Lapithen

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Kampf zwischen einem Kentaur und einem Lapithen; Metope am Parthenon

Die Lapithen (griechisch Λαπίθαι, lateinisch Lapithae) sind ein sagenhaftes Volk, das der griechischen Mythologie zufolge im antiken Griechenland gelebt haben soll. Sie stammten von Lapithes ab, einem Sohn des Apollon und der Stilbe. Ihre Wohnsitze sollen sich im nördlichen Thessalien befunden haben. Dies liegt im heutigen Mittelgriechenland und hat als Hauptstadt Larisa.

Mythologie[Bearbeiten]

Der Überlieferung nach waren die Lapithen von riesenhafter Gestalt und edler Gesinnung, weswegen Adelsfamilien Griechenlands noch heute gerne ihren Ursprung auf sie zurückführen.

Zur Hochzeit des tapferen Lapithenkönigs Peirithoos mit der schönen Hippodameia waren auch die wilden Zentauren (lat. Schreibung, griech. Kentauren) eingeladen, die Menschen mit den Pferdeleibern. Als während der Feier der betrunkene Zentaur Eurytion der Braut Gewalt antun wollte, schnitten ihm die Lapithen kurzerhand Nase und Ohren ab und schleiften den Blutenden zur Tür hinaus. Daraufhin kam es zu einer unerbittlichen Schlacht zwischen Gastgebern und Gästen, in der die Lapithen schließlich, auch dank der Hilfe des Helden Theseus, die Oberhand behielten.

Die legendäre Kentauromachie, der „Zentaurenkampf“ zwischen den Edelmenschen hier und den die wilde und unheimliche Natur verkörpernden Tiermenschen da, steht wohl auch für die Auseinandersetzung zwischen Intellekt und Triebhaftigkeit im einzelnen Menschen und war allzeit beliebtes Thema in Kunst und Literatur.[1]

Bildende Kunst[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lapithen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Susanne Muth: Gewalt im Bild: Das Phänomen der medialen Gewalt im Athen des 6. und 5. Jahrhunderts v. Chr. Walter de Gruyter, Berlin 2008, S. 413 f., 416 ff.