Lapidarium (Berlin)

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Statue von Friedrich Wilhelm im Lapidarium

Das Berliner Lapidarium am Landwehrkanal in Berlin-Kreuzberg diente von 1978 bis 2009 als Einrichtung des Senats der Verwahrung und Ausstellung alter steinerner Denk- und Standmale, die so im geschlossenen Raum für die Zukunft bewahrt wurden. Sie stammten hauptsächlich von der Schlossbrücke, der Siegesallee und aus dem Tiergarten. Vielfach stehen an den originären Standorten in der Natur nur noch Repliken der Originale.

Das Lapidarium war im ehemaligen Pumpwerk Hallesches Ufer untergebracht, das seit 1977 als technisches Baudenkmal unter Denkmalschutz steht.[1]

Das Lapidarium ist inzwischen geschlossen und nicht mehr öffentlich zugänglich. Das Gebäude wurde von einer Kommunikationsagentur erworben und zur Nutzung als Gewerberaum umgebaut.[2] Die acht Figurengruppen der Schlossbrücke traten bereits 1981 den Rückweg zum historischen Standort in Ost-Berlin an, desgleichen das Schiller-Denkmal 1985. Die Denkmäler und Büsten der Siegesallee wurden im Mai 2009 vom Lapidarium in die Zitadelle Spandau umgesetzt. Dort werden sie restauriert und voraussichtlich ab Herbst 2015 als Teil der neuen Dauerausstellung „Enthüllt – Berlin und seine Denkmäler“ präsentiert.

Ein weiteres Lapidarium in Berlin befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof Schönhauser Allee. Es enthält restaurierte Grabsteine, die nach den Verwüstungen durch die Nationalsozialisten und im Zuge des Zweiten Weltkrieges nicht mehr ihrem ursprünglichen Standort zugeordnet werden konnten.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lapidarium (Berlin) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste
  2. Casper Mueller Kneer Architects: Radialsystem III

52.50166666666713.377777777778Koordinaten: 52° 30′ 6″ N, 13° 22′ 40″ O