Madhukar

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Madhukar
Advaita-Meister und Autor

Madhukar (Sanskrit, wörtlich übersetzt: „Geliebter, süß wie Honig“; * 4. November 1957 in Stuttgart) ist ein Advaita-Meister und Autor. Er gilt als Guru der Stille.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Madhukar wuchs in seinem Geburtsort Stuttgart auf. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und Philosophie. Nach seinem Diplom arbeitete er als TV-Journalist.

In den frühen Achtziger Jahren reiste Madhukar über mehrere Jahre durch Asien. Er erlebte eine spontane Kundalini-Erleuchtung. Als Schüler des tantrisch-buddhistischen Dzogchen-Meisters Namkhai Norbu etablierte er sich als Yoga- und Meditationslehrer.

Im Jahre 1992 traf er während eines Aufenthalts in Indien auf seinen Meister H.W.L. Poonja, einen Schüler des berühmten Weisen Ramana Maharshi. Sri Poonja, auch Papaji genannt, ist einer der bekanntesten Vertreter des Advaita und wurde zu seinen Lebzeiten von zahlreichen Menschen aus aller Welt aufgesucht. Advaita Vedanta ist die mystische Richtung des Hinduismus, eine monistische Philosophie (Monismus = alles ist eins), die in ihren Ursprüngen unter anderem auf Shankara (788–820 n. Chr.) zurückgeht. Madhukar ist jedoch aufgrund der Vermittlungsmethode und der Inhalte seiner Lehren als Vertreter des Neo-Advaita zu betrachten.

[Bearbeiten] Aktuelle Tätigkeit

Seit 1997 gibt Madhukar in weltweiten Events und Retreats, traditionell Satsang (aus Sat = Wahrheit und Sangha = Gemeinschaft) genannt, sein Wissen weiter. Die Veranstaltungen sind einerseits geprägt von Stille, andererseits praktisch orientiert. Die Besucher haben die Möglichkeit im Dialog mit Madhukar Fragen zu klären. Zentral steht die Selbstergründung (Atma Vichara) mit der Frage: „Wer bin ich?“. Selbsterkenntnis soll zu innerem Frieden und dauerhaftem Glück führen.

Madhukar betont die nahe Verbindung zwischen Spiritualität und den Erkenntnissen der modernen Wissenschaften.

[Bearbeiten] Philosophische Kernaussage

Laut Madhukar lebt der Mensch im irrtümlichen Glauben an ein reales „Ich“. Der Mensch glaubt handlungsfrei zu sein und in einer objektiven Welt zu existieren. Diese Wahrnehmung sei jedoch begrenzt. In Wirklichkeit sei jedes Lebewesen reines Bewusstsein, in welchem sich die Welt subjektiv abbildet. Mit der Frage „Wer bin ich?“ könne die wahrgenommene, begrenzte Realität hinterfragt und reines Bewusstsein (das Selbst) erfahren werden. Die zweifelsfreie Identifikation mit dem Selbst sei absolute Freiheit, allumfassende Liebe und stilles Glück.

Inhaltliche Gemeinsamkeiten lassen sich vor allem im aktuellen Diskurs um den freien Willen (s. freier Wille) finden. Wie Madhukar vertreten Hirnforscher ebenso die Annahme, das „Ich“ und „der freie Wille“ seien eine Illusion.

[Bearbeiten] Werke

[Bearbeiten] Quellen

  • Bittrich, D./Salvesen, C.: Die Erleuchteten kommen. Goldmann Arkana, 2002, ISBN 3-442-21612-5
  • Salvesen, Christian : Advaita: Vom Glück, mit sich und der Welt eins zu sein. O.W. Barth, 2003, ISBN 978-3502675006
  • Interview mit Madhukar: Diener der Wahrheit, in: One Spirit, 2003
  • Interview mit Madhukar: Ich habe keine Lehre, in: Esotera 07/2004
  • Rieder, Christian: Die neuen Erleuchteten, in: Ursache&Wirkung, 2006
  • Interview mit Madhukar: Tue nichts und sei glücklich, in: Yoga Aktuell 39 - 04/2006
  • Dafna Moscati, Marco Mazzotti: Il Fiore del Nirvana. Macrolibrarsi, Documentarfilm, Italien 2007

[Bearbeiten] Weblinks

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