Ich

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Ich ist die Bezeichnung für die eigene separate individuelle Identität einer menschlichen Person, zurückweisend auf das Selbst des Aussagenden. Beispiel: „Ich denke, also bin ich“, von René Descartes: cogito ergo sum. In der sprachlichen Verwendung eines Bezugs ist das Ich in den Begriff der Deixis (Hier-Jetzt-Ich-Origo) eingebunden, die der grammatikalischen Funktion einer ersten Person in der Einzahl entspricht.

Ich-Erleben[Bearbeiten]

Das Ich erlebt der Mensch als das eigene Sein in den Ausdrucksformen von Denken, Fühlen und Handeln, kurzweg von allem Wahrnehmbaren, und betrachtet sich insofern auch als den Urheber derselben. Das Ich wird auch als Träger der Persönlichkeit wahrgenommen, das die Struktur der Person primär bestimmt. In diesem Sinne wird es aufgefasst als real seiender Quell oder Wesenskern von Eigen- oder Selbstschöpfung.

Das Ich-Erleben beinhaltet die Erfahrung des Menschen als eigenständiges Wesen, als Individualität. Damit betrachtet sich der Mensch als selbstkompetent, als mündiges Wesen, dem damit das Recht auf Selbstbestimmung grundsätzlich zusteht. Somit bildet dieses Ich-Erleben einerseits die Grundlage für die Anerkennung der Menschenwürde und die der Gestaltung der Menschenrechte, andererseits besteht durch die Einflüsse der inneren Zustände und der äußeren Reize auf das Ich auch die Gefahr einer Egozentrik beim Ich-Erleben. Aus dieser heraus können die ggf. bestehenden eigenen Grenzen zwischen dem sogenannten Guten und Bösen und eventuell auch die diesbezüglichen Grenzen beim Anderen nicht mehr wahrgenommen bzw. akzeptiert werden, und es so zu Grenzüberschreitungen und/oder unmoralischen/unethischen Realisierungen kommt, welche meist Leiderfahrungen, Konflikte im einzelnen Menschen, aber auch zwischen einzelnen Menschen und auch von Interessensgruppen gegeneinander, nach sich ziehen.

Im Tiefschlaf ist kein bewusstes Ich-Erleben erfahrbar – und damit stellt sich auch die ungewisse Frage, inwieweit es nach dem Tod ein Ich-Erleben geben kann oder ob das Ich ein ewiges Leben haben kann, aber bis zum Tod seiner biologischen Einheit, in der es existiert, von der selbigen abhängig ist, d. h. somit auch vom natürlichen Schlaf der biologischen Einheit abhängig ist; oder aber ob das Ich gleich Ich-Erleben ist bzw. ob es verschiedene Formen von Ich-Erleben gibt. Im Ich-Erleben kann auch das Erleben des Ich-Zweifels zugegen sein. Fragen diesbezüglich können sein: „Ist das, was ich tue, das richtige?“ „Möchte ich der sein, als der ich mich im Moment sehe?“ „Habe ich nur ein jeweils partielles Ich-Bild von mir (meinem Ich), das meinem vollkommenen Ich überhaupt nicht entspricht, oder bin Ich nur Halluzination/Illusion und es gibt das Ich überhaupt nicht als reales Sein?“ „Ist das Ich-Erleben ein Produkt der Evolution in einer diesseitigen Wirklichkeit oder das Erleben in einer anderen bzw. jenseitigen Wirklichkeit oder das Ergebnis aus einer ,Vermischung‘ von beidem?“

Geisteswissenschaftliche Auffassungen[Bearbeiten]

Die Kategorie des Ich findet besondere Berücksichtigung im philosophischen System Johann Gottlieb Fichtes, mit zumindest wissenschaftlichem Anspruch angegangen wurde es erstmals in der Psychoanalyse Sigmund Freuds. In der modernen Psychologie, die Introspektion als unwissenschaftliche Methode ablehnt, wird der Begriff nicht mehr verwendet, stattdessen erforscht man mit objektiven Methoden das Selbst.

