Louis Didier Jousselin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Louis Didier Jousselin (* 1. April 1776 in Blois; † 3. Dezember 1858 in Vienne-en-Val) war ein französischer Bauingenieur.

Grab von Jousselin in Vienne-en-Val

Jousselin besuchte den ersten Jahrgang der École Polytechnique. Er war am Bau des Grand Canal du Nord in Maastricht beteiligt und 1813/14 an der Verteidigung von Hamburg unter Louis Nicolas Davout, während der er 1813 den Bau einer 6 km lange Holzbrücke über die Elbe beaufsichtigte.[1] 1815 wurde er Divisions-Inspektor des Corps des Ponts et Chaussees. Nach der Abdankung Napoleons wurde er zurückgestuft und beaufsichtigte den Bau von Deichen und Uferbestigungen in Orléans (Quai du Fort Alleaume, Quai du Roi). Danach wurde er nach Nièvre versetzt, wo er das Projekt eines Seitenkanals der Loire studierte (als Canal latéral à la Loire 1838 eröffnet). 1831 wurde er Deputierter des Départements Loiret und zog sich danach in den Ruhestand nach Vienne-en-Val zurück, wo er begraben liegt.

Er ist einer der 72 Namen auf dem Eiffelturm.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sie war zwischen Hamburg (Brooktor) und Harburg und gut eine Deutsche Landmeile lang (7,5 km), erbaut in nur 100 Tagen. Zeitungsbericht von Wolfgang Becker Napoleons Elbbrücke hielt nur fünf Jahre, Harburger Anzeiger, Januar 2011. Sie war nicht sehr gut gerammt und musste deshalb schon 1817 für Fuhrwerke gesperrt werden. Bald darauf wurde sie ganz aufgegeben