Logografie

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Als Logografie (von griech. λόγος „Wort, Begriff“ und γράφειν „schreiben“, etwa „Schrift aus Wortzeichen“) bezeichnet man eine Art von Schriftzeichensystemen, in denen die Bedeutung der einzelnen Sprachausdrücke durch grafische Zeichen wiedergegeben wird. Diese Schriftzeichen werden Logogramme genannt.

Im Unterschied zu ideografischen oder piktografischen Bilderschriften, in denen mehr oder weniger komplexe Symbole die semiotische Bedeutung tragen, sind logografischen Zeichen eine phonemische, Bedeutung tragende Einheit zugeordnet. Sie sind keine synthetischen, sondern analytische Zeichen, da jedes logografische Element auf eine eigenständige Bedeutung verweist. Von den Alphabet- und den Silbenschriften unterscheiden sie sich dadurch, dass sie kein Graphemsystem darstellen und nicht das Phoneminventar einer gesprochenen Sprache wiedergeben.

Logografien können im Einzelfall unterschiedlich realisiert werden, z. B. bei chinesischen Schriftzeichen. Neben diesen und der Verwendung als Kanji in der japanischen, als Hanja in der koreanischen Schrift zählen Teile der ägyptischen Hieroglyphen sowie der sumerischen oder babylonischen Keilschriften zur Logografie. Ebenso stellen Wortkürzel in der Stenografie ein solches System dar. Überschneidungen zu den Alphabetschriften ergeben sich z. B. bei der Verwendung von mathematischen Symbolen (+, −, ×, ÷, %, ±) Währungs- (£, $, ¥, €) und anderen Sonderzeichen (§, @, #).

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