Leopold II. von Schönfeld

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Leopold II. von Schönfeld (auch: Luitpold von Scheinfeld) († 17. Januar 1217) aus dem Adelsgeschlecht Schönfeld war Bischof von Worms und gewählter Erzbischof von Mainz.

Der 1196 zum Bischof von Worms ernannte Leopold wurde von einer Mehrheit des Mainzer Domkapitels 1200 zum Erzbischof von Mainz gewählt. Zwei Jahre zuvor hatte die verhängnisvolle Doppelwahl stattgefunden, nach der sich Philipp von Schwaben und Otto von Braunschweig als jeweils rechtmäßiger deutscher König ansahen. Dieser Kampf zwischen Welfen und Staufern spiegelte sich auch in der Erzbischofswahl in Mainz 1200 wider. Die welfische Minderheit des Mainzer Domkapitels wählte nämlich zur gleichen Zeit Siegfried II. von Eppstein zum neuen Erzbischof, so das ein Schisma bestand. Leopold wurde jedoch von Papst Innozenz III. niemals als Erzbischof von Mainz anerkannt. Dieser ließ 1201 Otto IV. zum rechtmäßigen König ausrufen und bestätigte Siegfrieds Wahl zum Erzbischof. Trotzdem konnte sich Leopold weiter mit Unterstützung Philipps als Gegen-Erzbischof halten, der sich um 1205 mit dem Papst versöhnte. Philipp betraute ihn als Kanzler außerdem mit Missionen in Italien.

Doch am 21. Juni 1208 wurde Philipp von Schwaben ermordet, was die staufische Opposition im Reich zusammenbrechen ließ. Leopold konnte sich als Erzbischof von Mainz nicht mehr halten und begnügte sich mit dem Bistum Worms.

Leopold starb am 17. Januar 1217. Da Leopold niemals päpstliche Anerkennung erhalten hat, firmiert er häufiger nur als Gegen-Erzbischof bzw. wird in der Auflistung der Mainzer Erzbischöfe nicht aufgeführt.

[Bearbeiten] Literatur


Vorgänger Amt Nachfolger
Konrad I. von Wittelsbach Erzbischof von Mainz
1200-1208
Siegfried II. von Eppstein


Vorgänger Amt Nachfolger
Heinrich I. von Maastricht Bischof von Worms
1196-1217
Heinrich II. von Saarbrücken
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