Einzelspieler

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Dieser Artikel behandelt den Computerspielbegriff. Für Einzelspieler im Sport siehe Einzel.

Der Einzelspielermodus (engl. Singleplayer) in Computerspielen ist der Modus, bei dem man ohne weitere Mit- oder Gegenspieler spielt (Mehrspielermodus).

Im Einzelspieler-Modus besteht eine Auseinandersetzung des Spielers mit dem Spielsystem. Diese Auseinandersetzung kann einer Auseinandersetzung in einem Mehrspielerspiel nachempfunden sein. Die dabei stattfindende Personifikation des Programms hilft, die Ziele und die Motivation für die Auseinandersetzung zu verdeutlichen.[1]

Meistens spielt man im Einzelspielermodus eine vom Entwickler durchgeplante Geschichte (oft auch als Kampagne bezeichnet) bis zum Ende des Spieles durch, im Gegensatz zum Mehrspielermodus, wo der Spieler in der Regel ohne echten Handlungsablauf gegen menschliche Mitspieler antritt.[2] Durch die Strukturierung des Spiels, beispielsweise in einzelne Level, besitzt der Game Designer eine größere Kontrolle über die Herausforderungen, denen der Spieler im Spiel begegnet. Dadurch kann etwa die Anpassung des Schwierigkeitsgrads anders gehandhabt werden als in Mehrspielertiteln und der Informationsfluss an den Spieler kontrolliert werden, um ihm so eine gewisse Planungsmöglichkeit zu gewähren. Weiterhin können Einzelspieler-Titel individuelle Beeinflussungen der Spielzeit wie Spielpausen oder Zwischenszenen beinhalten.[1]

Einzelspieler-Titel per se beinhalten prinzipiell erst einmal keine Möglichkeit der sozialen Interaktion. Werden solche Spiele jedoch in Gegenwart anderer Personen gespielt, beispielsweise in Form eines Arcade-Automaten in einer Gaststätte, ergibt sich daraus möglicherweise eine spontane soziale Interaktion zwischen dem Spieler und dem Zuschauer. Weitere Möglichkeiten bieten etwa die Verwendung von Highscore-Tabellen, die eine Vergleichbarkeit der Spielleistung ermöglichen. Daneben gibt es durch die Alternative Realität des Spiels Verbindungspunkte zwischen Spielern des selben Einzelspieler-Titels. Dies kann zu sozialen Interaktionen rund um das Spiel führen, etwa in Form des Austauschs individueller Spielerlebnisse oder gegenseitige Hilfestellung, insbesondere bei Spielen mit Erzählstrukturen oder Erkundungsmöglichkeiten, die nicht für jeden Spieler offensichtlich sein müssen (etwa Easter Eggs).[1]

Eine Mischung zwischen Einzel- und Mehrspielermodus ist der Koop-Modus, bei dem mehrere über ein Netzwerk verbundene Spieler gemeinsam an einem Spiel teilnehmen, das vom Aufbau her einer typischen Einzelspielermission entspricht.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c  Staffan Björk,Jussi Holopainen: Patterns In Game Design. Charles River Media, Hingham, Massachusetts 2005, ISBN 1-58450-354-8, S. 344-345 (Onlineansicht).
  2. Hans J. Backe: Strukturen und Funktionen des Erzählens im Computerspiel: eine typologische Einführung, Königshausen & Neumann, 2008, ISBN 978-3826039867, S. 317 ff. Online
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