Das Ich in der Psychoanalyse Freuds[Bearbeiten]

Sigmund Freud war der erste, der sich mit dem Ich systematisch befasste. Seinem Strukturmodell der Psyche zufolge ist die menschliche Psyche in drei Teile geteilt:

  • Das Es oder Id, der vegetative Teil der Psyche, der stets im Unbewussten verbleibt und die grundlegenden Instinkte und Triebe des Menschen umfasst.
  • Das Über-Ich oder Super-Ego, das die Funktion des Gewissens einnimmt und das Ich leitet (vgl. Ideal-Ich). Es wird von Freud als das Überbleibsel der elterlichen Autorität in der Kindheit angesehen.
  • Das Ich oder Ego, mit dem Freud das bewusst Erfahrene bezeichnet. Dieses Ich wird sowohl vom Über-Ich als auch vom Es beeinflusst und vermittelt zwischen diesen beiden Instanzen.

Dem Ich wird in der Weiterentwicklung der Psychoanalyse, der Ich-Psychologie eine besondere Bedeutung bei der Genese psychischer Krankheiten zugesprochen. Besonders Anna Freud und Heinz Hartmann haben das Ich als Instanz genauer differenziert. Hierbei sind besonders die Abwehrmechanismen und die Ich-Funktionen zu nennen. Die von Anna Freud beschriebenen und vielfach weiterentwickelten Abwehrmechanismen beschreiben die Fähigkeit des Ichs unangenehme Gefühle und Gedanken auf verschiedene Weise abzuwehren, so dass sie dem Bewusstsein nicht mehr direkt zugänglich sind.

Hartmann, der als eigentlicher Begründer der Ich-Psychologie gilt, hat insbesondere die Funktionen des Ichs hervorgehoben und die Entwicklung des Ichs beschrieben. Die Funktionen des Ichs entwickeln sich hauptsächlich in der Abwesenheit von Konflikten, der sog. konfliktfreien Ich-Sphäre [1].

Heute kann man verschiedene Ich-Funktionen unterscheiden (nach Bellak und Meyers)[1]:

Das Ich im Symbolischen Interaktionismus[Bearbeiten]

Einen großen Stellenwert nahm das Ich in der in den USA entwickelten mikrosoziologischen Theorie des Symbolischen Interaktionismus ein. Diese Theorie ging von der philosophischen Richtung des Pragmatismus aus, die den Menschen als ein aktives Wesen bezeichnet, das sich seine Welt mittels Interaktion mit ihr selbst konstruiere. Mit anderen Worten: Ohne das Individuum existiere die Welt nicht.

Im Symbolischen Interaktionismus sind die Theorien von Charles Cooley, George Herbert Mead und Erving Goffman richtungsweisend.

Charles Cooley war der erste, der sich mit dem Ich im Rahmen dieser Theorie beschäftigte. Für ihn entsteht das Selbst, bzw. das Ich, einzig und allein in der Interaktion des Individuums mit seiner Umwelt. Sein Modell wird auch Looking-glass self (etwa „Spiegel-Ich“) genannt, da sich das Individuum seiner Theorie zufolge nach der Weise definiert, wie es von anderen Menschen wahrgenommen wird.

George Herbert Mead ging von einer ähnlichen Theorie aus. Nach William James gibt es jedoch zwei Dimensionen des Ich, das I und das ME. Das ME entspricht in etwa dem Spiegel-Ich Cooleys, es besteht aus der Reflexion mit dem Umweg über die Gesellschaft, in Form von Normen und Regeln. Das I jedoch ist eine autonome, unvorhersehbare, individuelle Dimension des Ich. Dieses I als Prozess, der auf das Me schaut, entspricht am ehesten dem Verständnis des Ichs von Jane Loevinger. Diese hat in Ihrem Modell der Ich-Entwicklung erforscht, wie sich das Ich in verschiedenen Stufen der persönlichen Reife entwickelt. Hier befindet sich laut Mead die menschliche Kreativität. I und ME befinden sich in einer permanenten Interaktion untereinander.

Erving Goffman sieht das Ich dagegen in seinem sogenannten Dramaturgischen Modell als eine Art Schauspieler an, das in verschiedenen Situationen verschiedene Formen annimmt. Laut Goffmann ist es unmöglich, das Ich einer Person wirklich zu definieren, da dieses Ich auch in der Selbstreflexion verschiedene Rollen annehmen kann.

