Marginalisierung

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Dieser Artikel behandelt die soziologische Bedeutung; für die stochastische Bedeutung siehe Randverteilung.
Ein Obdachloser in Paris (2005)

Marginalisierung (von lateinisch margo „Rand“: Abschiebung ins Abseits)[1] ist ein sozialer Vorgang, bei dem Bevölkerungsgruppen an den „Rand der Gesellschaft“ gedrängt werden und dadurch nur wenig am wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben teilnehmen können. Im extremen Fall endet Marginalisierung für die Betroffenen in Krankheit oder sogar Hungertod.

Die Existenz in den Randbereichen einer sozialen Gruppe, Schicht oder Klasse wird auch als Marginalität bezeichnet („Randexistenz“).[1] Ein klassisches Beispiel sind die Elendsviertel (Slums) von Städten in Entwicklungsländern, beispielsweise im indischen Mumbai oder im peruanischen Lima.

Die amerikanische Politikwissenschaftlerin Iris Marion Young bestimmte 2002 die Marginalisierung als einen von fünf Faktoren, die zusammen „soziale Unterdrückung“ kennzeichnen, neben Ungerechtigkeit, Gewalt, Kulturimperialismus und Machtlosigkeit.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Marginalisierung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: marginalisieren – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Duden-Redaktion: Marginalisierung. In: Duden online. Januar 2013, abgerufen am 25. April 2014: „Marginalisierung, die […] Bedeutungen: […] 2. das Marginalisieren (2), Abschiebung ins Abseits“. Ebenda: marginalisieren: „Bedeutungen: […] 2. ins Abseits schieben, zu etwas Unwichtigem, Nebensächlichem machen“. Ebenda: Marginalität: „Existenz am Rande einer sozialen Gruppe, Klasse oder Schicht“.