Mahajanga

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-15.71666666666746.316666666667Koordinaten: 15° 43′ S, 46° 19′ O

Karte: Madagaskar
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Mahajanga
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Madagaskar
Der Boulevard an der Küste 2008
Der Boulevard an der Küste, nach einem Zyklon im Jahre 2004

Mahajanga ist eine Stadt in Madagaskar. Sie liegt im Nordwesten der Insel in der Bucht von Bombetoka und ist Hauptort der gleichnamigen Provinz Mahajanga und der Region Boeny.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Der Ort wurde vermutlich vom Sakalava-König Andrianandisoaridi gegründet. Der Name kommt aus dem Arabischen (mji angaia „Stadt der Blumen“) oder dem Madagassischen (maha janga „das, was gesund macht“). Bereits von Beginn an diente er als Handelsplatz und war seit dem 18. Jahrhundert Hauptstadt des Sakalava-Königreichs Boina. Bis 1808 beherrschten die Sakalava den Ort, danach bis 1825 die Könige von Imerina. 1883 Angriff und Zerstörung der Stadt durch die Franzosen, welche den Ort 1895 eroberten. Die Stadt erhielt den Namen Majunga.

Am 7. März 2004 wurde die Stadt von dem Zyklon Gafilo heimgesucht, welcher beträchtlichen Schaden anrichtete.

[Bearbeiten] Bevölkerung

Ursprünglich wohnten hier nur Angehörige des Volks der Tsimihety und Sakalava. Doch wanderten durch die Inbetriebnahme des Hafens bald darauf auch Inder, Araber und später auch Chinesen zu. Das ethnische Spektrum erweiterte sich in der Kolonialzeit noch um Europäer und Leute von den Komoren. Die Letzteren stellten bis zu Pogromen im Jahr 1976 sogar die Bevölkerungsmehrheit. Die Volkszählung 1975 ergab 65.864, jene von 1993 106.780 Einwohner. Heute zählt der Ort rund 160.000 Bewohner.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Bedingt durch den Hafen ist der Handel der wichtigste Erwerbszweig. Zuerst wurden Sklaven und Reis exportiert. Später neben Reis auch Baumwolle, Mais, Tabak und Zuckerrohr. Große Arbeitgeber sind das Zementwerk und die Nahrungsmittelindustrie.

[Bearbeiten] Infrastruktur

Nordöstlich der Stadt liegt der regionale Flughafen, von welchem aus diverse Inlanddestinationen sowie die Komoren erreicht werden können. Außerdem bestehen tägliche Busverbindungen in die Hauptstadt. In der Stadt gibt es ein regionales Krankenhaus. Die Stadt ist seit 1923 Apostolisches Vikariat und seit 1955 ein Bischofssitz der katholischen Kirche.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Einer der Strände nördlich der Stadt

In der Stadt selber gibt es keine großen Sehenswürdigkeiten. In der Region sind vor allem die Mündungsebene des Betsiboka und die zahlreichen Strände Anlaufpunkte für die wenigen Touristen.

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