Ludwig Georg Courvoisier

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Ludwig Georg Courvoisier (* 10. November 1843 in Basel; † 8. April 1918 in Basel) war ein Schweizer Chirurg und führend in der Erforschung der Gallenwege und ihrer Erkrankung.

Ludwig Courvoisier studierte Medizin in Basel und Göttingen und legte 1868 in Basel seine Staats- und Doktorexamen ab mit einer Dissertation über den mikroskopischen Bau der Spinalganglien. Courvoisier wurde Assistenzarzt bei August Socin. Studienreisen führten Courvoisier nach London und Wien. Ab 1871 war er Arzt und bis 1918 Chirurg am Diakonissenspital Riehen. 1890 erschien seine grundlegende Studie „Casuistisch-statistische Beiträge zur Pathologie und Chirurgie der Gallenwege“, in welcher er das nach ihm benannte Courvoisier-Zeichen beschrieb (S. 57f). 1880 war Courvoisier Privatdozent, ab 1888 außerordentlicher Professor und ab 1900 ordentlicher Professor für Chirurgie an der Universität Basel.

Courvoisiers Begeisterung für die Pflanzen- und Tierwelt fand ihren Ausdruck in einem großen Herbarium und einer bedeutenden Schmetterlingssammlung ebenso wie in zahlreichen Publikationen über seine botanischen und entomologischen Untersuchungen. Courvoisier engagierte sich außerdem als Politiker im Großen Rat und im Erziehungsrat des Kantons Basel-Stadt.

Der Komponist Walter Courvoisier war einer seiner Söhne.

Werk[Bearbeiten]

  • 1875, Die häusliche Krankenpflege
  • 1880, Felix Wirtz, ein Basler Chirurg des sechszehnten Jahrhunderts, in: Correspondenz-Blatt für Schweizer Aerzte, 10. Jahrgang, No. 10.
  • 1890, Casuistisch-statistische Beiträge zur Pathologie und Chirurgie der Gallenwege

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]