Ich-Bewusstsein im Tierreich[Bearbeiten]

Allgemein geht man davon aus, dass nur der Mensch sich seines Ichs bewusst sei. Einige wissenschaftliche Studien besagen, dass auch diverse Affenarten, Delfine, Elefanten und Elstern ein Ich-Bewusstsein besitzen. Dies wird unter anderem daran festgemacht, dass sich Exemplare dieser Tierarten im Spiegel selbst erkennen.[2][3]

Kritik[Bearbeiten]

Es wird obigen, relativ alten Untersuchungen entgegengehalten, dass die Begriffe Ich, Bewusstsein und Selbstbewusstsein nicht willkürlich vermischt und damit nicht missverständlich verwendet werden dürfen. Demnach wäre das menschliche Ich die Wahrnehmung des Wesens Mensch, der das Bild, welches er von sich selbst hat, im eigenen Selbstbewusstsein sieht (also nicht wie bei den obigen Tieruntersuchungen in einem materiellen Spiegel). Bestimmte höhere Tiere können ihr äußeres Erscheinungsbild zwar in einem Spiegel wahrnehmen, aber abweichend zum Menschen besitzen sie kein Wissen über sich selbst, weil sie dazu das Selbstbewusstsein, welches wieder ein Ich voraussetzt, benötigen würden. Ich-Erkenntnis setzt Bewusstsein, die Existenz des Ichs und des Selbstbewusstseins voraus, aber nicht - wie bei den obigen Tieren - lediglich (Selbst-)Wahrnehmungsfähigkeit ausschließlich aufgrund eines Bewusstsein. Das obige Begriffspaar Ich-Bewusstsein ist daher ein Widerspruch in sich selbst, die diesbezügliche Verwendung bei Tieren in Bezug auf eine eigene Ich-Erkenntnis wäre daher der unzulässige Versuch, Tiere zu "vermenschlichen". Hier ein berühmtes Beispiel für unzulässige Projektion des sogenannten "Menschlichen" im Tiere: Der Verhaltensforscher und Nobelpreisträger Konrad Lorenz hatte in seinen frühen Forscherjahren zunächst an Affen Fähigkeiten zu entdecken geglaubt, welche später von einigen seiner Wissenschaftskollegen kritisiert und dann gemeinsam mit ihm widerlegt wurden. Darauf hin wandte sich Lorenz bei seinen Verhaltensforschungen nur noch Fischen und Vögeln zu, da ihn ihr äußeres Erscheinungsbild viel weniger als das jenige der Affen an den Menschen erinnerte. Lorenz kam mit Hilfe seiner Kollegen nämlich zum Schluss, dass er die untersuchten Affen aufgrund ihrer optischen Ähnlichkeit mit dem Menschen unzulässigerweise "vermenschlichte". Dieser Vermenschlichungs-Fehler sei ihm, wie er später feststellte, sogar schon viel früher bei Verhaltensuntersuchungen an seinen eigenen, ihm bestens "vertrauten" Haushunden passiert. Nach den widerlegten Affenuntersuchungsergebnissen überprüfte er seine diesbezüglichen, früheren Hunde-Forschungsergebnisse an völlig "fremden" Hunden. Dabei kam er zum Ergebnis, dass die Vertrautheit gegenüber seinen eigenen Hunden bei den Untersuchungen ebenso wie bei den Affen zu einer unzulässigen menschlichen Projektion geführt hatte.

Das Selbst im spirituellen Bereich[Bearbeiten]

Das Transzendieren, die bewusste Klärung von Ich (Ego) und Selbst, ist das Hauptthema und Ziel im Hinduismus und im Buddhismus. Der Schüler (Chela) eines geistigen Weges im Hinduismus (z.B. Yoga) erkennt, dass sein Ich sich im „inneren Selbst“ (dem Atman) auflöst und damit die Einheit mit dem Göttlichen (Brahman) als Selbsterkenntnis stattfindet. Diese Befreiung wird Moksha genannt, im Westen häufig mit Erleuchtung übersetzt. Im Buddhismus hingegen wird die Existenz einer Seele und von etwas Göttlichem verneint (vgl. Anatta), alle Phänomene sind letztendlich Leerheit und der Weg ist lediglich ein Erwachen zur Erkenntnis der Realität.

