Marginalisierung

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Dieser Artikel behandelt die soziologische Bedeutung; für die stochastische Bedeutung siehe Randverteilung.
Obdachloser in Paris

Marginalisierung (von lateinisch margo, „Rand“) ist ein Prozess, bei dem Bevölkerungsschichten an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden und dadurch wenig am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Im extremen Fall endet Marginalisierung für die Betroffenen in Krankheit oder Hungertod.

Die Existenz am Rande einer sozialen Gruppe, Klasse oder Schicht wird auch als Marginalität bezeichnet. Ein klassisches Beispiel dafür sind die Elendsviertel von Städten in Entwicklungsländern, etwa in Lima.

Marginalisierung ist nach Iris Marion Young eine der fünf Erscheinungen (Ungerechtigkeit, Gewalt, Kulturimperialismus, Marginalisierung und Machtlosigkeit), die zusammen Soziale Unterdrückung kennzeichnen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Iris Marion Young: Fünf Formen der Unterdrückung, in: Philosophie der Gerechtigkeit, ed. Christoph Horn und Nico Scarano, Frankfurt: Suhrkamp 2002, S. 428-445, ISBN 3-518-29163-7

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Marginalisierung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen