Otto IV. (HRR)

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Otto IV. und Papst Innozenz III. begegnen sich vor den ankommenden Schiffen Friedrichs II. Die Darstellung stammt aus der Werkstatt des Diebold Lauber und bezieht sich auf den Romzug Ottos IV. 1209.

Otto IV. von Braunschweig (* 1175 oder 1176 möglicherweise in Braunschweig[1]; † 19. Mai 1218 auf der Harzburg) aus dem Haus der Welfen war von 1198 bis 1218 (unangefochten jedoch nur von 1208 bis 1211) römisch-deutscher König und von 1209 bis 1218 Kaiser des römisch-deutschen Reiches.

Der unerwartete Tod Kaiser Heinrichs VI. 1197 ließ die staufische Herrschaft in Reichsitalien zusammenbrechen und schuf im nordalpinen Reichsteil ein Machtvakuum. Vorbehalte gegen ein Königtum des minderjährigen Friedrich II. führten in einem Reich ohne geschriebene Verfassung zu zwei Königswahlen. Im 1198 ausgebrochenen „deutschen“ Thronstreit rangen die beiden gewählten Könige Philipp von Schwaben und Otto um die Anerkennung ihrer Königsherrschaft. Beide Kontrahenten versuchten in den Folgejahren durch europäische und päpstliche Unterstützung, durch Geld und Geschenke, durch demonstrative öffentliche Auftritte und Rituale (Symbolische Kommunikation) oder durch kriegerische und diplomatische Unternehmungen den Konflikt für sich zu entscheiden. Otto geriet dabei im Reich nördlich der Alpen zunehmend in die Isolation. Durch die Ermordung Philipps 1208 endete der Thronstreit und Otto fand Anerkennung für sein Königtum. 1209 ließ er sich von Papst Innozenz III. zum Kaiser krönen. Otto versuchte kurz nach seiner Kaiserkrönung durch die Rückeroberung Siziliens eine Wiedervereinigung der beiden Reiche (unio regni ad Imperium) wie unter Heinrich VI. zu erreichen. Dadurch kam es zum Bruch mit dem Papsttum und zur Exkommunikation. Im nordalpinen Reichsteil verlor Otto dadurch zunehmend an Zustimmung. Die Schlacht bei Bouvines 1214 beendete seine Herrschaft und brachte die endgültige Anerkennung Friedrichs II. Neuere Forschungsbeiträge betonen Ottos durch anglonormannische Einflüsse geprägte Hofhaltung und begründen das Scheitern des einzigen welfischen Kaisers mit der geringen Vertrautheit konsensualer Herrschaftspraxis.

Inhaltsverzeichnis

Leben [Bearbeiten]

Herkunft und Jugend [Bearbeiten]

Die älteste erhaltene Darstellung eines mittelalterlichen Adelsgeschlechtes entstand wohl in den letzten Jahrzehnten des 12. Jahrhunderts in der welfischen Grablege Kloster Weingarten. Der Stammbaum beginnt mit Welf I. und endet oben links mit Welf VII. und Heinrich dem Löwen. Fulda, Hochschul- und Landesbibliothek, Handschrift D 11, fol. 13v (Kat.- Nr. II.A.20)
Das Grabmal der Eltern Ottos im Braunschweiger Dom: Heinrich der Löwe (links), Mathilde (rechts), zu deren Füßen die Grabplatte Ottos.

Otto entstammte dem adligen Geschlecht der Welfen. Schon seit den zwanziger Jahren des 12. Jahrhunderts wurde in mehreren Schriften die Geschichte dieser Familie schriftlich fixiert; als erste Adelsfamilie im Reich ließen die Welfen damit ihre Geschichte aufzeichnen.[2] Die Hausüberlieferung, die in der Genealogia Welforum, der sogenannten Sächsischen Welfenquelle und der Historia Welforum zum Ausdruck kam, hob die Verbindung mit den Karolingern hervor und betonte die Bedeutung des Leitnamens Welf, der über die Namensetymologie catulus (= Welpe) einen Bezug zum antiken Rom ermöglichte. Die Vorfahren der Welfen traten bereits im 8. Jahrhundert im Umfeld der Karolinger auf. Der Aufstieg der Familie vollzog sich durch vorteilhafte Heiraten.

Mit der Hochzeit 1168 zwischen Heinrich dem Löwen und der englischen Königstochter Mathilde gingen mit den Welfen und den Plantagenêt zwei der einflussreichsten Dynastien in Europa ein Bündnis ein. Aus dieser Ehe ging Otto als dritter Sohn hervor. Mit Heinrich und Wilhelm hatte er noch zwei Brüder. Ihr Vater Heinrich der Löwe war als Herzog von Sachsen über zwei Jahrzehnte eine wesentliche Stütze der Herrschaft seines Vetters Friedrich Barbarossa. Die Kooperation war durch Leistung und Gegenleistung geprägt. 1156 wurde Heinrich auch das Herzogtum Bayern übertragen. In Norddeutschland konnte Heinrich sich durch das Investiturrecht für die nordelbischen Bistümer eine königsgleiche Position aufbauen. Für diese Förderung erbrachte der Löwe hohe Gegenleistungen für Barbarossa im Kampf gegen die italienischen Kommunen und den Papst. Er übernahm wichtige politische Aufgaben als Gesandter und Vermittler. Die übermächtige Stellung Heinrichs missachtete aber das bisherige Gleichgewicht innerhalb der adligen Führungsschicht. Dadurch entstand zunehmend Konfliktpotential mit anderen Großen im Reich. 1180 wurde Ottos übermächtiger Vater auf Betreiben der Fürsten gestürzt und verlor seine Herzogtümer Bayern und Sachsen.[3] Ihm verblieb nur noch das von sächsischen Vorfahren ererbte adlige Eigengut um Braunschweig und Lüneburg. 1182 musste er mit seiner Familie ins Exil nach England gehen. Seine Jugend verbrachte Otto deshalb am Hof König Heinrichs II. in England und Frankreich und wurde dort mit den etablierten Gewohnheiten über herrscherliche Amts- und Lebensführung seiner Zeit vertraut gemacht.[4] Für das Jahr 1183/84 ist durch die Buchführung des angevinischen Königshauses ein eigener Haushalt mit Dienstleuten und Lehrern für den Jungen nachweisbar.[5] Nach dem Tod Heinrichs II. 1189 wurde dessen Sohn Richard Löwenherz König von England und nahm sich seines Neffen Otto an.[6] Die Beziehung zwischen Onkel und Neffe wurde in den kommenden Jahren noch enger. Als Richard 1192 vom Dritten Kreuzzug zurückkehrte, wurde er im Herrschaftsgebiet des österreichischen Herzogs Leopold V. gefangengenommen und an Kaiser Heinrich VI. ausgeliefert, der ihn bis 1194 fest hielt. Dies veranlasste Otto ins römisch-deutsche Reich zu reisen und sich als Geisel anzubieten. Erst in der zweiten Jahreshälfte 1194 konnte Otto nach England zurückkehren. 1196 wurde Otto von Richard zum Ritter geschlagen und im September 1196 mit der Grafschaft Poitou belehnt, die Otto zugleich die Herzogswürde von Aquitanien einbrachte. Richard versuchte vergeblich, Otto für die Nachfolge auf den schottischen Thron einzusetzen. Vielleicht sollte Otto gar Richards Nachfolge im englischen Königreich antreten.[7] Im Testament Heinrichs des Löwen von 1195 war für Otto hingegen nur der unbedeutende Erbteil mit Haldensleben und Umgebung vorgesehen. Sein Bruder Heinrich trat 1195/96 als Pfalzgraf bei Rhein in eine reichsfürstliche Stellung ein.

Thronstreit [Bearbeiten]

Am 28. September 1197 starb überraschend Kaiser Heinrich VI. in Messina. Sein einziger Sohn Friedrich war zu diesem Zeitpunkt ein zweijähriges Kind. Friedrich war bereits zum Mitkönig erhoben, befand sich allerdings 1197/98 in Italien. Philipp, Bruder Kaiser Heinrichs VI. und Herzog von Tuszien und Schwaben, versuchte vergeblich, Friedrich von Italien ins Reich nördlich der Alpen zu bringen. Durch Vorbehalte gegen einen König im Kindesalter wählten rivalisierende Fürstengruppen 1198 zwei Könige. An der Spitze derjenigen, die Otto wählen wollten, stand der Kölner Erzbischof Adolf von Köln. Er war finanziell von führenden Kölner Patriziern abhängig, die wiederum in regen Handelsbeziehungen mit England standen. Der englische König Richard Löwenherz wollte nun seinen Neffen Otto als Königsnachfolger installieren, um sich einen zuverlässigen Partner im Kampf gegen Philipp II. August von Frankreich zu verschaffen.[8]

Die Kandidatur Ottos beunruhigte aber die Großen, die vom Sturz seines Vaters Heinrich profitiert hatten. Der Askanier Bernhard und der Wittelsbacher Ludwig, in der Nachfolge seines 1183 verstorbenen Vaters Otto, hatten durch den Sturz des Löwen das Herzogtum Sachsen und das Herzogtum Bayern erhalten. Heinrichs Sohn Otto, so fürchteten sie, könnte ihnen diese territorialen Zugewinne wieder streitig machen. Von ihnen sowie von den Erzbischöfen Ludolf von Magdeburg und Adalbert von Salzburg wurde Philipp von Schwaben am 3. und 8. März 1198 in Ichtershausen und in Mühlhausen zum König gewählt. Der Ort für eine Königswahl war ungewöhnlich. Es fehlten außerdem alle drei rheinischen Erzbischöfe. In einem Reich ohne schriftlich fixierte Gesetze oder Erlasse wurde mit dieser ungewöhnlichen Königswahl zwar gegen kein Recht, aber doch gegen Gewohnheiten (consuetudines) verstoßen. Bei Diskussionsbedarf stellten die politischen Führungsgruppen die Gewohnheit in mündlich-persönlichen Beratungen auf Hoftagen, Synoden oder in Zusammenkünften her. Die dadurch erfolgte Konsensfindung gilt als das wichtigste Verfahren zur Etablierung von Ordnung im Mittelalter.[9] Philipp erhielt für sein Königtum die Unterstützung von Herzog Leopold VI. von Österreich und Steiermark, Herzog Otakar I. von Böhmen, Herzog Berthold von Zähringen und Landgraf Hermann I. von Thüringen.[10]

Am 9. Juni 1198 wurde Otto in Köln von einer Minderheit niederrheinischer und niederländischer Fürsten zum König gewählt. Am traditionellen Krönungsort Aachen, wo seit 936 die ostfränkisch-deutschen Herrscher gekrönt wurden, sollte die Krönung vollzogen werden. Nach drei Wochen konnte die von staufischen Rittern besetzte Stadt eingenommen werden. Am 10. Juli konnte Otto feierlich in die Stadt einziehen. Zwei Tage später krönte ihn Erzbischof Adolf in Aachen zum König. Es fehlten jedoch die Insignien (Reichskrone, Reichsschwert und Reichsapfel), die sich im Besitz Philipps befanden. Otto ließ deshalb von französischen und niederrheinischen Goldschmieden neue anfertigen. Reichsschwert und Reichsapfel sind bis heute erhalten. Mit der Krönung verzichteten Otto und seine Brüder gegenüber Köln auf das Herzogtum Westfalen. Aus Anlass der Krönungs- und Verlobungsfeier wurde eine Wappenrolle angefertigt. Sie zeigt 34 Wappenschilde und ist das älteste erhaltene Zeugnis der Heraldik.[11] In Aachen verlobte sich 1198 Otto mit der sieben- oder neunjährigen Maria von Brabant, bis zu diesem Zeitpunkt das einzige Kind Herzog Heinrichs I. von Niederlothringen-Brabant. Mit seinen Brüdern konnte Otto sich über die welfischen Güter und Rechte einigen. Wilhelm erhielt Lüneburg, Pfalzgraf Heinrich Hannover, Celle und Göttingen. Otto selbst übernahm Braunschweig mit dem größten Teil des Harzes. Seit 1199 übte er in Braunschweig Herrschaftsrechte aus.[12] Anfang Mai 1202 wurde in Paderborn die Erbteilung unter den Söhnen Heinrichs des Löwen förmlich besiegelt.

Philipp ließ seine Königswahl am 8. September 1198 in Mainz wiederholen, vom burgundischen Erzbischof Aimo von Tarentaise wurde er zum König gekrönt. Eine Königskrönung ohne die vier rheinischen Würdenträger – die Erzbischöfe von Köln, Mainz und Trier sowie den Pfalzgrafen bei Rhein – war ein einzigartiger Vorgang gewesen.[13] Trotz dieser Verstöße gegen die consuetudines (Gewohnheiten) konnte Philipp im Gegensatz zu Otto die Mehrheit der Fürsten hinter sich vereinen. Für die Fürsten waren Besitz, Abstammung und Herkunft für ihre Unterstützung Philipps maßgeblich.[14] Beide Könige bemühten sich in der Folgezeit, Unentschlossene oder Gegner auf ihre Seite zu bekommen. Dabei spielte die Begünstigung von Getreuen, Freunden und Verwandten durch Geschenke oder Übertragung von Ämtern und Besitz eine wichtige Rolle. Der wachsende Geldverkehr im Hochmittelalter beeinflusste die Fürsten in ihren Überlegungen für militärischen Beistand oder in der Frage ihrer Parteianhängerschaft.[15] Otto wurde materiell vom englischen König Richard Löwenherz unterstützt, während Philipp am 29. Juni sein Bündnis mit Philipp II. Augustus von Frankreich gegen den englischen König und dessen Neffen bekräftigte. Durch eine geschickte Heiratspolitik konnten Bindungen gefestigt oder Parteiwechsel belohnt werden. Außerdem mussten beide Herrscher in ihrer Interaktion mit den Großen Rücksicht auf den honor (Ehre), also die jeweils durch Vornehmheit, Ämter, persönliche Fähigkeiten und Verbindungen beanspruchte Rangordnung in einer hocharistokratischen Gesellschaft nehmen.[16]

Viele Chronisten sahen durch den Konflikt zwischen den beiden Königen die vom Herrscher repräsentierte gottgewollte Ordnung erheblich gestört.[17] In den Jahren des Thronstreits kam den Akten der Herrschaftsrepräsentation immense Bedeutung zu, denn in ihnen stellte sich nicht nur das Königtum zu Schau, sondern es manifestierten sich darin auch die eingetretenen Veränderungen im politischen Kräfteverhältnis.[18] 1199 feierte Philipp in demonstrativer Absicht das Weihnachtsfest in Magdeburg und damit in der Nähe von Ottos braunschweigischen Stammlanden. Es gilt als erster Höhepunkt des Kampfes um die Königswürde. Durch die reiche Kleidung und das herrschaftliche Auftreten der Teilnehmer am Fest sollte Philipps Befähigung für die Königsherrschaft demonstriert werden.[19] Der sächsische Herzog Bernhard fungierte dabei als Schwertträger und zeigte damit seine Unterstützung des Staufers im performativen Akt.[20] Der Schwertträgerdienst war nicht nur ehrende Auszeichnung, sondern nach Gerd Althoff auch Zeichen demonstrativer Unterordnung.[21] In solchen rituellen Handlungen wurden Verpflichtungen für die Zukunft versinnbildlicht, denn Bernhard hatte 1197 noch selbst beabsichtigt, um die Königswürde zu kämpfen.[22]

Beide Seiten erwarteten in absehbarer Zeit von Papst Innozenz III. die Kaiserkrönung und damit die Anerkennung ihrer Herrschaft. Die staufische Mehrheit im Reich beanspruchte selbstbewusst in ihrer Speyerer Fürstenerklärung vom 28. Mai 1199 die Kompetenz der Wahl des deutschen Königs für sich. Nicht erwähnt wurde die Bestätigung der Wahl oder das Recht des Papstes zur Kaiserkrönung. Die Wahl des Königs begründe nach Sicht der Anhänger des Staufers zugleich dessen Kaiserherrschaft. Nach dieser Sichtweise käme dem Papst für das Kaisertum nur die Rolle eines bloßen Koronators (Krönungsmacher) zu. Die welfische Seite hingegen bat um Bestätigung ihrer Wahl und um die päpstliche Zustimmung zur Kaiserkrönung.[23] Dem päpstlichen Urteil kam damit erhebliche Bedeutung zu. Papst Innozenz unterzog an der Jahreswende 1200/1201 alle drei Kandidaten für die künftige Kaiserkrönung einer sorgfältigen Prüfung. Der Staufer Friedrich II. schied wegen seiner Jugend aus. Der Staufer Philipp entstamme mit Blick auf seine salischen Vorfahren Heinrich IV. und Heinrich V. einem Geschlecht der Verfolger der Kirche (genus persecutorum) und wolle die Politik seines Vaters Friedrich Barbarossa gegen das Papsttum fortführen. Heinrich der Löwe und Lothar von Süpplingenburg als Vorfahren Ottos IV. seien hingegen immer treue Anhänger der Kirche gewesen. So entschied sich der Papst für Otto und holte von ihm verbindliche Zusagen für eine Politik ein, die mit den Zielen des Papsttums vereinbar war. Mit Heinrichs VI. Tod war die staufische Herrschaft in Italien zusammen gebrochen. Innozenz wollte die unter Heinrich VI. durch Heirat mit Konstanze von Sizilien geschaffene Personalunion von imperium Romanum (Römischem Reich) und regnum Siciliae (Sizilien) auflösen. Die Lehnsoberheit über Sizilien wollte der Papst behalten. In Mittelitalien sollte außerdem der Kirchenstaat erweitert werden.[24] Am 8. Juni 1201 schwor Otto in Neuss den Eid, dass er die päpstlichen Rechte in Mittel- und Unteritalien wahren werde. Dies bedeutete für Otto einen Verzicht auf eine eigenständige Italienpolitik und auf umfangreiche Gebiete in Reichsitalien.[25] In seinen Briefen an Innozenz nannte er sich fortan Otto, Dei gratia et sua Romanorum rex (Von Gottes und des Papstes Gnaden König der Römer).[26] Der päpstliche Legat Guido von Palestrina gab daraufhin am 3. Juli 1201 in Köln die Anerkennung Ottos bekannt; seine Widersacher verfielen dem Kirchenbann. Für den Papst machten die Exkommunikation, der Meineid, die Verfolgung der Kirche und die Minderung des fürstlichen Wahlrechts Philipp zum unwürdigeren Kandidaten.[27] Das päpstliche Votum für Otto fand im Reich jedoch kaum Widerhall.

Weitgehende Isolation Ottos und Ermordung Philipps von Schwaben [Bearbeiten]

Pfalzgraf Otto von Wittelsbach erschlägt Philipp von Schwaben. Miniatur aus der Sächsischen Weltchronik, Norddeutschland, Erstes Viertel 14. Jahrhundert, Berlin, Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Ms. germ. fol. 129, fol. 117v

Bis 1208 führten Otto und Philipp Feldzüge gegeneinander. Die Kriegsschauplätze waren seit 1198 zunächst der Moselraum und das Gebiet des mittleren und des Niederrheins, Niedersachsen und Thüringen.[28] Eine offene Feldschlacht mit unkalkulierbarem Ausgang wurde, wie im Mittelalter üblich, möglichst vermieden. Vielmehr versuchte man den Gegner durch Plünderung und Verwüstung zu schädigen oder durch einen Feldzug eine Burg oder Stadt einzunehmen. Otto geriet im Reich zunehmend in die Isolation. Sein Einfluss blieb bis 1208 auf Norddeutschland und die Region am Niederrhein begrenzt. Bayern, Österreich, Kärnten und die Steiermark waren traditionell staufernahe Regionen. Otto suchte bis zur Ermordung Philipps Bayern kein einziges Mal auf.[29] Ottos Bruder Heinrich wurde von König Philipp die Pfalzgrafenwürde im Frühjahr 1204 streitig gemacht, weshalb Heinrich für die weitere Treue zu Otto von diesem die Stadt Braunschweig und die Burg Lichtenberg forderte. Dies lehnte Otto ab. Heinrich wechselte daraufhin in Philipps Lager.[30] Otto missachtete damit die Ehrung und Belohnung von Helfern und Getreuen, die zu den wichtigsten Herrscherpflichten gehörte.[31] Ganz anders verhielt sich Philipp gegenüber seinen Getreuen. Er belohnte den Grafen Wilhelm von Jülich mit reichen Geschenken für dessen bekundeten Willen alle bedeutenden Anhänger Ottos für den Staufer zu gewinnen.[32] Auch der Vater seiner Verlobten Maria wechselte 1204 in das Lager der Staufer.[33] Im selben Jahr gelang es dem französischen König Philipp II. mit der Normandie das Herkunftsland der anglonormannischen Könige zu erobern. Dadurch war einer der wichtigsten Verbündeten Ottos erheblich geschwächt.[34] Auch der Kölner Erzbischof Adolf und zahlreiche welfische Anhänger am Niederrhein und aus Westfalen gingen in das Lager des Staufers über, sodass er mittlerweile eine große Zahl an Unterstützern im Reich hinter sich vereinen konnte. Durch seinen Parteiwechsel durfte der Kölner Erzbischof seinen Anspruch an der Teilhabe der Königswahl behalten. Am 6. Januar 1205 ließ sich Philipp am traditionellen Krönungsort in Köln vom richtigen Koronator („Königskröner“), dem Kölner Erzbischof, erneut krönen. Durch seinen Parteiwechsel wurde der Kölner Erzbischof vom Papst abgesetzt und durch Bruno von Sayn ersetzt.[35] Philipp von Schwaben versuchte Köln 1205 vergeblich zu erobern, dabei wurde Otto zweimal verwundet. Am 27. Juli 1206 besiegte Philipp bei Wassenberg ein vor allem aus Kölnern bestehendes Heer. Der Kölner Erzbischof wurde dabei gefangengenommen, Otto selbst konnte nur knapp entkommen. Im April 1207 gelang es Philipp Köln einzunehmen. Selbst Papst Innozenz wurde seit 1204 schwankend in seiner Parteinahme für Otto und näherte sich 1207/1208 Philipp an. Als Verbündete verblieben Otto weiterhin der Dänenkönig Waldemar II. und der englische König Johann. Dennoch gelang Philipp kein militärischer Erfolg im sächsischen Kerngebiet. Vergeblich belagerte er Braunschweig. Stattdessen nahm Gunzelin von Wolfenbüttel am 8. oder 9. Juni 1206 für Otto Goslar ein. Vermutlich aus Anlass der Eroberung Goslars wurde die Klosterkirche von Riddagshausen neu errichtet. 1207 bot Philipp Otto im Gegenzug für den Thronverzicht an, ihm seine älteste Tochter Beatrix als Ehefrau zu geben sowie ihn mit dem Herzogtum Schwaben zu belehnen. Trotz seiner verzweifelten Lage lehnte Otto dieses Angebot ab und erklärte, dass er sein Königtum nur durch seinen Tod verlieren wolle.[36] Mit einem Verzicht auf die Königswürde hätte ihm die entehrende Unterordnung unter den lange bekämpften Rivalen gedroht.[37]

