Lehrkraft für besondere Aufgaben

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Lehrkraft für besondere Aufgaben (LfbA) sind Mitarbeiter einer Hochschule, die innerhalb eines Instituts/einer Abteilung meist keinem Lehrstuhl unterstellt sind.

Zu den Aufgaben gehören u. a. Mitarbeit in der Lehre und bei Prüfungen. Weiter kann die Lehrkraft für besondere Aufgaben Studenten beraten sowie Praktika, Projekte und Exkursionen begleiten. Zugangsvoraussetzung ist ein im entsprechenden Fachbereich abgeschlossenes Hochschulstudium, oft auch eine abgeschlossene Promotion.

Die Lehrkraft für besondere Aufgaben ist Angestellte/r im öffentlicher Dienst, die Bezahlung erfolgt nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Die Stellen sind meist befristet. In Bayern erfolgt die Einstellung von „Lehrkräften für besondere Aufgaben“ auch in eine Stellung als Akademischer Rat (Art. 24 (2) BayHSchPG).

„Lehrkräfte für besondere Aufgaben“ werden seit Mitte der 2000er Jahre verstärkt an deutschen Hochschulen eingestellt, um den gestiegenen Lehrbedarf abzudecken, der durch die Einrichtung von BA-/MA-Studiengängen (Bachelor/Master) entstanden ist. An manchen Hochschulen werden, nach angelsächsischem Vorbild (Lecturer), stattdessen „Lektoren“ und „Lektorinnen“ eingestellt, die oft über Dauerstellen verfügen.

In Bundesländern mit Studiengebühren werden auch die aus diesen Mitteln bezahlten Stellen häufig mit „Lehrkräften für besondere Aufgaben“ besetzt. Das erhöhte Lehrdeputat soll ausdrücken, dass die aus Studiengebühren finanzierte Stelle dem Ausbau der Lehre dient. Diese Stellen sind oft sehr kurz befristet.

Innerhalb der wissenschaftlichen Communities und zwischen den Tarifparteien werden Auseinandersetzungen um das Provisorium „Lehrkraft für besondere Aufgaben“ geführt, weil es sich bei den LfbA um relativ niedrig entlohnte, oft befristete Stellen mit hohem Arbeitsaufwand handelt, die nur begrenzte akademische Aufstiegsmöglichkeiten bieten. Auch die Möglichkeit einer Promotion oder Habilitation ist aufgrund des hohen Arbeitsaufwands für die Lehre stark eingeschränkt.