Dieses Erlebnis wird im Hinduismus Samadhi genannt, im japanischen Buddhismus Satori. Alle Yogapraxis (Jnana-Yoga, Raja-Yoga) dient nur dazu, diese Täuschung einer eigenen separierten Existenz des Ichs (Egos) zu überwinden. Es gibt in der Erfahrung des eigenen Selbst das Lichterlebnis des Einen ohne ein Zweites (Erleuchtungserlebnis).

Das Ich (Ego) gibt seine Täuschungsexistenz auf und wird eins mit dem Ganzen (mit dem spirituellen Licht des ewigen Lebens). Tatsächlich „wird“ es nicht eins: Da das Ich (Ego) tatsächlich nie existiert hat, wird diese Einheit nach dem Loslassen von der Täuschung eines „Ichs“ als allumfassende Glückseligkeit im ewigen Licht erlebt.

Im ursprünglichen (Theravada) Buddhismus existiert dieses spontane Erleuchtungserlebnis zwar auch, wird aber letztlich als Täuschung bzw. ohne bleibenden Wert begriffen. Das „kleine Tor“ (Lankavatara-Sutra) des Erleuchtungserlebnisses ist dort lediglich ein erster Kontakt mit dem durch Übung zu beschreitenden Weg, und kein erstrebenswerter Zustand (vgl. Arhat).

Entsprechende Lichterlebnisse haben Eingang in die religiöse Literatur aller Kulturen gefunden, obwohl sie nicht überall als zentrales Gotteserlebnis begriffen werden. Diese Selbsterfahrung wird auch in der Bibel bei Johannes beschrieben: „Gott ist Licht und in ihm ist keine Finsternis.“ Weiter wird Jesus ein Satz in den Mund gelegt, womit er sich selbst, aber auch das Prinzip der Selbsterkenntnis meinte: „Das Licht leuchtet in der Finsternis (Ego), und die Finsternis hat es nicht begriffen“. Auch der Satz über dem Eingang zum Orakel von Delphi Erkenne dich selbst!, als Imperativ auch als Leitsatz dem Sokrates zugeschrieben, handelt von der Transzendenz des Egos hin zum göttlichen Selbst (Licht).

Im christlichen Bereich ist besonders der Mystiker Joel S. Goldsmith (†1964) zu erwähnen, der die philosophischen Grundlagen für das Loslassen des menschlichen Ichs (Egos) hin zum göttlichen Selbst in seinen Büchern beschreibt:

  • Das mystische Ich
  • Der Donner der Stille
  • The infinite way

In der Psychologie der Sufis (islamische Mystiker) existieren sieben verschiedene Stufen des Selbst (arabisch: nafs), die unterste ist an-nafs al-ammara, das niedere Selbst, die höchste an-nafs al-safiya, das reine Ich. Dazwischen liegen die Stationen der Gottessuchenden auf dem Weg zur göttlichen Einheit (tauhid).

Werke mit dem Titel „Ich“[Bearbeiten]

„Ich“-Denkmal

„Ich“ war der geplante Titel von Max Stirners Hauptwerk, das 1844 als Der Einzige und sein Eigentum veröffentlicht wurde. Geblieben ist „Ich“ darin als Titel der Zweiten Abteilung, die den größeren Teil des Buches ausmacht und Stirners Ruf als „Philosoph des Ich“ begründet hat.

„Ich“ ist ein Buch von Werner Siefer und Christian Weber, welches 2006 im Campus Verlag erschien. Dort wird das Ich unter anderem aus psychologischer Sicht betrachtet.

„Ich“ ist der Titel des 34. Bandes von Karl Mays gesammelten Werken, erschienen im Karl May Verlag. Der Band enthält zum Teil von fremder Hand bearbeitete autobiographische Schriften, u. a. die 1910 erschienene Autobiographie Mein Leben und Streben.

„Ich Ich Ich“ ist ein Roman von Robert Gernhardt (1937–2006), der 2003 bei S. Fischer erschien.

