Magnetosom
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Als Magnetosom bezeichnet man einen magnetischen Partikel in den Zellen von Lebewesen, der die Basis für die Orientierung in Magnetfeldern bildet (zum Beispiel im Magnetfeld der Erde).
Magnetosomen bestehen aus Kristallen von Magnetit (Fe3O4) oder Greigit (Fe3S4). Sie haben einen Durchmesser von etwa 40–90 nm und sind von einer Monolage aus Phospholipiden, Proteinen und Glykoproteinen umgeben, also von einer Membran, die nicht die Struktur einer sogenannten Biomembran (auch als Einheitsmembran bezeichnet) besitzt.
Die Gestalt der Magnetosomen variiert zwischen verschiedenen Spezies stark. Sie kann würfel- bis quaderförmig und auch nagel- oder tropfenförmig sein. Je Zelle sind mehrere Magnetosomen enthalten, die darin Ketten bilden.
[Bearbeiten] Literatur
- Kirschvink, J. L.; Kobayashi-Kirschvink, A.; Woodford, B. J. Magnetite biomineralization in the human brain. Proc. Nat. Acad. Sci.; 89:7683–7687; 1992b.
Deutsche Übersetzung veröffentlicht in Blick durch die Wissenschaft am 6. Oktober 1992

