Zinder (Region)

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Zinder
Agadez Diffa Zinder Maradi Tahoua Dosso Niamey Tillabéri Burkina Faso Benin Nigeria Kamerun Tschad Algerien Libyen MaliLage
Über dieses Bild
Basisdaten
Staat Niger
Hauptstadt ZinderVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Fläche 155.778 km²
Einwohner 3.556.239 (2012)
Dichte 23 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 NE-7
Politik
Gouverneur Kalla MoutariVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges

Die Region Zinder ist eine der sieben Regionen des Niger und liegt im Süden des Landes. Ihre Hauptstadt ist Zinder. Die Region hat 3.556.239 Einwohner (2012).

Geographie[Bearbeiten]

Zinder grenzt an drei Seiten an weitere nigrische Regionen: im Osten an Maradi, im Norden an Agadez und im Westen an Diffa. Südlich von Zinder liegen die nigerianischen Bundesstaaten Jigawa, Katsina und Yobe. In ihrem geologischen Aufbau ist die Region vor allem im Osten dem Erdzeitalter Quartär und vor allem im Westen dem Erdzeitalter Mesozoikum zuzurechnen. Im Süden gehören kleinere Abschnitte zum Erdzeitalter Präkambrium[1]

In der Norden der Region liegt das bis zu 710 Meter hohe Termit-Massiv, von dessen südlichen Ausläufern das Tal der Dilia de Lagané bis in die Nachbarregion Diffa erstreckt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Region Zinder geht als Verwaltungseinheit auf das 1964 geschaffene Departement Zinder zurück.[2] 1998 wurde Zinder wie alle bisherigen nigrischen Departements in eine Region umgewandelt.[3] Die Region war von der Hungerkrise im Niger in den Jahren 2004-06 betroffen.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Das Gebiet der Region Zinder hatte 1960, im Jahr der Unabhängigkeit Nigers, etwa 609.000 Einwohner. Die Volkszählung 1977 ergab 1.002.225 Einwohner, die Volkszählung 1988 1.406.943 Einwohner und die Volkszählung 2001 2.080.250 Einwohner.[4] Die Volkszählung 2012 ergab 3.556.239 Einwohner.[5]

Die Bevölkerungsmehrheit in der Region stellen die Hausa mit 69 %. Weitere Volksgruppen in Zinder sind Kanuri mit 13 %, Fulbe mit 9 %, Tuareg mit 7 % und Tubu mit 1 %.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

In der Region Zinder gibt es 2277 Grundschulen, davon sind 25 Privatschulen. Die Brutto-Einschulungsrate betrug im Schuljahr 2009/2010 64,9 % (landesweit 72,9 %), bei Mädchen 59,2 % (landesweit 63,9 %). Auf einen Grundschullehrer kamen durchschnittlich 35 Schüler (landesweit 39). Die Grundschulabschlussrate betrug 39,7 % (landesweit 49,3 %), bei Mädchen 36,5 % (landesweit 41,5 %).[7]

Untergliederung[Bearbeiten]

Die Region Zinder ist in die zehn Departements Belbédji, Damagaram Takaya, Dungass, Gouré, Magaria, Kantché, Mirriah, Takeita, Tanout und Tesker unterteilt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zinder (Region) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Krings: Sahelländer. WBG, Darmstadt 2006, ISBN 3-534-11860-X, S. 16.
  2. Edmond Séré de Rivières: Histoire du Niger. Berger-Levrault, Paris 1965, S. 274–275.
  3. Historique de la décentralisation au Niger. Website der ANIYA Coopération Décentralisée Niger-France, abgerufen am 26. Februar 2012.
  4. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010, S. 49 (Online-Version; PDF-Datei; 2,99 MB).
  5. Présentation des résultats préliminaires du Quatrième (4ème) Recensement Général de la Population et de l’Habitat (RGPH) 2012. Institut National de la Statistique du Niger, April 2013, S. 6, abgerufen am 28. Januar 2014 (PDF-Datei, französisch).
  6. Website des Institut National de la Statistique du Niger, abgerufen am 27. Dezember 2009.
  7. Statistiques de l’éducation de base. Annuaire 2009–2010 (PDF-Datei; 18,18 MB). Website des nigrischen Unterrichtsministeriums, veröffentlicht im September 2010, abgerufen am 14. Februar 2012.