Am 21. Juni 1208 wurde Philipp von Schwaben vom bayerischen Pfalzgrafen Otto von Wittelsbach in der Bamberger Bischofspfalz erschlagen. Otto scheint am Mord nicht beteiligt gewesen zu sein.[38] Selbst die staufertreue Historiographie stellt keine Verbindung zum Mordanschlag her.[39] Die Annalen des sächsischen Klosters Pegau machen immerhin Parteigänger Ottos IV. für den Mord verantwortlich.[40] Die Hintergründe der Tat sind bis heute ungeklärt. Nach Knut Görich könnte der Pfalzgraf aus verletzter Ehre die Tat begangen haben, denn Philipp hatte ein Heiratsprojekt zerschlagen. Das königliche Handeln habe der Wittelsbacher als ehrverletztende Handlung gedeutet, die seinen sozialen Rang minderte; um sein Ansehen und damit seine soziale Akzeptanz wiederzugewinnen, habe er handeln müssen.[41] Dagegen verstand Bernd Ulrich Hucker den Bamberger Königsmord nicht als „Privatrache“, sondern als weit gespanntes Verschwörungswerk. In einem regelrechten „Staatsstreich“ habe eine Fürstengruppe um den Pfalzgrafen von Wittelsbach, die Andechser Brüder und ihren Verwandten, den Landgrafen Hermann von Thüringen, versucht, den Herzog Heinrich von Brabant als neuen König durchzusetzen.[42] Als wichtigsten Beleg nannte Hucker eine süddeutsche Proskriptionsliste König Ottos IV. Mit dieser Ansicht konnte sich Hucker aber nicht durchsetzen.[43] Für die Anhänger des Welfen galt der Mordanschlag als göttlicher Eingriff zur Beendigung der Auseinandersetzungen.

Kurzfristige Festigung der Herrschaft [Bearbeiten]

Otto begann seine Gegner in Sachsen militärisch unter Druck zu setzen. Bisherige Gegner des Welfen wie der Halberstädter Bischof Konrad oder der Magdeburger Erzbischof Albrecht II. traten zu Otto über. Im Juli 1208 schlossen Otto und der Magdeburger Erzbischof einen Vertrag. Mit Haldensleben, Sommerschenburg und Lauenburg machte Otto große territoriale Zugeständnisse. Er verzichtete auch auf das königliche Münz- und Zollrecht in den Städten des Magdeburger Gebietes. Außerdem räumte er dem Magdeburger Erzbischof die Rolle seines ersten Ratgebers unter den Fürsten ein.[44] Für den Magdeburger Kathedralbau sicherte der Welfe dem Erzbischof 3000 Silbermark zu.[45] Otto gelang es durch die Gunsterweise an den Magdeburger Erzbischof andere staufische Anhänger für sich zu gewinnen. Neben dem Magdeburger Erzbischof hatte der Herzog Bernhard von Sachsen erheblichen Anteil an der Aussöhnung.[46] Am 22. September, dem Tag des heiligen Mauritius, wählten die Fürsten Sachsens und Thüringens Otto in Halberstadt einhellig zum König. Am 11. November 1208 wurde Otto in Frankfurt erneut zum König gewählt. Der staufertreue Chronist Burchard von Ursberg ließ erst mit dieser Wahl Ottos Königsherrschaft beginnen. Als wichtigste Aufgabe galt es die Ordnung wiederherzustellen.[47] Zu diesem Zweck wurde ein Landfrieden verkündet. Otto trat als Rächer König Philipps auf, um sich nicht dem Vorwurf der Vorteilsnahme auszusetzen und zugleich seine Unschuld zu dokumentieren. Über Philipps Mörder verhängte Otto die Reichsacht. Die Andechser Brüder Bischof Ekbert von Bamberg und Markgraf Heinrich IV. von Istrien verloren ihre Ämter, Lehen und Einkünfte. Als Symbol der Aussöhnung wurde Philipps zehnjährige Tochter Beatrix von Schwaben mit Otto verlobt. Die Eheschließung musste aufgrund des Alters der Braut verschoben werden. Die staufischen Güter fielen Otto zu. Ebenfalls traten Philipps Kanzlei und die Reichsministerialen auf seine Seite. Vom Speyrer Bischof erhielt Otto die auf dem Trifels verwahrten Herrschaftszeichen.[48]

Auch in Bayern, Österreich, Kärnten und der Steiermark fand Otto von 1208 bis 1212 allgemeine Anerkennung.[49] Besonders trat Ludwig I. von Bayern hervor. Bereits bei der Frankfurter Königswahl 1208 verlieh Otto als erster König überhaupt seinem „geliebten Getreuen“ Ludwig (fidelisdilectus noster) und seinen Nachkommen das Herzogtum Bayern mit allem Grund und Leuten dauerhaft.[50] Damit verzichtete Otto zugleich auf mögliche Ansprüche auf das Herzogtum Bayern, das seinem Vater Heinrich 1180 durch Fürstenspruch aberkannt worden war.[51] Ludwig profitierte am meisten von der Ächtung und vom Lehnsentzug der Andechs-Meraner. Ihm verlieh Otto mehrere Grafschaften (Istrien, Krain, Schärding, Neuburg/Inn, im Unterinntal), Innsbruck, zahlreiche Burgen (Oberwittelsbach, Andechs), Landgüter und Ministeriale.[52] Kein anderer weltlicher Großer hielt sich so häufig bei Otto IV. auf wie Herzog Ludwig I. von Bayern. Es sind von November 1208 bis Mai 1212 mehr als zwanzig Aufenthalte überliefert.[53]

Mittelalterliche Königsherrschaft wurde im Reich ohne feste Residenz durch ambulante Herrschaftspraxis ausgeübt.[54] Otto musste also in bestimmten zeitlichen Abständen durch das Reich ziehen und dadurch seiner Herrschaft Geltung und Autorität verschaffen. 1209 besuchte Otto Augsburg und Ulm in Schwaben, Bayern und den südöstlichen Teil jedoch nicht.[55] Hoftage oder andere wichtige Versammlungen wurden nicht abgehalten. Der südöstliche Teil des Reiches hatte im Itinerar für Otto allenfalls den Charakter eines königlichen Durchzugsgebietes.[56] Akzeptanz fand Otto dort weniger durch persönliche Anwesenheit als vielmehr durch das Urteil dortiger Chronisten, in Hofbesuchen geistlicher und weltlicher Großer sowie in erbetenen und erteilten Privilegien.[57] Neben Ludwig von Bayern ragen aus dem südöstlichen Reich durch Häufigkeit und Dauer ihrer Aufenthalte am Hof Ottos der Graf Meinhard II. von Görz und Bischof Manegold von Passau hervor.[58] Und nach Ottos Regierungsjahren datierten von 1208 bis 1212 zahlreiche Kloster- und Stiftskirchen im südöstlichen Reichsteil ihre Urkunden, was dessen dortige Anerkennung in diesem Zeitraum deutlich macht.[59]

Hof [Bearbeiten]

Seit dem 12. Jahrhundert entwickelte sich der Hof zu einer zentralen Institution königlicher und fürstlicher Macht. Der Begriff „Hof“ kann als „Präsenz beim Herrscher“ aufgefasst werden.[60] Der Hof Ottos übte große Anziehungskraft auf gebildete Autoren und volkssprachliche Sänger aus und wurde so zur Schnittstelle zwischen der noch nicht von der Schriftlichkeit erfassten adligen Laienkultur und der Kultur gebildeter Kleriker.[61] Zu Ottos Hof gehörten die Literaten Eilhart von Oberge, Henry von Avranches und Gervasius von Tilbury. Otto verlieh Gervasius die Marschallswürde des arelatischen Reiches. Gervasius widmete Otto um 1214/15 den Liber de mirabilibus (Wunder der Welt), auch bekannt als „Otia imperialia“ (Kaiserliche Mußestunden). Walther von der Vogelweide verfasste im Auftrag Ottos politische Sprüche, den sogenannten Ottenton, und war für ihn, zuletzt wohl im Januar 1213, als Gesandter tätig. 1214/15 wechselte er in das Lager Friedrichs II.[62] Durch Münzprägung, Reliquienstiftungen und das Schneiden von Siegelstempeln blühte das Kunsthandwerk ab 1208/09 auf.

Braunschweig [Bearbeiten]

Ottos Vater baute Braunschweig durch wirtschaftliche, politische und kulturelle Förderung zum Herrschaftsmittelpunkt seiner sächsischen Herrschaft und zu einem Zentrum fürstlicher Repräsentationskultur im Reich aus. Als Otto 1198 zum König gewählt wurde, war Braunschweig bereits ein bedeutender Herrschaftssitz, und dort hielt er sich fortan und bis zu seinem Tod 1218 so häufig wie an keinem anderen Ort auf.[63] Die Braunschweiger hatten während aller Konflikte mit Philipp von Schwaben und den Ansprüchen des Pfalzgrafen Heinrich loyal an der Seite Ottos gestanden, weshalb er ihnen für ihre Unterstützung weitgehende Zugeständnisse machte. Nur wenige Monate nach seiner Königswahl stellte Otto den Bürgern von Braunschweig das Zollprivileg aus, das heißt, er gewährte ihnen die Steuer- und Zollbefreiung im ganzen Reich. Es handelt sich um die ältesten von der Stadt empfangenen Urkunden.[64] Auch die Kölner Bürger wurden für ihre Treue 1207 mit einem ähnlichen Handelsprivileg bedacht. Für ihre erwiesene Treue gegenüber Otto erhielten am 22. Oktober 1204 die Braunschweiger Bürger außerdem die Marktkirche St. Martini. 22 Bürger werden in der Zeugenliste der Urkunde erstmals namentlich aufgeführt.[65] Nachdem Philipp Braunschweig 1200 vergeblich einzunehmen versucht hatte, wurde die Stadt mit einer geschlossenen Stadtmauer umgeben. Mit den von Bernd Ulrich Hucker im Mauerring ermittelten zwölf Toren knüpfte Otto an die Vorstellungen des himmlischen Jerusalem an.[66] Auch das fünfte Weichbild Braunschweigs, der sogenannte Sack, ist von Otto gegründet worden.[67] Außerdem wird die Gründung der Braunschweiger Neustadt Otto zugerechnet.[68]

Braunschweig wurde für Otto mehrmals zum Rückzugsort. So etwa 1206 als er Köln verlassen musste oder 1213 und 1217 gegen Friedrich II.[69] Zu Pfingsten 1209 wurde mit großen Prachtaufwand der Hoftag in Braunschweig ausgerichtet, was für die Konsolidierung seiner Macht spricht. Zu den Gästen gehörten der Erzbischof von Magdeburg, die Bischöfe von Halberstadt, Hildesheim, Merseburg und Havelberg sowie der Landgraf von Thüringen und der Markgraf von Meißen.[70] Ottos Förderung war entscheidend für die positive Entwicklung der Stadt im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit.[71]

Kaiserkrönung, Zug nach Sizilien und Bruch mit dem Papsttum [Bearbeiten]

In Speyer erneuerte Otto am 22. März 1209 die Neußer Eide und anerkannte damit die päpstlichen Gebietsansprüche in Mittel- und Unteritalien. Außerdem verzichtete er auf eine königliche Einflussnahme bei Bischofswahlen.[72] Der Kaiserkrönung durch den Papst stand demnach nichts mehr im Wege. Im Juni 1209 brach Otto von Augsburg mit großer Heeresstärke nach Italien auf. Von der Reichsministerialität soll Otto mit 6000 Panzerreitern unterstützt worden sein.[73] Am 4. Oktober 1209 krönte Papst Innozenz III. Otto zum Kaiser. Otto versprach am selben Tag einen Kreuzzug durchzuführen. Zu diesem Zweck ließ Otto die topografischen Gegebenheiten des Heiligen Landes und seiner Befestigungsanlagen auskundschaften.[74] Mit der Kaiserkrönung Ottos enden zugleich die Werke Arnolds von Lübeck und Ottos von St. Blasien. Im Oktober kam es zum Zerwürfnis mit dem Erzbischof von Magdeburg. Die Gründe sind möglicherweise in Ottos Verweigerung der weitgehenden Zusagen an den Magdeburger Erzbischof[75] oder in Meinungsverschiedenheiten über Ottos Münzpolitik zu sehen.[76]

Entgegen den päpstlichen Erwartungen verblieb Otto in Italien und brachte seinen Herrschaftsanspruch in den Gebieten zum Ausdruck, die er dem Papst als Restitution versprochen hatte. So erhob der Welfe Dietpold von Schweinspoint zum Herzog von Spoleto. Apulische Barone baten Otto um Hilfe gegen Friedrich II. Durch die Beanspruchung der Kaiserrechte an Sizilien (ius imperii ad regum) geriet Otto in Gegensatz zum Papst. Die Beweggründe Ottos für den eingeschlagenen Konfrontationskurs gegenüber seinem langjährigen Förderer Papst Innozenz sind ungewiss. Vielleicht wollte er die Traditionen des staufischen Kaisertums in Unteritalien fortsetzen und mit Friedrich seinen letzten Konkurrenten ausschalten.[77] Nach anderer Forschungsmeinung wollte Otto mit der Eroberung Siziliens den Kreuzzug absichern.[78] Die Entscheidung für einen Angriff auf Sizilien fällte Otto einsam und damit ohne den Konsens seiner Getreuen einzuholen. Damit verletzte Otto aber gängige Verhaltensregeln im nordalpinen Reich in der Interaktion zwischen Herrscher und seinen Großen.[79] Innozenz war über Ottos Kurswechsel tief erschüttert. Seine Bestürzung beklagte er in einem Brief an den Bischof Konrad von Regenburg: „Das Schwert, das wir uns selbst geschmiedet haben, schlägt uns tiefe Wunden“.[80] Am 18. November 1210 wurde der Welfe von Innozenz exkommuniziert und somit aus der Kirchengemeinschaft ausgeschlossen. Trotzdem rückte Otto in Italien weiter vor und überwinterte 1210/11 in Capua. Sein Weg führte ihn über Neapel, Salerno, Bari und Tarent nach Kalabrien.[81] Im September 1211 erreichte Otto die Meerenge von Messina.[82] Im Verlauf seines Italienzuges dürfte Otto auch die Vorteile von Belagerungsmaschinen erkannt haben und nahm möglicherweise den Tribok als Belagerungsgerät in sein Arsenal auf.[83] Otto war kurz davor nach Sizilien überzusetzen, als er die Nachricht von der Wahl Friedrichs im römisch-deutschen Reich erhielt. Er kehrte daraufhin im November 1211 überstürzt über Mailand in den nördlichen Reichsteil zurück, um seine Herrschaft im Reich zu konsolidieren. Denn durch eine Exkommunikation verlor ein Herrscher nicht zwangsläufig seine Autorität, vielmehr hing seine Integrationsfähigkeit davon ab, ob er den notwendigen Konsens der Großen herstellen konnte.[84]

Kampf gegen Friedrich II. [Bearbeiten]

Spätestens seit November 1210 war die Exkommunikation des Kaisers öffentlich bekannt und förderte den Widerstand gegen Otto.[85] Im Zuge der Exkommunikation hatte der Papst ausdrücklich den Fürsten erlaubt einen anderen Kaiser zu wählen. Im Reich fielen zuerst der Mainzer Erzbischof und der Landgraf von Thüringen vom Kaiser ab. Es folgten wenig später der böhmische König und die Herzöge von Bayern und Österreich.[86] Im September 1211 wurde Friedrich in Nürnberg von den Erzbischöfen von Magdeburg und Mainz, den Landgrafen von Thüringen und König Otakar „zum anderen Kaiser“ (alium imperatorem) gewählt.[87] Friedrich II. nahm die Wahl an und begab sich 1212 auf die Reise ins Reich nördlich der Alpen. Am 5. Dezember 1212 wurde Friedrich in Frankfurt von zahlreichen Fürsten nicht nur zum König, sondern gleich auch zum Kaiser gewählt. In Mainz folgte am 9. Dezember die Königskrönung. Im Frühjahr 1212 war Otto wieder im nördlichen Reichsteil angekommen und hielt im März 1212 einen Hoftag in Frankfurt ab. Am 22. Juli 1212 schloss Otto demonstrativ die Ehe mit Beatrix in Nordhausen. Beatrix starb jedoch bereits drei Wochen nach der Eheschließung, was Gerüchte hervorrief, dass der 30 Jahre alte Kaiser seine 13- oder 14-jährige Braut zu früh oder zu brutal entjungfert habe.[88]

Im Sommer 1212 unternahm Otto einen Feldzug gegen den Landgrafen Hermann von Thüringen. Bei der Belagerung der thüringischen Burg von Weißensee, der Festung des Landgrafen, kam erstmals die Gegengewichts-Blide zum Einsatz. Sie fand große Aufmerksamkeit in den Quellen. Dies zeigt, dass Otto als Feldherr technischen Innovationen gegenüber aufgeschlossen war.[89]

Die Übereinkunft mit Frankreich brachte Friedrich 20.000 Silbermark ein. Friedrich verteilte dieses Geld unverzüglich unter den Großen des Reichs, um sie für ihre Anstrengungen im Reichsdienst zu belohnen und sich ihrer zukünftigen Unterstützung zu versichern.[90] Am 5. Dezember 1212 wurde Friedrich II. in Frankfurt am Main zum König gewählt. Im Mainzer Dom folgte am 9. Dezember 1212 die Krönung durch den Erzbischof Siegfried. Großzügig belohnte Friedrich seine Getreuen mit Privilegien. Walther von der Vogelweide besang die Freigebigkeit Friedrichs und den Geiz des Welfen Otto. Zur Jahreswende 1212/1213 war der Kampf um die Herrschaft zwischen Otto und Friedrich noch nicht entschieden. Otto verbrachte den Winter am Niederrhein. Friedrich ließ zu Weihnachten 1213 den Leichnam seines Onkels Philipp von Bamberg nach Speyer überführen. Damit stellte sich Friedrich in die Kontinuität der salisch-staufischen Herrschaft und untermauerte seinen Anspruch auf die Krone im Kampf gegen Otto IV. Das Vertrauen des staufischen Anhangs sollte bekräftigt und auf die Zweifler der gegnerischen Seite eingewirkt werden.[91] 1213 blieb Ottos Aktionsradius weitgehend auf Sachsen begrenzt. Am 19. Mai 1214 heiratete Otto in Aachen seine frühere Verlobte Maria von Brabant.

Schlacht von Bouvines [Bearbeiten]

Am 27. Juli 1214 ereignete sich östlich von Lille die Schlacht von Bouvines. Zwischen den Kapetingern und den Staufern bestand eine lange Freundschaft. 1187 hatte Philipp II. mit Friedrich Barbarossa ein Bündnis geschlossen. Im November 1212 schloss Philipp mit Friedrich II. ein neuerliches Bündnis.[92] Otto fiel daraufhin in die französischen Kronländer ein, um seinem Onkel und Unterstützer, dem englischen König Johann, im anhaltenden Konflikt mit dem französischen König zur Hand zu gehen. Otto erlitt eine vernichtende Niederlage. Er fiel vom Pferd und ergriff die Flucht. Der Rückzug der kaiserlichen Truppen ermöglichte dem französischen Heer einen vollständigen Sieg. Der französische König übersandte den erbeuteten Reichsadler, das Feldzeichen des Kaisers, an Friedrich. Die Schlacht hatte für den gesamteuropäischen Kontext erhebliche Konsequenzen. Für den französischen König hatte sich das Krongut mehr als verdoppelt; die französischen Lehnsfürstentümer verloren gegenüber der erstarkenden Zentrale an Bedeutung. Infolge der Niederlage musste der englische König Johann 1215 mit der „Magna Charta“ den adligen Großen seines Landes herrschaftsbeschränkende Freiheiten einräumen.[93] Die englischen Könige regierten fortan dauerhaft von England aus und nicht mehr hauptsächlich aus Frankreich. England begann sich als Inselreich zu entwickeln.

Otto war nach der Schlacht isoliert. Johann stellte seine finanzielle Unterstützung im Mai 1215 ein.[94] Die niederrheinischen Großen wechselten in Friedrichs Lager. Am 25. Juli 1215 wurde Friedrich vom Mainzer Erzbischof in der Aachener Marienkirche gekrönt. Zum Vierten Laterankonzil im November 1215 schickte Otto Gesandte; es gelang ihnen jedoch nicht den Kirchenbann aufzuheben. Vielmehr wurde Friedrich dort vom Papst als künftiger Kaiser anerkannt. Durch den Tod seines Neffen Heinrichs des Jüngeren scheiterte auch Ottos geplante Nachfolgeregelung. Friedrich unterließ eine Entscheidungsschlacht und demonstrierte 1217 seine Überlegenheit mit einem kurzen Verwüstungszug durch Ostsachsen.[95] Otto war komplett auf seinen sächsischen Besitz um Braunschweig beschränkt.

Letzte Jahre [Bearbeiten]

Moderne Grabplatte Ottos IV. im Braunschweiger Dom.
Möglicherweise handelt es sich um die Darstellung Ottos aus einem unvollendet gebliebenen Grabmal.

Otto verbrachte die letzten Lebensjahre zwischen Harz und Heide. Mehrfach sind Aufenthalte in Braunschweig belegt.[96] Für seinen bevorstehenden Tod begab sich Otto auf die Harzburg. Am 15. Mai gab Otto ein Schuldbekenntnis für seine Verfehlungen gegenüber der römischen Kirche ab. Er erreichte dadurch die Zusage der Sündenvergebung. Kurz vor seinem Tod ließ Otto auf der Harzburg eine Urkunde ausstellen. Das Diplom gilt als „das erste urkundlich erhaltene politische Testament eines mittelalterlichen Kaisers“.[97] Die letzten Lebenstage Ottos sind in dem vom Zisterzienserabt Friedrich von Walkenried verfassten Augenzeugenbericht Narratio de morte Ottonis IV. imperatoris beschrieben. Sein Bruder Heinrich wurde zum Haupterben und Testamentsvollstrecker ernannt. Ihm übergab Otto die Reichsinsignien mit dem Auftrag, dieselben nach einer Wartezeit dem einstimmig gewählten König zu übergeben.[98] Bei der Bestattung Ottos waren nur wenige Anhänger aus der unmittelbaren Umgebung Braunschweigs anwesend.[99] Möglicherweise hat sich Otto erst kurz vor seinem Tod für eine Beisetzung in Braunschweig entschieden.[100] Otto verstarb kinderlos. Seine Witwe Maria von Brabant stiftete für Ottos Andenken bei Binderen in Brabant das Zisterzienserinnenkloster „Locus imperatricis“. Nach Ottos Tod ging die Herrschaft über Braunschweig an Heinrich über. Heute weist nur ein kleiner Gedenkstein vor der Grabtumba Heinrichs des Löwen und seiner Gemahlin Mathilde auf Otto IV. hin.

Wirkung [Bearbeiten]

Mittelalterliche Urteile [Bearbeiten]

Ottos Herrschaft war im gesamten Mittelalter kein zentraler Gegenstand eines Werkes. Sein Leben wurde vielmehr in den größeren Kontext eingearbeitet.[101] Die Geschichtsschreibung des 13. Jahrhunderts konzentrierte sich zunehmend auf regionale Bezüge.[102] Detailliert wird Otto in den Werken geschildert, die von den Geschehnissen besonders betroffen waren. Zu diesen Regionen zählten Sachsen, Köln und Thüringen. Die übrigen Geschichtswerke berichten über Otto in ihrem jeweiligen regionalen Kontext oder betten Ottos Herrschaft in die Universalgeschichte ein.[103] Ausführliche Erwähnung finden Ottos Doppelwahl von 1198, die Ermordung seines Kontrahenten Philipp und die damit erfolgte Anerkennung seines Königtums 1208. Mit der Wahl Friedrichs II. 1212 sahen viele Historiographen Ottos Herrschaft als beendet an.[104] Mit seiner Niederlage in der Schlacht von Bouvines verschwindet Otto aus den Geschichtswerken; zwischen 1214 bis 1218 wird er in der Geschichtsschreibung kaum noch erwähnt. Lediglich sein Tod 1218 wird von vielen Geschichtsschreibern festgehalten.[105]

Die ausführlichste Darstellung über Otto stammt aus der im Jahr 1210 verfassten „Chronica Slavorum“ (Slawenchronik) Arnolds von Lübeck. Nach Bernd Ulrich Hucker war Otto der Auftraggeber der Chronik gewesen.[106] Es ist jedoch weder ein Widmungsexemplar an Otto belegt noch sind Handschriften aus ehemals welfischem Besitzzusammenhang bekannt.[107] Eine Auftraggeberschaft ist angesichts der unsicheren Überlieferungslage nicht nachweisbar.[108] Die kurz vor Abfassung der Chronik erfolgte Kaiserkrönung Ottos wurde als „Höhe- und Zielpunkt der Geschichtsentwicklung“ einer „Historia Regum“ (Geschichte der Könige) gedeutet.[109] Nach Hucker war es Arnolds Absicht „die imperiale Aufgabenstellung des unter Otto IV. neu erstarkten Königtums“ hervorzuheben.[110] Mit seinem Werk habe der Chronist „den Boden für einen künftigen, dritten [sic] Kreuzzug unter der Führung des neuen Kaisers bereiten wollen“.[111] Gemäß Arnold verhinderte der Thronstreit eine wichtige Aufgabe des Königs, nämlich den geplanten Kreuzzug.[112]

Die welfentreue Geschichtsschreibung, insbesondere Arnolds von Lübeck, präsentierte Ottos Herrschaft durch Einmütigkeit der Wahl, die Ermordung von Ottos Kontrahenten Philipp und die Anerkennung des Papstes als gottgewollt.[113] Arnolds Werk endet mit der Kaiserkrönung Ottos und somit vor Ottos Niedergang. Im Mittelalter wurde Arnolds Chronik wenig benutzt und erst von Albert Krantz intensiv herangezogen.[114]

Die Gegner Ottos warfen ihm Defizite bei zentralen Herrschaftstugenden vor. Der staufertreue Burchard, Propst des schwäbischen Reichsstifts Ursberg, charakterisierte Otto zur Doppelwahl 1198 in seiner 1229/30 verfassten Weltchronik als „hochmütig und dumm“ (superbus et stultus). In seiner Sicht war Otto für das Königsamt ungeeignet, weil ihm wesentliche Herrschertugenden fehlten. Statt sapientia oder prudentia (Weisheit) und humilitias (Demut) verfüge Otto mit Unvernunft und Hochmut über das genaue Gegenteil. Superbia sei vielmehr eine Todsünde, die beim Jüngsten Gericht zur Verdammnis führe.[115] Ottos superbia durchzieht Burchards gesamten Text.[116] Nach den „Marbacher Annalen“ haben viele Otto beim Kampf gegen Friedrich „wegen seines Geizes“ verlassen. Demnach habe Otto nicht über die wichtige Herrschertugend der Freigebigkeit (largitas) verfügt.[117]

In Braunschweig pflegte man während des gesamten Mittelalters die Erinnerung an Otto. Davon zeugen die ausführlichen Passagen im historiographischen Werk Hermen Botes und die um die Mitte des 15. Jahrhunderts geschaffen Sandsteinskulpturen an den Laubengängen des Alstadtrathauses.[118]

In Frankreich galt Otto, der Gegenspieler des französischen Königs, als „zweiter Nero“. In Italien wiederum wurde Otto vor allem seit dem 14. Jahrhundert im Gegensatz zu den Staufern als „guter“ Kaiser angesehen.[119]

Beurteilung in der Frühen Neuzeit [Bearbeiten]

Die Historiographen vom 16. bis zum 18. Jahrhundert interessierten sich besonders für die Wahl und das Kaisertum und die mit der Doppelwahl verbundenen Konflikte.[120] 1624 verfasste der Helmstedter Professor Heinrich Meibom der Ältere mit der „Apologia pro divo Imperatore Caesare Ottone IV. contra falsas incrimationes et convitia“ eine Verteidigungsschrift gegen die aus seiner Sicht verleumderischen Darstellungen aus dem Mittelalter.[121] Sein Helmstedter Kollege, der Universitätshistoriker Reiner Reineccius, machte die Chronik Arnolds von Lübeck durch eine Erstedition der Wissenschaft zugänglich.

Die dynastisch orientierte Geschichtsschreibung widmete Wilhelm mehr Aufmerksamkeit als Otto. Wilhelm habe durch seine Nachkommenschaft den Fortbestand der Dynastie gesichert.[122] Otto hingegen vermehrte weder den Besitz noch sorgte er für Nachkommen. Für die Memoria (Erinnerungspflege) des Welfenhauses war die Geistlichkeit des Stiftes St. Blasii in Braunschweig zuständig. Auf einer hölzernen Tafel des 14. Jahrhunderts in der Stiftskirche wird eine zwiespältige Bewertung über Ottos familiäre Verdienste abgegeben: Gott möge Heinrich und Mathilde mit „Engelspeisen“ nähren. Der von ihnen abstammende Otto hingegen sollte den „Würmern zur Speise“ gegeben werden.[123] Der Nekrolog III., der an der Wende vom 14. zum 15. Jahrhundert aufgezeichnet wurde, überliefert lediglich den Todestag. Hingegen ist der Gedenkeintrag über Pfalzgraf Heinrich sehr viel ausführlicher.[124] Nach Gottfried Wilhelm Leibniz schadete Ottos Kaisertum der Familie mehr, als es Nutzen brachte.[125] Negativ fiel das Urteil über Otto auch in Goslar aus. Die Goslarer Lokaltradition zeichnete besonders im 16. Jahrhundert durch die Plünderung der Stadt ein düsteres Bild von Otto.[126]

Forschungsgeschichte [Bearbeiten]

Die Geschichtswissenschaft des 19. Jahrhunderts war an einer starken Zentralgewalt interessiert und suchte nach den Ursachen für die späte Entstehung des deutschen Nationalstaats. Nach den „Kraftquellen der deutschen Nation“ wurde im Mittelalter gesucht. Die Könige und Kaiser wurden dabei als frühe Repräsentanten einer auch für die Gegenwart ersehnten starken monarchischen Gewalt angesehen. Den damaligen Historikern war für ihr Urteil zentral, ob die mittelalterlichen Herrscher ihre Macht gesteigert, Machtverfall zumindest erfolgreich verhindert oder aber für Machtverlust verantwortlich waren. Dieses Geschichtsbild entstand nach der Auflösung des Alten Reiches und den Befreiungskriegen gegen Napoleon. Nach diesem Geschichtsbild galt das deutsche König- und Kaisertum unter Ottonen, Saliern und Staufern als überaus mächtig und hatte die Vorrangstellung in Europa innegehabt. Im Verlauf des Mittelalters hätten die Kaiser durch das Papsttum und den Eigennutz der Fürsten diese Machtstellung verloren.[127] Für diesen Machtverlust wurden zwei „Wenden“ im Mittelalter verantwortlich gemacht. Bei der ersten Wende hatte Heinrich IV. durch seinen Gang nach Canossa 1077[128] die Möglichkeiten königlicher Einflussnahme auf die Kirche verloren. Als zweite Wende wurde die Doppelwahl von 1198[129] ausgemacht. Der Adel habe sein Königswahlrecht genutzt, um die eigene Herrschaft durch Privilegien der Könige auszubauen. Die Fürsten galten durch ihre eigensüchtigen Partikularinteressen und das Papsttum durch seinen Überordnungsanspruch als „Totengräber“ der Kaisermacht. Die Staufer standen für den Machterhalt der deutschen Kaiser, die Welfen dagegen wurden als die Protagonisten des fürstlichen Partikularismus angesehen.[130] Ottos Kaisertum galt vielmehr in der dynastischen Kontinuität von Ottonen, Saliern und Staufern als unliebsame Unterbrechung.

Zum Standardwerk wurden Eduard Winkelmanns Jahrbücher Philipps von Schwaben und Ottos IV. (1878). Er kam zu einem ausgesprochen negativen Urteil. Durch Ottos Zugeständnisse an Papst und Fürsten habe er die Krone mehr als seine Vorgänger und Nachfolger geschwächt. Winkelmann sah mit seiner Herrschaft keine besondere Leistung verknüpft, „an welcher die Nation Freude haben könnte“. Winkelmann hätte lieber „ein[en] ehrliche[n] Reitertod im letzten Ringen um die zäh vertheidigte Krone“ gesehen[131] als das Fliehen Ottos vom Schlachtfeld in Bouvines; das habe die Niederlage der Deutschen erst eingeleitet.[132] Dagegen galt in Winkelmanns Vorrede Ottos Gegenspieler Philipp durch „seine treue Vertheidigung der Reichsrechte gegen das aufsässige Fürstenthum und gegen den Papst, gegen Dänemark und gegen Frankreich […] als wahrer deutscher König“.[133] Die Sichtweise von einem Machtverlust des deutschen Königtums durch die Doppelwahl von 1198 ist lange vorherrschend geblieben. Im Werk „Die Reichsministerialität“ von Karl Bosl aus dem Jahr 1950 bedeuteten Philipps und Ottos Regierung „einen gewaltigen, wenn vielleicht sogar den entscheidenden Rückschlag, den das deutsche Königtum bei seinem letzten Versuch, einen Staat aufzubauen, erlitt.“[134] Seit den 1980er Jahren kam die Mediävistik zu neuen Einsichten über das hochmittelalterliche Königtum.[135] Königsherrschaft wurde nicht mehr als dualistischer Gegensatz zwischen König und Fürsten verstanden, sondern die Teilhabe der Fürsten an der Königsherrschaft gehört „zum selbstverständlich praktizierten konsensualen Entscheidungsgefüge“.[136]

Otto IV. blieb in der Mediävistik lange Zeit eine vernachlässigte Herrscherpersönlichkeit. Erst 1990 legte Bernd Ulrich Hucker eine umfassende Studie zum welfischen Kaiser vor. Hucker betonte das Mäzenatentum Ottos und die günstigen Rahmenbedingungen, die sein Hof für Kunst und Literatur boten.[137] Neuere Beiträge kommen zu einer ausgewogeneren Einschätzung der Herrschaftsleistung und seines Scheiterns. Nach Bernd Schneidmüller (2000) gelang es Otto in seiner Herrschaft nicht den Konsens der Fürsten dauerhaft herzustellen.[138] Nach Gerd Althoff scheiterte Otto an der geringen Vertrautheit mit den herrschenden Gepflogenheiten konsensualer Herrschaftspraxis im Reich. Nach einem Zeugnis Innozenz’ III. von Ende 1210 sei dafür seine Erziehung in England, also die dadurch vermittelte Orientierung auf das Königtum, verantwortlich.[139] 2009 wurde das 800-jährige Jubiläum von Ottos Kaiserkrönung zum Anlass genommen, dem einzigen Kaiser aus welfischem Haus eine Landesausstellung im Braunschweigischen Landesmuseum und im Herzog Anton Ulrich-Museum zu widmen.

Literatur [Bearbeiten]

Lexikonartikel

Überblicksdarstellungen

Biografische Darstellungen

  • Bernd Ulrich Hucker: Kaiser Otto IV. Hahn, Hannover 1990, ISBN 3-7752-5162-6
  • Bernd Ulrich Hucker: Otto IV. Der wiederentdeckte Kaiser. Eine Biographie. Insel-Verlag, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-458-34257-5 (Rezension).
  • Eduard Winkelmann: Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig. 2 Bde, Leipzig 1878, Neudruck Darmstadt 1963.

Spezialstudien

Ausstellungskataloge

  • Braunschweigisches Landesmuseum – Niedersächsische Landesmuseen Braunschweig (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Imhof Verlag, Petersberg 2009, ISBN 978-3-86568-500-1 (Niedersächsische Landesausstellung 2009).

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Otto IV. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen [Bearbeiten]

  1. Bernd Ulrich Hucker: Otto IV. Ein Leben zwischen dem englischen Königshof und der Braunschweiger Pfalz (1175/76–1218). In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 13–26, hier: S. 15.
  2. Bernd Schneidmüller: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung (819–1252). Stuttgart 2000, S. 15.
  3. Knut Görich: Jäger des Löwen oder Getriebener der Fürsten? Friedrich Barbarossa und die Entmachtung Heinrichs des Löwen. In: Werner Hechberger, Florian Schuller (Hrsg.): Staufer & Welfen. Zwei rivalisierende Dynastien im Hochmittelalter. Regensburg 2009, S. 99–117.
  4. Gerd Althoff: Otto IV. - Woran scheiterte der welfische Traum vom Kaisertum? In: Frühmittelalterliche Studien 43 (2009), S. 199–214, hier: S. 203. Zur Jugend und Ausbildung vgl. Bernd Ulrich Hucker: Kaiser Otto IV. Hannover 1990, S. 4–21.
  5. Bernd Ulrich Hucker: Otto IV. Ein Leben zwischen dem englischen Königshof und der Braunschweiger Pfalz (1175/76–1218). In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 13–26, hier: S. 20.
  6. Zu Richard Löwenherz vgl. Dieter Berg: Richard Löwenherz. Darmstadt 2007.
  7. Bernd Ulrich Hucker: Kaiser Otto IV. Hannover 1990, S. 17.
  8. Wolfgang Stürner: 13. Jahrhundert. 1198–1273 (Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte 6) 10., völlig neu bearb. Aufl., Stuttgart 2007, S. 160.
  9. Gerd Althoff: Otto IV. - Woran scheiterte der welfische Traum vom Kaisertum? In: Frühmittelalterliche Studien 43 (2009), S. 199–214, hier: S. 202.
  10. Knut Görich: Die Staufer. Herrscher und Reich. München 2006, S. 81.
  11. Bernd Ulrich Hucker: Otto IV. Ein Leben zwischen dem englischen Königshof und der Braunschweiger Pfalz (1175/76–1218). In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 13–26, hier: S. 20.
  12. Henning Steinführer: „in nostre serenitatis defensionem suscepimus“ – zum Verhältnis zwischen Otto IV. und der Stadt Braunschweig. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 249–256, hier: S. 250.
  13. Katrin Kottmann: Die Thronstreitpolitik Adolfs I. von Altena im Spannungsfeld von ,Recht‘ und Rechtsmentalität. In: Frühmittelalterliche Studien 39 (2005), S. 151–175, hier: S. 168.
  14. Katrin Kottmann: Die Thronstreitpolitik Adolfs I. von Altena im Spannungsfeld von ,Recht‘ und Rechtsmentalität. In: Frühmittelalterliche Studien 39 (2005), S. 151–175, hier: S. 170.
  15. Katrin Kottmann: Die Thronstreitpolitik Adolfs I. von Altena im Spannungsfeld von ,Recht‘ und Rechtsmentalität. In: Frühmittelalterliche Studien 39 (2005), S. 151–175, hier: S. 152. Hermann Kamp: Geld, Politik und Moral im hohen Mittelalter. In: Frühmittelalterliche Studien 35 (2001), S. 329–347, hier: S. 330.
  16. Knut Görich: Ehre als Handlungsmotiv in Herrschaftspraxis und Urkunden Philipps von Schwaben. In: Andrea Rzihacek, Renate Spreitzer (Hrsg.): Philipp von Schwaben. Beiträge der internationalen Tagung anläßlich seines 800. Todestages, Wien 29. bis 30. Mai 2008. Wien 2010, S. 129–150, hier: S. 130.
  17. Wolfgang Stürner: 13. Jahrhundert. 1198–1273 (Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte 6) 10., völlig neu bearb. Aufl., Stuttgart 2007, S. 162.
  18. Knut Görich: Ehre als Handlungsmotiv in Herrschaftspraxis und Urkunden Philipps von Schwaben. In: Andrea Rzihacek und Renate Spreitzer (Hrsg.): Philipp von Schwaben. Beiträge der internationalen Tagung anläßlich seines 800. Todestages, Wien 29. bis 30. Mai 2008. Wien 2010, S. 129–150, hier: S. 132.
  19. Gerd Althoff: Die Kathedrale als Begegnungsort von Religion und Politik: Das Beispiel des Magdeburger Domes. In: Wolfgang Schenkluhn, Andreas Waschbüsch (Hrsg.): Der Magdeburger Dom im europäischen Kontext. Beiträge des internationalen wissenschaftlichen Kolloquiums zum 800-jährigen Domjubiläum in Magdeburg vom 1.–4. Oktober 2009. Regensburg 2012, S. 13–23, hier: S. 17.
  20. Gerd Althoff: Die Kathedrale als Begegnungsort von Religion und Politik: Das Beispiel des Magdeburger Domes. In: Wolfgang Schenkluhn, Andreas Waschbüsch (Hrsg.): Der Magdeburger Dom im europäischen Kontext. Beiträge des internationalen wissenschaftlichen Kolloquiums zum 800-jährigen Domjubiläum in Magdeburg vom 1.–4. Oktober 2009. Regensburg 2012, S. 13–23, hier: S. 18.
  21. Gerd Althoff, Christiane Witthöft: Les services symboliques entre dignité et contrainte. In: Annales. Histoire, Sciences Sociales 58 (2003), S. 1293–1318.
  22. Knut Görich: Ehre als Handlungsmotiv in Herrschaftspraxis und Urkunden Philipps von Schwaben. In: Andrea Rzihacek, Renate Spreitzer (Hrsg.): Philipp von Schwaben. Beiträge der internationalen Tagung anläßlich seines 800. Todestages, Wien 29. bis 30. Mai 2008. Wien 2010, S. 129–150, hier: S. 132 und 140.
  23. Bernd Schneidmüller: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung (819–1252). Stuttgart 2000, S. 247. Hans-Jürgen Derda: Päpstliche Autorität und weltliche Herrschaft: Der Machtanspruch von Papst Innocenz III. zur Zeit des deutschen Thronstreits. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 57–62, hier: S. 60.
  24. Hans-Jürgen Derda: Päpstliche Autorität und weltliche Herrschaft: Der Machtanspruch von Papst Innocenz III. zur Zeit des deutschen Thronstreits. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 57–62, hier: S. 59.
  25. Hans-Jürgen Derda: Päpstliche Autorität und weltliche Herrschaft: Der Machtanspruch von Papst Innocenz III. zur Zeit des deutschen Thronstreits. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 57–62, hier: S. 60.
  26. Katrin Kottmann: Die Thronstreitpolitik Adolfs I. von Altena im Spannungsfeld von ,Recht‘ und Rechtsmentalität. In: Frühmittelalterliche Studien 39 (2005), S. 151–175, hier: S. 172.
  27. Katrin Kottmann: Die Thronstreitpolitik Adolfs I. von Altena im Spannungsfeld von ,Recht‘ und Rechtsmentalität. In: Frühmittelalterliche Studien 39 (2005), S. 151–175, hier: S. 171.
  28. Matthias Springer: Otto IV. als Feldherr. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 259–262, hier: S. 261.
  29. Hubertus Seibert: Fidelis et dilectus noster. Kaiser Otto IV. und der Südosten des Reiches (1198–1212). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 118, 2010, S. 82–102, hier: S. 85.
  30. Gerd Althoff: Otto IV. - Woran scheiterte der welfische Traum vom Kaisertum? In: Frühmittelalterliche Studien 43 (2009), S. 199–214, hier: S. 205.
  31. Gerd Althoff: Otto IV. - Woran scheiterte der welfische Traum vom Kaisertum? In: Frühmittelalterliche Studien 43 (2009), S. 199–214, hier: S. 203.
  32. Gerd Althoff: Otto IV. - Woran scheiterte der welfische Traum vom Kaisertum? In: Frühmittelalterliche Studien 43 (2009), S. 199–214, hier: S. 205. Die Quellenstelle Arnoldi Chronica Slavorum, VIII, 1.
  33. Amalie Fößel: Beatrix von Schwaben und Maria von Brabant – die Frauen Ottos IV. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 229–236, hier: S. 229.
  34. Bernd Schneidmüller: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung (819–1252). Stuttgart 2000, S. 252.
  35. Bernd Schneidmüller: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung (819–1252). Stuttgart 2000, S. 253.
  36. Amalie Fößel: Beatrix von Schwaben und Maria von Brabant – die Frauen Ottos IV. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 229–236, hier: S. 229.
  37. Knut Görich: Ehre als Handlungsmotiv in Herrschaftspraxis und Urkunden Philipps von Schwaben. In: Andrea Rzihacek und Renate Spreitzer (Hrsg.): Philipp von Schwaben. Beiträge der internationalen Tagung anläßlich seines 800. Todestages, Wien 29. bis 30. Mai 2008. Wien 2010, S. 129–150, hier: S. 142.
  38. Bernd Schneidmüller: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung (819–1252). Stuttgart 2000, S. 254.
  39. Thomas Scharff: Otto IV. in der Geschichtsschreibung des 13. Jahrhunderts. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 299–306, hier: S. 303.
  40. Andreas Bihrer: Historiker als Attentäter. Zeitgenössische Wahrnehmung, narrative Ausgestaltung und diskursive Instrumentalisierung der Ermordung König Philipps von Schwaben. In: Andrea Rzihacek, Renate Spreitzer (Hrsg.): Philipp von Schwaben. Beiträge der internationalen Tagung anlässlich seines 800. Todestages, Wien, 29. bis 30. Mai 2008. Wien 2010, S. 9–24, hier: S. 13 mit der Quellenstelle.
  41. Knut Görich: Die Staufer. Herrscher und Reich. München 2006, S. 85. Andreas Bihrer: Historiker als Attentäter. Zeitgenössische Wahrnehmung, narrative Ausgestaltung und diskursive Instrumentalisierung der Ermordung König Philipps von Schwaben. In: Andrea Rzihacek, Renate Spreitzer (Hrsg.): Philipp von Schwaben. Beiträge der internationalen Tagung anlässlich seines 800. Todestages, Wien, 29. bis 30. Mai 2008. Wien 2010, S. 9–24, hier: S. 13.
  42. Bernd Ulrich Hucker: Der Königsmord von 1208 – Privatrache oder Staatsstreich? In: Die Andechs-Meranier in Franken. Europäisches Fürstentum im Hochmittelalter, Mainz 1998, S. 111–128.
  43. Wolfgang Stürner: 13. Jahrhundert. 1198–1273 (Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte 6) 10., völlig neu bearb. Aufl., Stuttgart 2007, S. 175. Jan Keupp: Der Bamberger Mord 1208 – ein Königsdrama? In: Philipp von Schwaben – Ein Staufer im Kampf um die Königsherrschaft, hrsg. von der Gesellschaft für stau­fische Geschichte e.V. (Schriften zur staufi­schen Geschichte und Kunst 27), Göppingen 2008, S. 122–142.
  44. Wolfgang Stürner: 13. Jahrhundert. 1198–1273 (Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte 6) 10., völlig neu bearb. Aufl., Stuttgart 2007, S. 177. Wolfgang Huschner: Zwischen Staufern, Welfen und Päpsten. Albrecht II. von Magdeburg (1205–1232). In: Wolfgang Schenkluhn, Andreas Waschbüsch (Hrsg.): Der Magdeburger Dom im europäischen Kontext. Beiträge des internationalen wissenschaftlichen Kolloquiums zum 800-jährigen Domjubiläum in Magdeburg vom 1.–4. Oktober 2009. Regensburg 2012, S. 163–172, hier: S. 164. Vgl. Conventio cum archiepiscopo Magdeburgensi. In: MGH Const. 2, hrsg. von Ludwig Weiland, Hannover 1896, Nr. 26, S. 30–32.
  45. Matthias Puhle Die Beziehung zwischen Otto IV. und Erzbischof Albrecht II. von 1205 bis 1218. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 75–90, hier: S. 77.
  46. Bernd Schneidmüller: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung (819–1252). Stuttgart 2000, S. 255.
  47. Hubertus Seibert: Fidelis et dilectus noster. Kaiser Otto IV. und der Südosten des Reiches (1198–1212). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 118, 2010, S. 82–102, hier: S. 82.
  48. Bernd Schneidmüller: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung (819–1252). Stuttgart 2000, S. 256.
  49. Hubertus Seibert: Fidelis et dilectus noster. Kaiser Otto IV. und der Südosten des Reiches (1198–1212). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 118, 2010, S. 82–102.
  50. Hubertus Seibert: Fidelis et dilectus noster. Kaiser Otto IV. und der Südosten des Reiches (1198–1212). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 118, 2010, S. 82–102, hier: S. 83 und 95.
  51. Hubertus Seibert: Fidelis et dilectus noster. Kaiser Otto IV. und der Südosten des Reiches (1198–1212). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 118, 2010, S. 82–102, hier: S. 95 f.
  52. Hubertus Seibert: Fidelis et dilectus noster. Kaiser Otto IV. und der Südosten des Reiches (1198–1212). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 118, 2010, S. 82–102, hier: S. 96.
  53. Hubertus Seibert: Fidelis et dilectus noster. Kaiser Otto IV. und der Südosten des Reiches (1198–1212). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 118, 2010, S. 82–102, hier: S. 92.
  54. Rudolf Schieffer: Von Ort zu Ort. Aufgaben und Ergebnisse der Erforschung ambulanter Herrschaftspraxis. In: Caspar Ehlers (Hrsg.): Orte der Herrschaft. Mittelalterliche Königspfalzen. Göttingen 2002, S. 11–23.
  55. Hubertus Seibert: Fidelis et dilectus noster. Kaiser Otto IV. und der Südosten des Reiches (1198–1212). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 118, 2010, S. 82–102, hier: S. 88.
  56. Hubertus Seibert: Fidelis et dilectus noster. Kaiser Otto IV. und der Südosten des Reiches (1198–1212). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 118, 2010, S. 82–102, hier: S. 89.
  57. Vgl. dazu Hubertus Seibert: Fidelis et dilectus noster. Kaiser Otto IV. und der Südosten des Reiches (1198–1212). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 118, 2010, S. 82–102.
  58. Hubertus Seibert: Fidelis et dilectus noster. Kaiser Otto IV. und der Südosten des Reiches (1198–1212). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 118, 2010, S. 82–102, hier: S. 102.
  59. Hubertus Seibert: Fidelis et dilectus noster. Kaiser Otto IV. und der Südosten des Reiches (1198–1212). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 118, 2010, S. 82–102, hier: S. 93 und 102.
  60. Gert Melville: Um Welfen und Höfe. Streiflichter am Schluß einer Tagung. In: Bernd Schneidmüller (Hrsg.): Die Welfen und ihr Braunschweiger Hof im hohen Mittelalter. Wiesbaden 1995, S. 541–557, hier: S. 546.
  61. Knut Görich: Friedrich Barbarossa: Eine Biographie. München 2011, S. 198.
  62. Bernd Ulrich Hucker: Otto IV. (1198–1218). In: Werner Paravicini (Hrsg.): Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich, Teilband I (= Residenzenforschung Bd. 15.I) Ostfildern 2003, S. 241–246, hier: S. 244.
  63. Henning Steinführer: „in nostre serenitatis defensionem suscepimus“ – zum Verhältnis zwischen Otto IV. und der Stadt Braunschweig. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 249–256, hier: S. 249.
  64. Henning Steinführer: „in nostre serenitatis defensionem suscepimus“ – zum Verhältnis zwischen Otto IV. und der Stadt Braunschweig. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 249–256, hier: S. 252.
  65. Henning Steinführer: „in nostre serenitatis defensionem suscepimus“ – zum Verhältnis zwischen Otto IV. und der Stadt Braunschweig. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 249–256, hier: S. 253.
  66. Bernd Ulrich Hucker: Kaiser Otto IV. Hannover 1990, S. 71 f.
  67. Bernd Ulrich Hucker: Otto IV. (1198–1218). In: Werner Paravicini (Hrsg.): Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich, Teilband I (= Residenzenforschung Bd. 15.I) Ostfildern 2003, S. 241–246, hier: S. 243.
  68. Bernd Ulrich Hucker: Kaiser Otto IV. Hannover 1990, S. 69–71.
  69. Henning Steinführer: „in nostre serenitatis defensionem suscepimus“ – zum Verhältnis zwischen Otto IV. und der Stadt Braunschweig. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 249–256, hier: S. 254.
  70. Henning Steinführer: „in nostre serenitatis defensionem suscepimus“ – zum Verhältnis zwischen Otto IV. und der Stadt Braunschweig. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 249–256, hier: S. 253.
  71. Henning Steinführer: „in nostre serenitatis defensionem suscepimus“ – zum Verhältnis zwischen Otto IV. und der Stadt Braunschweig. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 249–256, hier: S. 256.
  72. Wolfgang Stürner: 13. Jahrhundert. 1198–1273 (Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte 6) 10., völlig neu bearb. Aufl., Stuttgart 2007, S. 179.
  73. Knut Görich: Die Staufer. Herrscher und Reich. München 2006, S. 86.
  74. Bernd Ulrich Hucker: Kaiser Otto IV. Hannover 1990, S. 165.
  75. Matthias Puhle Die Beziehung zwischen Otto IV. und Erzbischof Albrecht II. von 1205 bis 1218. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 75–90, hier: S. 78.
  76. Bernd Ulrich Hucker: Kaiser Otto IV. Hannover 1990, S. 528 f.
  77. Bernd Schneidmüller: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung (819–1252). Stuttgart 2000, S. 258.
  78. Bernd Ulrich Hucker: Kaiser Otto IV. Hannover 1990, S. 142–148.
  79. Gerd Althoff: Otto IV. - Woran scheiterte der welfische Traum vom Kaisertum? In: Frühmittelalterliche Studien 43 (2009), S. 199–214, hier: S. 213.
  80. Innocenz III., Epistolae, lib. 13, ep. 210.
  81. Bernd Schneidmüller: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung (819–1252). Stuttgart 2000, S. 260
  82. Matthias Springer: Otto IV. als Feldherr. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 259–262, hier: S. 262.
  83. Mark Feuerle: Europäischer Wissenstransfer im Zeichen kaiserlicher Machtpolitik. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 263–274 hier: S. 268.
  84. Claudia Lydorf: „Wem nützt es, dass wir über mein Leben verhandeln, da es keines mehr ist?“ Testament und Tod Kaiser Ottos IV. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 281–288, hier: S. 283. Knut Görich: Friedrich Barbarossa: Eine Biographie. München 2011, S. 161.
  85. Hubertus Seibert: Fidelis et dilectus noster. Kaiser Otto IV. und der Südosten des Reiches (1198–1212). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 118, 2010, S. 82–102, hier: S. 98.
  86. Wolfgang Huschner: Zwischen Staufern, Welfen und Päpsten. Albrecht II. von Magdeburg (1205–1232). In: Wolfgang Schenkluhn, Andreas Waschbüsch (Hrsg.): Der Magdeburger Dom im europäischen Kontext. Beiträge des internationalen wissenschaftlichen Kolloquiums zum 800-jährigen Domjubiläum in Magdeburg vom 1.–4. Oktober 2009. Regensburg 2012, S. 163–172, hier: S. 165.
  87. Knut Görich: Die Staufer. Herrscher und Reich. München 2006, S. 87.
  88. Bernd Schneidmüller: Hütte oder königliche Stadt? Die Welfen und Braunschweig 1198. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 238–248, hier: S. 243.
  89. Matthias Springer: Otto IV. als Feldherr. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 259–262, hier: S. 262.
  90. Knut Görich: Die Staufer. Herrscher und Reich. München 2006, S. 92.
  91. Knut Görich: Die Staufer. Herrscher und Reich. München 2006, S. 92. Olaf B. Rader: Die Grablegen der Staufer als Erinnerungsorte. In: Bernd Schneidmüller, Stefan Weinfurter, Alfried Wieczorek (Hrsg.): Verwandlungen des Stauferreichs. Darmstadt 2010, S. 20–33, hier: S. 29. Hubert Houben: Kaiser Friedrich II. (1194–1250). Herrscher, Mensch, Mythos. Stuttgart u.a. 2008, S. 35, 154.
  92. Matthias Springer: Otto IV. und die Schlacht von Bouvines. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 275–278, hier: S. 275.
  93. Matthias Springer: Otto IV. und die Schlacht von Bouvines. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 275–278, hier: S. 276.
  94. Bernd Ulrich Hucker: Otto IV. (1198–1218). In: Werner Paravicini (Hrsg.): Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich, Teilband I (= Residenzenforschung Bd. 15.I) Ostfildern 2003, S. 241–246, hier: S. 242.
  95. Bernd Schneidmüller: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung (819–1252). Stuttgart 2000, S. 266
  96. Bernd Schneidmüller: Hütte oder königliche Stadt? Die Welfen und Braunschweig 1198. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 238–248, hier: S. 243.
  97. Bernd Schneidmüller: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung (819–1252). Stuttgart 2000, S. 266. Vgl. ausführlich: Claudia Lydorf: „Wem nützt es, dass wir über mein Leben verhandeln, da es keines mehr ist?“ Testament und Tod Kaiser Ottos IV. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 281–288.
  98. Bernd Schneidmüller: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung (819–1252). Stuttgart 2000, S. 266.
  99. Caspar Ehlers: Die Bestattung Ottos IV. in der Braunschweiger Stiftskirche St. Blasius im Kontext der deutschen Königsgrablegen. Tradition oder Innovation? In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 289–298, hier: S. 290. Bernd Ulrich Hucker: Kaiser Otto IV. Hannover 1990, S. 341.
  100. Caspar Ehlers: Die Bestattung Ottos IV. in der Braunschweiger Stiftskirche St. Blasius im Kontext der deutschen Königsgrablegen. Tradition oder Innovation? In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 289–298, hier: S. 292.
  101. Thomas Scharff: Otto IV. in der Geschichtsschreibung des 13. Jahrhunderts. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 299–306, hier: S. 300.
  102. Wolfgang Stürner: 13. Jahrhundert. 1198–1273 (Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte 6) 10., völlig neu bearb. Aufl., Stuttgart 2007, S. 11.
  103. Thomas Scharff: Otto IV. in der Geschichtsschreibung des 13. Jahrhunderts. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 299–306, hier: S. 301.
  104. Thomas Scharff: Otto IV. in der Geschichtsschreibung des 13. Jahrhunderts. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 299–306, hier: S. 304.
  105. Thomas Scharff: Otto IV. in der Geschichtsschreibung des 13. Jahrhunderts. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 299–306, hier: S. 302.
  106. Bernd Ulrich Hucker: Die Chronik Arnolds von Lübeck als „Historia regum“. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 44 (1988) S. 98–119.
  107. Volker Scior: Das Eigene und das Fremde. Identität und Fremdheit in den Chroniken Adams von Bremen, Helmolds von Bosau und Arnolds von Lübeck. Berlin 2002, S. 227.
  108. Volker Scior: Zwischen terra nostra und terra sancta. Arnold von Lübeck als Geschichtsschreiber. In: Stephan Freund, Bernd Schütte (Hrsg.): Die Chronik Arnolds von Lübeck. Neue Wege zu ihrem Verständnis. Frankfurt am Main 2008, S. 149–174, hier: S. 166.
  109. Bernd Ulrich Hucker: Die Chronik Arnolds von Lübeck als „Historia regum“. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 44 (1988) S. 98–119, hier: S. 111.
  110. Bernd Ulrich Hucker: Die Chronik Arnolds von Lübeck als „Historia regum“. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 44 (1988) S. 98–119, hier: S. 108.
  111. Bernd Ulrich Hucker: Die Chronik Arnolds von Lübeck als „Historia regum“. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 44 (1988) S. 98–119, hier: S. 106.
  112. Volker Scior: Zwischen terra nostra und terra sancta. Arnold von Lübeck als Geschichtsschreiber. In: Stephan Freund, Bernd Schütte (Hrsg.): Die Chronik Arnolds von Lübeck. Neue Wege zu ihrem Verständnis. Frankfurt am Main 2008, S. 149–174, hier: S. 169 f.
  113. Thomas Scharff: Otto IV. in der Geschichtsschreibung des 13. Jahrhunderts. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 299–306, hier: S. 305.
  114. Brage Bei der Wieden, Gerhard Diehl: „Unser Otto?“ „Gnedig und sanfftmütig“? Das Bild Kaiser Ottos IV. in der Historiographie der frühen Neuzeit. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 307–318, hier: S. 313.
  115. Thomas Scharff: Otto IV. in der Geschichtsschreibung des 13. Jahrhunderts. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 299–306, hier: S. 299.
  116. Thomas Scharff: Otto IV. in der Geschichtsschreibung des 13. Jahrhunderts. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 299–306, hier: S. 303.
  117. Thomas Scharff: Otto IV. in der Geschichtsschreibung des 13. Jahrhunderts. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 299–306, hier: S. 304.
  118. Henning Steinführer: „in nostre serenitatis defensionem suscepimus“ – zum Verhältnis zwischen Otto IV. und der Stadt Braunschweig. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 249–256, hier: S. 255f.
  119. Thomas Scharff: Otto IV. in der Geschichtsschreibung des 13. Jahrhunderts. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 299–306, hier: S. 305.
  120. Brage Bei der Wieden, Gerhard Diehl: „Unser Otto?“ „Gnedig und sanfftmütig“? Das Bild Kaiser Ottos IV. in der Historiographie der frühen Neuzeit. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 307–318, hier: S. 307.
  121. Brage Bei der Wieden, Gerhard Diehl: „Unser Otto?“ „Gnedig und sanfftmütig“? Das Bild Kaiser Ottos IV. in der Historiographie der frühen Neuzeit. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 307–318, hier: S. 309.
  122. Brage Bei der Wieden, Gerhard Diehl: „Unser Otto?“ „Gnedig und sanfftmütig“? Das Bild Kaiser Ottos IV. in der Historiographie der frühen Neuzeit. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 307–318, hier: S. 314.
  123. Caspar Ehlers: Die Bestattung Ottos IV. in der Braunschweiger Stiftskirche St. Blasius im Kontext der deutschen Königsgrablegen. Tradition oder Innovation? In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 289–298, hier: S. 290. Inschriften der Stadt Braunschweig, S. 81 f., Nr. 72.
  124. Caspar Ehlers: Die Bestattung Ottos IV. in der Braunschweiger Stiftskirche St. Blasius im Kontext der deutschen Königsgrablegen. Tradition oder Innovation? In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 289–298, hier: S. 292.
  125. Brage Bei der Wieden, Gerhard Diehl: „Unser Otto?“ „Gnedig und sanfftmütig“? Das Bild Kaiser Ottos IV. in der Historiographie der frühen Neuzeit. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 307–318, hier: S. 314.
  126. Brage Bei der Wieden, Gerhard Diehl: „Unser Otto?“ „Gnedig und sanfftmütig“? Das Bild Kaiser Ottos IV. in der Historiographie der frühen Neuzeit. In: Bernd Ulrich Hucker, Stefanie Hahn, Hans-Jürgen Derda (Hrsg.): Otto IV. Traum vom welfischen Kaisertum. Petersberg 2009, S. 307–318, hier: S. 315.
  127. Gerd Althoff: Das Mittelalterbild der Deutschen vor und nach 1945. Eine Skizze. In: Paul-Joachim Heinig (Hrsg.): Reich, Regionen und Europa in Mittelalter und Neuzeit. Festschrift für Peter Moraw. Berlin 2000, S. 731–749.
  128. Hellmut Kämpf (Hrsg.): Canossa als Wende. Ausgewählte Aufsätze zur neueren Forschung. Darmstadt 1969.
  129. Herbert Grundmann: Wahlkönigtum, Territorialpolitik und Ostbewegung im 13. und 14. Jahrhundert (1198–1378). In: Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte 1, Stuttgart 1970, S. 427–607, § 128 „Die Wende des Mittelalters“.
  130. Gerd Althoff: Otto IV. – Woran scheiterte der welfische Traum vom Kaisertum? In: Frühmittelalterliche Studien 43 (2009), S. 199–214, hier: S. 201.
  131. Eduard Winkelmann: Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig. 2 Bde. Leipzig 1873, S. 467f.
  132. Zu Winkelmanns Urteil samt ausführlichen Zitaten auch Gerd Althoff: Otto IV. – Woran scheiterte der welfische Traum vom Kaisertum? In: Frühmittelalterliche Studien 43 (2009), S. 199–214, hier: S. 201.
  133. Eduard Winkelmann: Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig. 2 Bde., Leipzig 1873.
  134. Karl Bosl: Die Reichsministerialität der Salier und Staufer. Ein Beitrag zur Geschichte des hochmittelalterlichen deutschen Volkes, Staates und Reiches. Stuttgart 1950/1951, S. 629.
  135. Gerd Althoff: Das hochmittelalterliche Königtum. Akzente einer unabgeschlossenen Neubewertung. In: Frühmittelalterliche Studien 45 (2011), S. 77–98.
  136. Bernd Schneidmüller: Konsensuale Herrschaft. Ein Essay über Formen und Konzepte politischer Ordnung im Mittelalter. In: Paul-Joachim Heinig u.a. (Hrsg.): Reich, Regionen und Europa in Mittelalter und Neuzeit. Festschrift für Peter Moraw. Berlin 2000, S. 53–87, hier: S. 75.
  137. Bernd Ulrich Hucker: Kaiser Otto IV. Hannover 1990, S. 637.
  138. Bernd Schneidmüller: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung (819–1252). Stuttgart 2000, S. 267.
  139. Gerd Althoff: Otto IV. – Woran scheiterte der welfische Traum vom Kaisertum? In: Frühmittelalterliche Studien 43 (2009), S. 199–214, hier: S. 214.
Vorgänger Amt Nachfolger
Heinrich VI. Römisch-deutscher König
ab 1209 Kaiser

1198/1208–1218
Friedrich II.
Richard Löwenherz Herzog von Aquitanien
1196–1198
Richard Löwenherz
Graf von Poitou
1196–1198
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