Lizenzschlüssel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ein Lizenzschlüssel (auch: Schlüsselcode, Produktschlüssel, CD-Key oder Produkt-Key) ist ein Buchstaben- oder Zahlencode, welcher bei der Installation oder beim ersten Start einer Computer-Software eingegeben werden muss, um diese freizuschalten.

Aufbau und Verwendung[Bearbeiten]

Ein Lizenzschlüssel besteht in der Regel aus einer Abfolge von Buchstaben und Zahlen, die in mehrere Blöcke unterteilt ist. Durch die Verwendung eines Lizenzschlüssels können Programmdateien zwar kopiert werden, aber die Software kann ohne den Schlüssel nicht benutzt werden. Dies soll die illegale Nutzung von nicht lizenzierter Software verhindern. Der Lizenzschlüssel wurde zunächst als CD-Key einem physischen Datenträger (CD-ROMs/-DVD) beigelegt. Inzwischen wird auch bei Software, die ohne Datenträger vertrieben wird, ein Lizenzschlüssel verwendet.

Der Lizenzschlüssel ist (wenn auch irrtümlich oft synonym verwendet) zu unterscheiden von der Seriennummer, diese ist vielmehr codiert in ihm enthalten und wird während der Installation erzeugt. Während die Seriennummer im installierten Produkt angezeigt werden kann, ist der Lizenzschlüssel nur auf der Produktverpackung, Produktbeilage oder einer Bestätigungs-E-Mail zu lesen und kann nicht aus der Seriennummer abgeleitet werden.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Lizenzschlüssel kam zunächst mit Software-CD-ROMs auf. Zu den ersten derart abgesicherten Programmen gehörten das Betriebssystem Windows 95 und das Microsoft Office-Paket.

Standardmäßig ist die Eingabe des Lizenzschlüssels bereits bei der Installation erforderlich. Seit Mitte der 2000er-Jahre ist es bei vielen Programmen möglich, diese auch ohne gültigen Lizenzschlüssel zu installieren und in einem Test- oder Demo-Modus auszuführen, der nur eine beschränkte Laufzeit sowie ggfs. eingeschränkte Funktionalität aufweist. Durch die Eingabe eines Lizenzschlüssels kann dann die Vollversion freigeschaltet werden, insbesondere bei Shareware-Programmen.

Sicherheit[Bearbeiten]

Lizenzschlüssel können durch die Software mit mathematischen und anderen Verfahren auf ihre Echtheit geprüft werden. Dadurch sind nur bestimmte Keymöglichkeiten vorhanden, deren Anzahl meist deutlich unterhalb der theoretisch durch Permutationen möglichen Anzahl liegt. Die in den Lizenzschlüsseln auftretenden mathematischen Regelmäßigkeiten nutzen Cracker aus, um so genannte Key Generatoren (kurz: Keygen) zu programmieren, die auf Knopfdruck neue (illegale) Schlüssel erzeugen. Zudem konnten funktionierende Schlüssel für unbegrenzt viele Installationen verwendet werden, was den Schutz quasi aushebelt, falls mit den kopierten Installationsdateien auch der CD-Key weitergegeben wurde. Auf Warez-Seiten werden zudem (angeblich) funktionierende Codes als Serialz veröffentlicht.

Daher sind viele Hersteller dazu übergegangen, anhand des Lizenzschlüssels und spezifischer Hardwaremerkmale des jeweiligen Rechners eine Produktaktivierung oder eine Online-Prüfung des Lizenzschlüssels durchzuführen, bei der überprüft wird, ob die verwendete Lizenz noch frei ist. Wenn nein, wird ein Missbrauch angenommen und eine Verwendung des Programms verhindert. Einige Programme erfordern bei jedem Programmstart eine bestehende Internetverbindung, die meisten nur bei der Installation.

Mitunter können Hersteller auch gültige Schlüssel zeitweilig oder dauerhaft sperren, falls ein berechtigter Missbrauchsverdacht wie beim Cheaten in Spielen vorliegt.