Langenpettenbach

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48.38222222222211.351111111111482Koordinaten: 48° 22′ 56″ N, 11° 21′ 4″ O

Langenpettenbach
Höhe: 482 m
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 85229

Langenpettenbach ist ein Ortsteil von Markt Indersdorf, ca. 42 km nordwestlich von München im oberbayerischen Landkreis Dachau.

Geschichte[Bearbeiten]

Die älteste Urkunde zu Langenpettenbach stammt von 772. Eine Alpune, die letzte eines Freibauerngeschlechts schenkte dem Dom zu Freising ihr gesamtes Hab und Gut. 1115 ging der Freisinger Besitz in Pettenbach auf Herzog Arnulf über. Ein Gottfried schenkte 1271 seine Güter dem Kloster Indersdorf. Das Wappen des Gottfried wurde seit 1925 als Gemeindesiegel geführt, ein weißer Wecken Brot im roten Feld. Nach 1500 gehörte Pettenbach nahezu ganz zum Kloster Indersdorf. Mit der Klosteraufhebung 1784 ging die Verwaltung der Klostergüter auf das Landgericht Dachau über. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Langenpettenbach im Gegensatz zu den umliegenden Orten nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Die Luftnachrichtenstellung[Bearbeiten]

1943 wurde zwischen Langenpettenbach und Wagenried eine Luftbeobachtungsstelle Nachtjagd-Leitstelle AAL Harreszell gebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg dienten die dazugehörigen Baracken Flüchtlingen aus dem Osten ebenso als Unterkunft wie 1956 nach dem Ungarnaufstand.

Gemeindegebietsreform[Bearbeiten]

Bis zur bayerischen Gemeindegebietsreform war Langenpettenbach eine eigenständige Gemeinde, mit den Weilern und Höfen: Ainried, Eichstock, Harreszell, Kattalaich, Lochhausen, Senkenschlag, Stangenried und Wengenhausen. Am 1. Januar 1972 wurde Langenpettenbach mit seinen Ortsteilen der Gemeinde Markt Indersdorf zugeteilt.[1]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Vom örtlichen Mädchen- und Burschenverein wird jährlich eine Coyote-Ugly-Party sowie eine Rockparty veranstaltet.

Quellen[Bearbeiten]

  • Ludwig Bollenmiller: Chronik von Langenpettenbach. Handschriftlich, Langenpettenbach 1924.
  • Jakob Fischhaber, Josef Kröner: Langenpettenbach früher und heute in Wort und Bild. Geiger Verlag Horb 1987. ISBN 3-89264-135-8.

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Dorner: Indersdorfer Chronik, Paring 2003, ISBN 3-936197-01-6.
  • Wilhelm Liebhart, Günther Pölsterl: Die Gemeinden des Landkreises Dachau. Dachau 1992. ISBN 3-89251-053-9.
  • Hans Steiner, Hrsg.: Damit es nicht vergessen wird! Franz Lesti, Altomünster 2004

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 443 und 444.

Weblinks[Bearbeiten]