Mara Branković

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Mara Branković (auch Mara Hatun, Despina Hatun, Amerissa; * 1412; † 1487) war eine serbische Prinzessin aus dem Adelsgeschlecht der Branković.

Leben[Bearbeiten]

Mara war eine Tochter des serbischen Despoten Đurađ Branković und heiratete Sultan Murad II. des Osmanischen Reiches.

Aus der Ehe mit dem türkischen Sultan gingen keine Kinder hervor, sie hatte jedoch ein gutes Verhältnis zu ihrem Stiefsohn, Mehmed II., dem sie, nach dem Tod ihres Ehegatten, in politischen Fragen oft mit Ratschlägen zur Hilfe stand. Sie zog sich alsbald nach Serbien zurück und hielt Hof in Ježevo, einer Stadt im heutigen Mazedonien, wo sie sich mit exilierten serbischen Adeligen umgab.

Im Jahr 1451 rief sie ihre Schwester, die Witwe des verstorbenen Grafen Ulrich II., Katharina Branković zu sich, die ihre Position in Mazedonien und beim serbischen Adel stärkte. Im Krieg zwischen dem Osmanischen Reich und der Republik Venedig 1463–1479, spielten sie eine bedeutende Rolle als Vermittler und wurden von beiden Seiten für diplomatische Missionen eingesetzt.

Sie begleitete 1471 persönlich einen venezianischen Botschafter zu Verhandlungen mit dem Sultan, außerdem blieb sie einflussreich bei den Führern der orthodoxen Kirche, wie auch beim Nachfolger Mehmeds II., Sultan Bayezid II.. Nach der Schlacht bei Vaslui 1475 im Fürstentum Moldau bemerkte Mara, dass die Schlacht eine der größten Niederlagen für das bis dahin scheinbar unbesiegbare Osmanische Reich war.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mihailo Popovic: Mara Brankovic, Eine Frau zwischen dem christlichen und dem islamischen Kulturkreise im 15. Jahrhundert. Franz Philip Rutzen Verlag, Ruhpolding 2010 (Peleus), ISBN 978-3-447-06124-7.