Macchiaioli

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Drei berittene Hirten mit Stierherde von Giovanni Fattori

Die Macchiaioli sind eine Gruppe italienischer Künstler. Sie wirkten von 1855 bis 1865 in Florenz und setzen sich gegen den Akademismus und für den Realismus ein.

Hauptvertreter waren Telemaco Signorini, Giovanni Fattori, Adriano Cecioni, Silvestro Lega und Giuseppe Abbati. Der Begriff Macchiaioli leitet sich vom italienischen Wort macchia ab, was so viel wie Fleck bedeutet (eine zweite Bedeutung ist Gestrüpp, Macchie)[1]. Der Begriff wurde erstmals in der Gazzetta del Popolo ironisch verwendet. Als Vorbilder ihrer Art des künstlerischen Wirkens gelten die Künstler Gustave Courbet und Camille Corot. Auch sie stellten (wie Courbet und Millet) häufig einfache, arbeitende Menschen in den Vordergrund des Bildes. Charakteristisch waren die fleckenartigen Farbflächen, ein starker Hell-Dunkel-Kontrast, sowie die Tatsache, dass alle Bilder Freilichtmalereien waren, um die Natur unmittelbar wiederzugeben. Details wurden auf das Wesentlichste reduziert, so sind beispielsweise Figuren schematisch dargestellt.

Treffpunkt der Gruppe war das Caffè Michelangiolo in Florenz.

Caffè Michelangelo in Florenz 1861 von Cecioni

Die Gruppe beeinflusste die Schule von Resina in Neapel (mit unter anderem Giuseppe de Nittis).

Ähnliche Künstler fand man zu dieser Zeit in Frankreich in der Schule von Barbizon. Diese romantischen und realistischen Maler waren Vorbild der Macchiaioli, sowie der Haager Schule aus den Niederlanden. Viele dieser italienischen, französischen und niederländischen Maler näherten sich später dem Impressionismus an.

Literatur[Bearbeiten]

  • Norma Broude The Macchiaioli: Italian Painters of the Nineteenth Century, Yale University Press 1987
  • E. Steingräber, G. Matteucci The Macchiaioli: Tuscan Painters of the Sunlight, Ausstellungskatalog, März/April 1984, New York: Stair Sainty Matthiesen Gallerie, in Zusammenarbeit mit Matthiesen, London
  • P. Bucarelli u.a. Mostra dei Macchiaioli, Ausstellungskatalog, Rom 1956

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Artikel Giovanni Fattori in Kindlers Malereilexikon