Margarita Xirgu

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Margarita Xirgu i Subirá (Margarita Xirgu de Ortín, Margarida Xirgu; * 18. Juni 1888 in Molins de Rei; † 25. April 1969 in Montevideo) war eine katalanische Schauspielerin.[1]

Leben[Bearbeiten]

Margarita Xirgu debütierte 1906 am Teatre Romea in Barcelona als Blanca in dem Stück Mar i cel des katalanischen Schriftstellers Àngel Guimerà. 1908 trat sie mit großem Erfolg in dem Stück Joventud príncep am Teatre Principal auf. Ihre erste größere Filmrolle hatte sie im Folgejahr in Fructuós Gelaberts Stummfilm Guzmán el Bueno.[1] Sie spielte noch in weiteren Filmen, blieb aber im Wesentlichen eine Theaterschauspielerin.

1910 wirkte sie in der Premiere der Salomé von Oscar Wilde im Teatro Principal in Barcelona mit. 1911 schrieb Guimerà für sie das Stück La reina jove. Im selben Jahr gründete sie eine eigene Schauspieltruppe, mit der sie 1912 eine Tournee durch Südamerika unternahm. In den nächsten Jahren spielte Xirgu erfolgreich in Uraufführungen von Werken Benito Pérez Galdós', Jacinto Benaventes und Eduardo Marquinas. 1927 trat sie in Barcelona in der Uraufführung von Federico García Lorcas Stück Mariana Pineda in der Ausstattung von dessen Freund Salvador Dalí auf. Später spielte sie auch in García Lorcas Stücken Yerma und La casa de Bernarda Alba. Auch Rafael Alberti und Manuel Azaña schrieben Stücke für sie.

Ihr politisch linkes Engagement brachte Xirgu zunehmend in Schwierigkeiten. 1937 wurde sie als Delegierte der katalanischen Exilregierung in Montevideo gewählt. 1940 wurde sie von der Franco-Regierung ins Exil verbannt. Sie wurde uruguayische Staatsbürgerin und übernahm 1950 die Leitung der Schauspielschule in Montevideo, die später ihren Namen erhielt. Xirgu brachte Stücke von William Shakespeare (Romeo und Julia, Macbeth), Jean Giraudoux (Die Irre von Chaillot), Molière (Tartuffe) und weiteren bedeutenden Autoren auf die Bühne.[2]

1958 nahm sie La casa de Bernarda Alba für das argentinische Fernsehen auf.[1]

Im Jahr 1910 heiratete sie ihre Jugendliebe Josep Arnall. Sie Ehe hielt 26 Jahre bis zum Tod Arnalls 1936 in Havanna. Xirgu verstarb am 25. April 1969 während einer Operation in Montevideo. Im Jahr 1988 wurden ihre sterblichen Überreste in ihre Heimat zurück überführt. Ihre letzte Ruhestätte fand die Künstlerin in ihrer Heimatstadt Molins de Rei.[2]

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1907: Violante
  • 1907: La muerte del Tirano
  • 1909: Guzmán el Bueno
  • 1915: El nocturno de Chopin
  • 1915: El amor hace justicia
  • 1916: La Reina Joven
  • 1917: El beso de la muerte
  • 1917: Alma torturada
  • 1922: Epido
  • 1938: Bluthochzeit (Bodas de sangre)

Theater[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Margarita Xirgu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c La Casa de Bernarda Alba bei margaritaxirgu.es. Abgerufen am 16. August 2013.
  2. a b Biografie von Margarita Xirgu bei margaritaxirgu.es. Abgerufen am 16. August 2013.