Lepton (Münze)

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Griechische 10-Lepta-Münze aus dem Jahr 1848
10-Lepta-Münze des Königreichs Griechenland aus dem Jahr 1912


Lepton, Plural Lepta (von gr. λεπτός leptos „leicht“, „fein“) war in der Spätantike die Bezeichnung der altgriechischen Sprache für die Scheidemünzen, also die kleinsten, nicht durch ihren Materialwert gedeckten Münzen des Münzsystems. Während der Zeit des Römischen Reichs wurden im östlichen Reichsteil verschiedene kleine Münzen so genannt, meist Kupfermünzen. Der Begriff findet sich auch im Neuen Testament im Gleichnis von der armen Witwe wieder (Lk 21,2 EU). Martin Luther übersetzte ihn mit „Scherflein“ ins Deutsche.

Währungseinheit im modernen Griechenland[Bearbeiten]

Die Bezeichnung Lepton (Katharevousa) oder Lepto (Dimotiki) wurde auch für die kleine Währungseinheit des neuen griechischen Staates ab 1828 verwendet. 100 Lepta waren zunächst ein Phönix, nach 1832 dann eine Drachme.

Münzen mit Werten kleiner als eine Drachme wurden bis 1986 geprägt, waren aber aufgrund ihres geringen Wertes in den letzten drei Jahrzehnten vor der Währungsumstellung auf den Euro (2002) kaum noch beziehungsweise gar nicht mehr in Gebrauch (im damaligen Wechselkurs hatte ein alter Lepto den Wert von 0,0029 Eurocent). Die Bezeichnung ta lepta erhielt sich allerdings in der Umgangssprache als Allgemeinbezeichnung für „Geld“. Zudem hat das Wort die Bedeutung „Minute“.

Mit der Euro-Einführung und der damit verbundenen Wiedereinführung einer kleinen Währungseinheit wurde die alte Bezeichnung der Scheidemünzen erneut aufgegriffen: Der Eurocent heißt auf Neugriechisch Lepto (λεπτό), Plural Lepta (λεπτά). Die griechischen Euromünzen mit den Werten von 1 bis 50 Cent werden mit dieser Aufschrift geprägt.