„Ich“ ist ein Roman von Wolfgang Hilbig, der 1993 erschien und autobiografische Züge hat.

Am südlichen Mainufer in Frankfurt steht das Ich-Denkmal, das von Hans Traxler entworfen und am 24. März 2005 eingeweiht wurde. Auf einer Tafel hat Traxler seine Idee illustriert, dass den Denkmalsockel jeder benutzen kann, um sich darauf fotografieren zu lassen, und als Kommentar hinzugefügt: Jeder Mensch ist einzigartig. Das gilt natürlich auch für alle Tiere..

Das Ich“ ist eine deutschsprachige Musikgruppe.

Ich + Ich“ ist ein deutsches Popmusikprojekt, das aus den Musikern Annette Humpe und Adel Tawil besteht.

„Ich“ als Wort[Bearbeiten]

Als Wort spielt „Ich“ in der Kommunikation eine spezielle Rolle, wo es in Beziehung zu einem „Du“ tritt oder „etwas“ über eine Sache oder 3. Person mitteilt. Für Psychologie oder Soziologie und in Gesprächen ist es interessant, ob und wann das „Ich“ umschrieben wird (etwa durch „man“ oder „wir“), und wieweit dies mit Unsicherheit und Selbstwertgefühl zu tun hat. Einige Sprecher verwenden so anstelle des Personalpronomens „ich“ das Indefinitpronomen „man“, um die eigene Situation zu verallgemeinern, zum Beispiel bei regelmäßigen Abläufen. „Man steht spät auf, isst Mittag und ist immer noch müde.“ Siehe auch Grammatik, Singular.

Das Wort ich scheint in Sprichwörtern und Redewendungen keine bedeutende Rolle zu spielen. Wo man für andere Worte in Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon mehrere hundert Sprichwörter/Redewendungen findet, so hat Wander für das Wörtchen ich nur 26 im deutschen Sprachraum gefunden. (So zum Beispiel: Ich und der Esel sind zusammen die Treppe heruntergefallen.)

Das „Ich“ im Sprichwort[Bearbeiten]

Das „Ich“ im Sprichwort hat Seltenheitswert. Präsentiert Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon zu einigen Wörtern hunderte von Sprichwörtern bzw. Versionen, sind es beim „Ich“ gerade einmal 26[4].

Zitat[Bearbeiten]

Das Leib-Seele-Problem ist eine philosophische Fragestellung, die sich mit der Konzeption des Ichs auseinandersetzt: Bin ich nur mein Körper als Biomaschine, ist das Ich meine Seele oder bin ich ein Seinszustand der beides umfasst, der möglicherweise sogar unabhängig von meiner materiellen Substanz existieren kann (vgl. z.B. Ewiges Leben). Auch die Neurologie und die Hirnforschung vermögen das Leib-Seele-Problem nicht zu objektivieren bzw. zu erklären, und so bleibt es eine Domäne der Metaphysik und Erklärungsgegenstand der Religion. Siehe auch bei Immanuel Kant:

„Ich, als denkend, bin ein Gegenstand des innern Sinnes und heiße Seele. Dasjenige, was ein Gegenstand äußerer Sinne ist, heißt Körper.“

Immanuel Kant (Kritik der reinen Vernunft, B 400)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b W. Mertens (2000): Einführung in die psychoanalytische Therapie. Band 1. Stuttgart, Kohlhammer
  2. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,445479,00.html
  3. http://www.netzeitung.de/wissenschaft/1129598.html
  4. Ich, Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band 2 (1870), Seite 954 f.

Literatur[Bearbeiten]

  • Ulrich Schwabe: Individuelles und transindividuelles Ich. Die Selbstindividuation reiner Subjektivität und Fichtes Wissenschaftslehre. Mit einem durchlaufenden Kommentar zur „Wissenschaftslehre nova methodo“. Schöningh, Paderborn 2007, ISBN 3-506-76325-3.
  • Anna Freud: Das Ich und die Abwehrmechanismen. Wien 1936.

Siehe auch[Bearbeiten]

 Wikiquote: Ich – Zitate
 Wiktionary: Ich – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Weblinks[Bearbeiten]