Little Computer People

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt das Computerspiel. Für das gleichnamige Musikprojekt siehe Anthony Rother.

Little Computer People (LCP Project) ist ein Spiel von Activision aus dem Jahr 1985. Es wurde von David Crane und Rich Gold programmiert. Dieses Computerspiel ist quasi der Vorgänger der Tamagotchis. Es gibt Versionen für Commodore 64, Atari ST, ZX Spectrum, Schneider/Amstrad CPC, Apple II und Amiga (1987). In Anzeigen wurde das Spiel als „The Little Computer People Project“ beworben.

Spielprinzip[Bearbeiten]

Auf dem Bildschirm ist der Querschnitt eines „Puppenhauses“ zu sehen, in dem ein kleines Männchen wohnt, um das sich der Spieler kümmern muss. Gesteuert wird das Spiel über Tastatur und Joystick. Man kann die Spielfigur auffordern, mit Karten zu spielen, eine Schallplatte aufzulegen, Klavier zu spielen und anderes. Der Spieler kümmert sich um die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln. Streicheleinheiten erhöhen die Zufriedenheit des Computerbewohners. Nach einiger Zeit darf man seinem Protegé dann einen Namen geben. Spielstände lassen sich auf Diskette speichern. Ein gewisser Hype entwickelte sich darum, was hinter einer weißen Tür auf dem Dachboden sei. Wie sich herausstellte, war sie jedoch lediglich als Dekoration gedacht.

Bugs[Bearbeiten]

Little Computer People fordert den Spieler zu Beginn zur Eingabe von Uhrzeit und Datum auf, hält für die Jahreszahl jedoch nur zwei Ziffern bereit. Damit enthält das Spiel den Millennium Bug.[1]

Nachfolger[Bearbeiten]

Das Spiel ist ein offensichtlicher Vorläufer zu Creatures bzw. Die Sims und hat letzteres aktiv beeinflusst, da Will Wright, der Programmierer von Die Sims das Spiel selbst spielte und Kontakt zu den Entwicklern von Little Computer People hatte.[2]

Add-ons[Bearbeiten]

Nach der britischen Computerzeitschrift „High Score!“, waren Add-ons für das Spiel geplant, etwa als Erweiterungsdisketten, die mit neuen Gegenständen und Möbel für das „LCP Apartment“ gefüllt waren. Diese Add-ons wurden auch als Fortsetzungen beschrieben, die das LCP-Konzept erweiterte.[3] Jedoch wurden diese Erweiterungen nie produziert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stefan Höltgen: Vom Bug-on-a-chip zum House-on-a-Disc. „Little Computer People“ und die Archäologie des Computerfehlers. In: Retro Magazin, Nr. 21 (Herbst 2011), S. 12–14.
  2. http://www.cnn.com/chat/transcripts/2000/1/wright/index.html
  3. Graham Kidd: Get A-Life. In: Computer Shopper, August 1996.