Landesnaturschutzgesetz

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Alle deutschen Bundesländer haben jeweils ein eigenes Landesnaturschutzgesetz, das gem. Art. 72 GG über die konkurrierende Gesetzgebung mit dem Bundesnaturschutzgesetz verknüpft ist. Seit der Umsetzung im Jahre 2010 ist daher das Bundesnaturschutzgesetz in Verbindung mit dem jeweiligen Landesnaturschutzgesetz die Rechtsgrundlage für behördliches Handeln und die Landesgesetze können nicht mehr als alleinige Rechtsquelle heran gezogen werden. Hieraus ergeben sich vereinzelte Unsicherheiten, bei denen sich landes- und Bundesrecht widersprechen (z. B. Schonfrist für Gehölzschnitt: ab 1. März lt. § 39 Abs. 5 Nr. 2 BNatSchG, ab 15. März lt. § 27a LNatSchG Schleswig-Holstein).

Die einzelnen Landesnaturschutzgesetze sind einander zwar recht ähnlich, weisen aber doch Unterschiede auf. Zum einen liegt dies an unterschiedlichen politischen Prioritätensetzungen, zum anderen auch daran, dass bestimmte Typen von Naturräumen nur in bestimmten Bundesländern existieren. Bayern hat kein Marschland, Schleswig-Holstein kein Hochgebirge. In Nordrhein-Westfalen ist der Umgang mit sogenannten Sukzessionsflächen (z. B. alte Braunkohletagebaue) ein viel wichtigeres Thema als in Sachsen, das mit der Entwaldung des Erzgebirges kämpft.

Naturschutzgesetze der Bundesländer[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

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