Maude Barlow

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Maude Barlow (* 19. Mai 1947 in Toronto, Ontario) ist eine kanadische Publizistin und Aktivistin.

Leben[Bearbeiten]

Nach Aktivitäten in der feministischen Bewegung wurde sie 1983 die erste Beraterin für Frauenfragen (adviser on women's issues) des kanadischen Premierministers (damals Pierre Trudeau). Einige Zeit nach einem Regierungswechsel gab sie ihre Stelle bei der Regierung auf und wurde 1988 Vorsitzende des linksgerichteten Council of Canadians, der größten Bürgerrechtsbewegung Kanadas. Ende der 1990er Jahre setzte sie sich zusammen mit anderen Kräften der Zivilgesellschaft gegen das von der OECD geplante multilaterale Abkommen über Investitionen (MAI) ein, das auch von vielen Entwicklungsländern als neue Form der Kolonisierung kritisiert wurde. Die OECD ließ den Plan fallen, aber die WTO will mit dem Vertragspaket GATS Ähnliches durchsetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit ist Kritik am panamerikanischen Freihandelsabkommen (außer Kuba) FTAA. Auch hier kritisiert sie, dass in intransparenten Verhandlungen Großkonzerne gegenüber der Bevölkerung und kleinen Ländern bevorteilt werden.

Barlow ist außerdem Vorstandsmitglied des International Forum on Globalization und Mitbegründerin der Umweltschutzbewegung Blue Planet Project, die das Trinkwasser vor der „Bedrohung durch Handel und Privatisierung“ schützen will.

Sie trat neben Michael Moore u. a. im kanadischen Dokumentarfilm The Corporation aus dem Jahr 2003 auf.

Maude Barlow lebt in Ottawa in zweiter Ehe mit Andrew Davis zusammen. Bisher veröffentlichte sie ca. zehn Bücher über die Themen Globalisierung, Privatisierung, Bildung, Medien und Umweltschutz.

Schriften[Bearbeiten]

Maude Barlow in Indien

Preise und Ehrungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maude Barlow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien