Meica

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Meica Ammerländische Fleischwarenfabrik Fritz Meinen GmbH & Co. KG
Meica-Logo
Rechtsform Kommanditgesellschaft
Gründung 1908
Sitz Edewecht
Leitung Jochen Kahmann (Geschäftsführer)
Mitarbeiter 400 (2006)
Branche Nahrungsmittel, Fleischverarbeitung
Website Meica.de

Die Meica Ammerländische Fleischwarenfabrik Fritz Meinen GmbH & Co. KG ist ein mittelständischer fleischverarbeitender Betrieb in Familienbesitz. Schwerpunkt der wirtschaftlichen Tätigkeit ist die Produktion unterschiedlicher Wurstspezialitäten und Fertiggerichte. Firmensitz ist Edewecht. Meica leitet sich von den Namen Meinen & Kahmann ab. Eigentümer des Unternehmens sind die Erben des Firmengründers Fritz Meinen.

Rechtsverhältnisse[Bearbeiten]

Die Meica Ammerländische Fleischwarenfabrik Fritz Meinen GmbH & Co. KG ist im Handelsregister Oldenburg unter A 120020 eingetragen. Lt. Veröffentlichung vom 7. Februar 2008 sind persönlich haftende Gesellschafter die Meinen & Kahmann Gesellschaft mit beschränkter Haftung (HR B 120014) und Georg Bach, Edewecht. Geschäftsführer der GmbH sind Jochen Kahmann und (seit 2013) Michael März.

Historie[Bearbeiten]

Das Unternehmen Meica wurde 1908 von dem Landwirt und Metzgermeister Fritz Meinen in Edewecht gegründet. 1949 führte das Unternehmen die erste Schwarzblechdose für Würste ein. 1973 produzierte das Unternehmen zum ersten Mal Rindswürstchen mit 100 % Rindfleischanteil als eigene Produktreihe. Der Vertrieb des Produktsortiments erfolgt, abgesehen von einem Werksverkauf, überwiegend über den Lebensmitteleinzelhandel. 2006 hatte das Unternehmen rund 400 Mitarbeiter, Geschäftsführer ist Jochen Kahmann.

Produkte[Bearbeiten]

Das Unternehmen produziert neben einer einzelnen Ökolinie ein umfangreiches Produktsortiment aus konventionellen Rohstoffen:

  • