Mahmud II. (Iran)

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Mahmud ibn Muhammad ibn Malik-Schah (* 1104/5; † 10. September 1131) war ab 1118 der Seldschuken-Sultan im westlichen Persien und dem Irak.

Leben[Bearbeiten]

Mahmud wurde als ältester von den fünf Söhnen Sultan Muhammads I. (reg. 1105–1118) testamentarisch als Thronerbe bestimmt, aber von seinem Onkel Sandschar (reg. 1118–1157) nicht als neues Dynastieoberhaupt anerkannt.

Im August 1119 kam es zur Schlacht von Saveh, die Sandschar mit Hilfe von Kriegselefanten gewann. Auf Wunsch seiner Mutter behandelte er den Besiegten freundlich, verheiratete ihn und gab ihm (bis auf Rayy und die Kaspischen Provinzen) alle Besitzungen zurück. Allerdings wurde Sandschars Name von nun an zuerst in der Chutba gelesen, ebenso erschien er einige Zeit lang auf Mahmuds Münzen. Zudem wurden Mahmuds ranghöchste Beamte fortan direkt von Sandschar ernannt. Zehn Jahre später, 1128 ging Sandschar aufgrund von Prinzenintrigen wieder gegen Mahmud vor, aber auch diesmal endete es in einer Versöhnung.

Mahmuds Autorität wurde Zeit seiner Regierung durch seine vier Brüder Masud, Toghril, Sulaiman und Seldschuk beschränkt, die sich als Teilherrscher gebärdeten und ständig gegen ihn konspirierten und rebellierten, was auch Umsturzversuche lokaler Statthalter ermutigte und ihn ständig beschäftigte. Aufgrund der daraus resultierenden Finanzprobleme war Mahmud gezwungen, viel Land als Iqta (d. h. persönliches Lehen) an seine Befehlshaber zu vergeben.

Zu seiner Regierungszeit hörte Georgien (David IV.) auf, Tribut zu zahlen, und auch Mahmud persönlich konnte bei einem Vorstoß nach Schirwan 1123 nichts dagegen erreichen.

Der Sultan galt als gerecht, vernünftig und gelehrt und starb am 10. September 1131 im Alter von ca. 27 Jahren.

Söhne Mahmuds: