Malawa (Niger)

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Landgemeinde Malawa
Landgemeinde Malawa (Niger)
Landgemeinde Malawa
Landgemeinde Malawa
Koordinaten 13° 2′ N, 9° 37′ O13.0327777777789.6141666666667Koordinaten: 13° 2′ N, 9° 37′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Zinder
Departement Dungass
Einwohner 65.195 (2010)

Malawa (auch: Mallaoua) ist eine Landgemeinde im Departement Dungass in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Malawa liegt am Übergang der Großlandschaft Sudan zur Sahelzone und grenzt im Südosten an den Nachbarstaat Nigeria. Die Nachbargemeinden in Niger sind Gouchi im Norden, Bouné im Nordosten, Dogo-Dogo im Südwesten und Dungass im Nordwesten. Das Gemeindegebiet ist in 79 administrative Dörfer, fünf traditionelle Dörfer, 63 Weiler und neun Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Malawa (auch: Mallaoua).[2] Im Gemeindegebiet endet das Wadi Korama.

Geschichte[Bearbeiten]

Die französische Kolonialverwaltung richtete Anfang des 20. Jahrhunderts im von Kanuri besiedelten Malawa einen Kanton ein.[3] 2002 ging im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem Kanton Malawa die Landgemeinde Malawa hervor. Seit 2011 gehört die Landgemeinde nicht mehr zum Departement Magaria, sondern zum neugegründeten Departement Dungass.[4]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Malawa 48.013 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 65.195 Einwohner berechnet.[5] In Malawa leben neben Kanuri Angehörige der vor allem Agropastoralismus betreibenden Fulbe-Untergruppe Daourawa sowie der auf Fernweidewirtschaft spezialisierten Fulbe-Untergruppen Bornanko’en und Katchinanko’en.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in jener schmalen Zone entlang der Grenze zu Nigeria, die von Malawa bis Tounouga im Westen reicht und in der Bewässerungsfeldwirtschaft für Cash Crops betrieben wird.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version; PDF; 108 kB).
  3. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 251.
  4.  Une nouvelle loi sur le redécoupage administratif. In: L’Arbre à Palabres. Nr. 13, 11. August 2011, S. 2 (PDF-Datei, abgerufen am 28. Januar 2014).
  5. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version; PDF; 3,1 MB), S. 57.
  6. Ministère de l’élevage et des industries animales / République du Niger (Hrsg.): La mobilité pastorale dans la Région de Zinder. Stratégies et dynamisme des sociétés pastorales. Niamey 2009 (Online-Version; PDF; 11,3 MB), S. 33.
  7. Comprendre l’économie des ménages ruraux au Niger. Save the Children UK, London 2009 (Online-Version; PDF; 2,6 MB), S. 8.