Licht ins Dunkel

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Licht ins Dunkel ist die größte humanitäre Hilfskampagne in Österreich sowie ein Verein mit Sitz in Wien.

Organisation und Geschichte[Bearbeiten]

Die Aktion Licht ins Dunkel wurde 1973 vom damaligen ORF-Landesintendanten von Niederösterreich, Kurt Bergmann, initiiert. Einen Besuch des Behindertendorfes Sollenau hatte ihn dazu inspiriert.[1] Die erste Sendung wurde im Radio gesendet; das Ergebnis der Spendenkampagne waren (umgerechnet) 2.500 Euro. Seit 2009 leitet die Charityaktion die ehemalige kaufmännische Leiterin des ORF Sissy Mayerhoffer.[2]

Seit 1978 findet Licht ins Dunkel im Fernsehen statt. Jeweils am Heiligen Abend präsentiert der ORF eine 14-stündige Fernsehsendung, in der um Spenden für Sozialhilfe- und Behindertenprojekte in Österreich gebeten wird.

Die 2,2 Millionen Zuschauer spenden an diesem Abend ca. 5,7 Millionen Euro (2010; 2009: 5,5 Mio. Euro, 2013: 5,5 Mio. Euro[3]); Benefiz-Projekte das ganze Jahr über erbringen weitere 6,5 Millionen Euro.

Seit 1989 besteht der Verein Licht ins Dunkel, dem

und seit 2001 auch

angehören.

Seit 1986 ist das Friedenslicht fixer Bestandteil der Aktion.

1993 wurde die Idee vom Bayerischen Fernsehen aufgegriffen und als Sternstunden realisiert.

Im Jahr 2003 wurde anlässlich des 30-jährigen Bestandes der Aktion eine Sonderpostmarke von der österreichischen Post aufgelegt.[4]

Kritik[Bearbeiten]

Die Spendenkampagne wird unter anderem auch von Menschen mit Behinderungen kritisiert. Es fährt wie viele andere Veranstaltungen dieser Art auf der Mitleidsschiene, und Menschen mit Behinderungen werden nicht als vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft, sondern als Personen, die unser Mitleid benötigen, gezeigt. Auch wird kritisiert, dass sich Firmen durch Spenden von ihrer Verantwortung freikaufen würden.[5] Im November 2007 startete der ÖVP-Abgeordnete Franz-Joseph Huainigg eine Kampagne, die er Nicht ins Dunkel nannte. [6]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Novak, Karl Stephan: Anfänge der ORF–TV–Öffentlichkeitsarbeit von 1967–74: die PR-Pionierformate : Postfach 7000. Ich bin der Meinung. ORF transparent. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 2009, S. 112
  2. Gagen-Streit um Charity-Lady des ORF vom 23. November 2009 abgerufen am 1. Jänner 2012
  3. http://orf.at/#/stories/2211705/ Spendenaktion brachte 5,5 Mio. Euro (5,485 Mio Euro) orf.at vom 25. Dezember 2013
  4. Eintrag zu Licht ins Dunkel in: Austria-Forum, dem österreichischen Wissensnetz – online  (als Briefmarkendarstellung)
  5. BIZEPS Manfred Srb: Stellt die Aktion "Licht ins Dunkel" ein!, 27. November 2007.
  6. Onlineauftritt Franz Huainigg Franz-Joseph Huainigg: Was duftet hier so weihnachtlich nach Mitleid?, 2007.

Weblinks[Bearbeiten]