Dogo-Dogo

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Landgemeinde Dogo-Dogo
Landgemeinde Dogo-Dogo (Niger)
Landgemeinde Dogo-Dogo
Landgemeinde Dogo-Dogo
Koordinaten 12° 54′ N, 9° 19′ O12.8991666666679.3233333333333Koordinaten: 12° 54′ N, 9° 19′ O
Basisdaten
Staat Niger

Region

Zinder
Departement Dungass
Einwohner 40.679 (2010)

Dogo-Dogo (auch: Dogo Dogo) ist eine Landgemeinde im Departement Dungass in Niger.

Geographie[Bearbeiten]

Dogo-Dogo liegt in der Großlandschaft Sudan und grenzt im Süden an den Nachbarstaat Nigeria. Die Nachbargemeinden in Niger sind Dantchiao im Westen, Dungass im Norden und Malawa im Osten. Das Gemeindegebiet ist in 60 administrative Dörfer, 21 traditionelle Dörfer, zwölf Weiler und 23 Lager gegliedert.[1] Der Hauptort der Landgemeinde ist das administrative Dorf Dogo-Dogo.[2]

Das Flachland von Dogo-Dogo ist dicht besiedelt und weist eine für nigrische Verhältnisse hohe durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge von 600 mm auf. Die Landschaft ist von hohen Akazien geprägt.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Das im Gemeindegebiet von Dogo-Dogo gelegene administrative Dorf Toumbi war bis 1864 der Hauptort des Emirats Gumel.[4] Die Landgemeinde Dogo-Dogo ging als Verwaltungseinheit 2002 im Zuge einer landesweiten Verwaltungsreform aus dem südlichen Teil des Kantons Dungass hervor. Seit 2011 gehört die Landgemeinde nicht mehr zum Departement Magaria, sondern zum neugegründeten Departement Dungass.[5]

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der Volkszählung 2001 hatte Dogo-Dogo 29.959 Einwohner. Für das Jahr 2010 wurden 40.679 Einwohner berechnet.[6] Die Bevölkerung setzt sich aus in Lehmziegel-Häusern lebenden Hausa und Kanuri sowie aus in Strohhütten wohnenden Fulbe und Tuareg zusammen.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Für den Eigenbedarf werden Hirse und Sorghum, als Einkommensquellen Sesam, Augenbohnen und Erdnüsse angebaut. Es gibt fünf Wochenmärkte im Gemeindegebiet. Von wirtschaftlicher Bedeutung ist der grenzüberschreitende Handel mit Nigeria. Dogo-Dogo liegt an der Nationalstraße 13, die den Ort mit der Stadtgemeinde Magaria verbindet. Dennoch ist die relativ abgeschiedene Lage der Landgemeinde ein Hemmnis für die wirtschaftliche Entwicklung.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Répertoire National des Communes (RENACOM). Website des Institut National de la Statistique, abgerufen am 22. Januar 2011.
  2. Republik Niger: Loi n° 2002-014 du 11 JUIN 2002 portant création des communes et fixant le nom de leurs chefs-lieux (Online-Version (PDF-Datei; 106 kB)).
  3. a b c Présentation de la commune de Dogo-Dogo. Website der ANIYA Coopération Décentralisée Niger-France, abgerufen am 13. März 2012.
  4. Yves Urvoy: Histoire de l’empire du Bornou. Larose, Paris 1949, S. 108.
  5.  Une nouvelle loi sur le redécoupage administratif. In: L’Arbre à Palabres. Nr. 13, 11. August 2011, S. 2 (PDF-Datei, abgerufen am 28. Januar 2014).
  6. Institut Nationale de la Statistique du Niger (Hrsg.): Annuaire statistique des cinquante ans d’indépendance du Niger. Niamey 2010 (Online-Version (PDF-Datei; 2,99 MB)), S. 57.