrer Heimat verfolgt, suchten Zuflucht in Zürich. Von 1861 bis 1876 war ein Schriftsteller Staatsschreiber von Zürich, der geborene Zürcher Gottfried Keller. Während der Weltkriege haben viele bedeutende Persönlichkeiten in Zürich im Exil gelebt, so zweimal James Joyce, der hier auch seine letzte Ruhestätte fand. Lenin, der führende Kopf der Oktoberrevolution, lebte als Exilant während des Ersten Weltkriegs in der Spiegelgasse 14. Viele Intellektuelle, Psychologen, Theaterschaffende, Schriftsteller und bildende Künstler fanden hier vorübergehend Schutz vor Verfolgung oder erhielten Asyl und wurden eingebürgert, wie etwa Leopold Lindtberg und Therese Giehse. Die Schriftsteller Thomas Mann und Bertolt Brecht flohen nach dem Zweiten Weltkrieg vor McCarthy nach Zürich. Eine Vielzahl bedeutender Wissenschaftler hat zudem an den Zürcher Hochschulen studiert oder gelehrt. So hat beispielsweise Albert Einstein an der ETH Zürich studiert und war an beiden Zürcher Hochschulen als Professor tätig.

Weitere bedeutende Personen, die entweder aus der Stadt Zürich stammen oder längere Zeit dort gewirkt haben, sind in der Liste der Persönlichkeiten der Stadt Zürich aufgeführt.

Ehrenbürger:

Die Rechtsform des Ehrenbürgerrechtes ist im zürcherischen Recht im Prinzip nicht bekannt. Auf Gewohnheitsrecht kann sich jedoch das Kloster Einsiedeln berufen. Seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wird der Abt von Einsiedeln aufgrund der Burgrechtsverträge des Klosters mit der Stadt Zürich zum Stadtbürger auf Lebenszeit. 1866 wurde das Bürgerrecht in ein Ehrenbürgerrecht umgewandelt. Jeder Abt von Einsiedeln wird seitdem Ehrenbürger Zürichs.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Portal: Zürich – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Zürich

Literatur[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Architektur[Bearbeiten]

  • Roderick Hönig: Zürich wird gebaut. Architekturführer Zürich 1990–2010. Hochparterre, Zürich 2010, ISBN 978-3-85881-127-1.
  • Werner Oechslin: Hochschulstadt Zürich. Bauten der ETH 1855–2005. GTA, Zürich 2005, ISBN 3-85676-154-3.
  • Regine Abegg und Christine Barraud Wiener: Schweizerische Kunstführer GSK, Band 661: Die Augustinerkirche in Zürich, Bern 1999, ISBN 3-85782-661-4.
  • Hanspeter Rebsamen: Schweizerische Kunstführer GSK, Band 616: Der Neuberg in Zürich und seine Empire-Ausstattung, Bern 1997, ISBN 3-85782-616-9.
  • Dölf Wild und Urs Jäggin: Schweizerische Kunstführer GSK, Band 759: Die Predigerkirche in Zürich, Bern 2004, ISBN 3-85782-759-9.
  • Dieter Nievergelt und Pietro Maggi: Schweizerische Kunstführer GSK, Band 682/683: Die Giacomettihalle im Amtshaus I in Zürich, Bern 2000, ISBN 3-85782-682-7.
  • T. K. Friedli et al.: Schweizerische Kunstführer GSK, Band 631/632: Sempers ehemalige Eidgenössische Sternwarte in Zürich, Bern 1998, ISBN 3-85782-631-2.
  • Urs Baur und Dieter Nievergelt: Schweizerische Kunstführer GSK, Band 353: Der Fraumünsterkreuzgang in Zürich, Bern 1984, ISBN 3-85782-353-4.
  • Alexander Bonte, J. Christoph Bürkle: Max Dudler Die neue Dichte – Der neue Stadtteil Europaallee und die Pädagogische Hochschule Zürich, Jovis, Berlin 2012, ISBN 978-3-86859-198-9

Kultur[Bearbeiten]

  • Arlette Kosch: Literarisches Zürich. 150 Autoren – Wohnorte, Wirken und Werke. Fritsch, Jena 2002, 2003, ISBN 3-931911-24-1.
  • Ute Kröger: Zürich, du mein blaues Wunder. Literarische Streifzüge durch eine europäische Kulturstadt. Limmat, Zürich 2004, ISBN 3-85791-447-5.
  • Ueli Staub: Jazzstadt Zürich. Von Louis Armstrong bis Zurich Jazz Orchestra. Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2003, ISBN 3-03823-012-X.
  • Sigmund Widmer: Zürich. Eine Kulturgeschichte. 13 Bde. Artemis, Zürich 1975–1986, ISBN 3-7608-0399-7.

Verschiedenes[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Zürich – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Zürich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikiquote: Zürich – Zitate
 Wikinews: Themenportal Zürich – in den Nachrichten
 Wikivoyage: Zürich – Reiseführer
 Wikisource: Zürich – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Stadt Zürich
  2. a b Bevölkerung Stadt Zürich, Ausgabe 3/2013. Präsidialdepartement der Stadt Zürich. Abgerufen am 12. Dezember 2013.
  3. News – Arbeitslosenzahlen Juni 2014. Präsidialdepartement, Stadt Zürich. Publikation vom 7. Juli 2014. Abgerufen am 21. Juli 2014.
  4. Arbeitslose – Arbeitslosenquote bei 3,7%. Präsidialdepartement, Stadt Zürich. Abgerufen am 21. Juli 2014.
  5. a b Judith Riegelnig: Bevölkerung Stadt Zürich 2/2012 (Pressepublikation) Präsidialdepartement der Stadt Zürich, Statistik. 23. August 2012. Abgerufen am 19. Oktober 2012.
  6. a b Siehe 2011 Quality of Living worldwide city rankings – Mercer survey
  7. Siehe Worldwide Cost of Living survey 2010 – City rankings
  8. Forbes-Liste: Teuerste Städte der Welt zum Leben
  9. Jetzt ist Zürich die teuerste Stadt der Welt, Tagesschau, vom 14. Februar 2012, abgerufen am 17. Februar 2012
  10. kleinreport.ch: Zürich wird zu «Downtown Switzerland». 3. Oktober 2000, abgerufen am 4. März 2011.
  11. tagesanzeiger.ch: «Downtown Switzerland» weg: Welchen Slogan verdient Zürich? Artikel vom 28. Mai 2009, abgerufen am 4. März 2011.
  12. http://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/stzh/prd/Deutsch/Statistik/Publikationsdatenbank/periodika/Bevoelkerung_Stadt_Zuerich/BEV_3Q_2013.pdf Seite 5 (abgerufen am: 12. Dezember 2013).
  13. http://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/stzh/prd/Deutsch/Statistik/Publikationsdatenbank/periodika/Bevoelkerung_Stadt_Zuerich/BEV_2001.pdf Seite 13 (abgerufen am: 29. Februar 2012).
  14. http://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/stzh/prd/Deutsch/Statistik/Publikationsdatenbank/jahrbuch/2012/JB_2012_kapitel_01.pdf Seite 5 (abgerufen am: 29. Februar 2012).
  15. http://www.stadt-zuerich.ch/content/dam/stzh/prd/Deutsch/Statistik/Publikationsdatenbank/analysen/A_007_2002.pdf Seite 20 (abgerufen am: 29. Februar 2012).
  16. Eurostat Urban Audit: Metropolregionen (Larger Urban Zone) (abgerufen am 19. März 2014)
  17. Zürich in Zahlen 2011 Taschenstatistik (Pressepublikation) Präsidialdepartement der Stadt Zürich. 8. September 2012. Abgerufen am 15. Oktober 2012.
  18. Judith Riegelnig: Wie spricht Zürich? (Volkszählung 2010) (Web-Publikation) Statistikdepartment der Stadt Zürich. 6. September 2012. Abgerufen am 19. Oktober 2012.
  19. BFS OFS UST. Abgerufen am 17. November 2012 (xls; 949 kB).
  20. http://www.stadt-zuerich.ch/content/prd/de/index/statistik/publikationsdatenbank/Periodika/Bevoelkerung_Stadt_Zuerich/BEV_4Q_2012.html
  21. Robert Schönbächler: Kirchen und Gotteshäuser der Stadt Zürich. Neujahrsblatt Industriequartier/Aussersihl. Zürich 2012
  22. BFS OFS UST. Abgerufen am 17. November 2012 (xls; 949 kB).
  23. http://www.each.ch/ea-z%C3%BCrich.html (abgerufen am 27. Februar 2012).
  24. http://www.livenet.ch/adressen/ansicht_nach_rubriken/kirchen/evangelische_freikirchen (abgerufen am 27. Februar 2012).
  25. Claude-Alain Humbert: Religionsführer Zürich. 370 Kirchen, religiös-spirituelle Gruppierungen, Zentren und weltanschauliche Bewegungen der Stadt Zürich. Orell Füssli, Zürich 2004, ISBN 3-280-05086-3, S. 211 f.
  26. Claude-Alain Humbert: Religionsführer Zürich. 370 Kirchen, religiös-spirituelle Gruppierungen, Zentren und weltanschauliche Bewegungen der Stadt Zürich. Orell Füssli, Zürich 2004, ISBN 3-280-05086-3, S. 188 f.
  27. http://www.gfc.ch/de/lokale-gemeinden/ortsgemeinden/gemeinde/zuerich/ (abgerufen am 27. Februar 2012).
  28. Claude-Alain Humbert: Religionsführer Zürich. 370 Kirchen, religiös-spirituelle Gruppierungen, Zentren und weltanschauliche Bewegungen der Stadt Zürich. Orell Füssli, Zürich 2004, ISBN 3-280-05086-3, S. 221 f.
  29. http://www.egazh.ch/ (abgerufen am 27. Februar 2012).
  30. http://www.luther-zuerich.ch/ (abgerufen am 27. Februar 2012).
  31. Statistisches Jahrbuch der Stadt Zürich 2008, Kapitel 1: Bevölkerung, S. 35, Tabelle «Wohnbevölkerung nach Herkunft und Religion, 2000».
  32. a b c Simon Villiger: Etablierte Kirchen in Bedrängnis (Web-Publikation) Präsidialdepartement der Stadt Zürich. 2010. Abgerufen am 25. September 2012.
  33. http://www.zh.ch/internet/de/rechtliche_grundlagen/gesetze/erlass.html?Open&Ordnr=184.1 (abgerufen am: 19. Juni 2012).
  34. http://www.stadt-zuerich.ch/content/prd/de/index/statistik/publikationsdatenbank/Periodika/Bevoelkerung_Stadt_Zuerich/BEV_4Q_2012.html
  35. Ständige Wohnbevölkerung ab 15 Jahren nach Religionszugehörigkeit, 2012. Bundesamt für Statistik, 1. Januar 2012, abgerufen am 6. April 2014 (xls).
  36. Siehe http://www.stadt-zuerich.ch/internet/stat/home/key_figures/Arbeitslose.html
  37. Siehe stadtzuerich.ch
  38. http://www.stadt-zuerich.ch/prd/de/index/ueber_das_departement.html
  39. http://www.stadt-zuerich.ch/fd/de/index/das_departement.html
  40. http://www.stadt-zuerich.ch/pd/de/index/das_departement.html
  41. Tiefbau- und Entsorgungsdepartement. Website der Stadt Zürich. Abgerufen am 28. Juli 2010.
  42. http://www.stadt-zuerich.ch/hbd/de/index/ueber_das_departement.html
  43. Stadtküche auf der Seite des Hochbaudepartements der Stadt Zürich. Abgerufen 29. März 2011
  44. http://www.stadt-zuerich.ch/gud/de/index/das_departement.html
  45. http://www.stadt-zuerich.ch/ssd/de/index/departement_schul_sport.html
  46. http://www.stadt-zuerich.ch/sd/de/index/ueber_das_departement.html
  47. San Francisco – Stadt Zürich. In: stadt-zuerich.ch. Abgerufen am 6. September 2013.
  48. Kunming – Stadt Zürich. In: stadt-zuerich.ch. Abgerufen am 6. September 2013.
  49. Vinnytsya – Stadt Zürich. In: stadt-zuerich.ch. Abgerufen am 6. September 2013.
  50. Siehe http://emagazine.credit-suisse.com/app/article/index.cfm?fuseaction=OpenArticle&aoid=96729&lang=de
  51. Siehe http://www.standort.zh.ch/internet/vd/awa/standort/de/wirtschaft/branchen/finanz.html
  52. Google baut Standort Zürich aus
  53. Siehe Trinkwasserbrunnen in Zürich
  54. Siehe Quellwasserbrunnen und Notwasserversorgung
  55. Website der Zürcher Milizfeuerwehr
  56. Siehe GaWC Research Bulletin 5
  57. Siehe http://www.stadt-zuerich.ch/internet/esz/home/energiestadt__zuerich.html
  58. bahnONLINE.ch: 30.4. – 31. Oktober 2010: U-Bahn in Zürich – Träume, Projekte, Abstimmungskampf (Artikel zur Ausstellung im Tram-Museum Zürich vom 30. April bis zum 31. Oktober 2010)
  59. Baugeschichtliches Archiv der Stadt Zürich: Der Müllerplan (1794) diente dem Architekten Hans Langmark als Grundlage seines detailgetreuen Modells der Stadt Zürich, an dem er 22 Jahre lang arbeitete; 1942 wurde es von der Stadt Zürich erworben. Ausgestellt ist es im Erdgeschoss des Baugeschichtlichen Archivs im Haus «zum Rech» am Neumarkt 4 und ist innerhalb der Öffnungszeiten frei zugänglich.
  60. Quaibrücke ins rechte Licht gerückt. Mitteilung der Stadt Zürich. 27. November 2009
  61. David Hesse: Leuchtende Häuser, funkelnde Sterne. Neue Zürcher Zeitung. 14. Juli 2002. S.14
  62. Bernadette Fülscher: Die Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Zürich: 1300 Werke – Eine Bestandesaufnahme. Chronos Verlag, 2012
  63. Rolf Lambrigger: Zürich – zeitgenössische Kunstwerke im Freien. Orell Füssli, Zürich, 1985
  64. SkulpTour Zürich – Kunst im öffentlichen Raum der Stadt Zürich (Welt-der-Form)
  65. rimini.ch: RIMINI, Zugriff am 18. Januar 2011
  66. barfussbar.ch: Barfussbar in der Frauenbadi – Die Bar im Sommer in Zürich, Zugriff am 18. Januar 2011
  67. stadt-zuerich.ch: Flussbad Oberer Letten – Stadt Zürich, Zugriff am 18. Januar 2011
  68. Siehe Kreativwirtschaft Zürich
  69. Siehe Sportamt der Stadt Zürich
  70. Siehe http://www.stadt-zuerich.ch/internet/ssd/sportamt/home/ueber_uns1/statistiken.html
Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 31. August 2006 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.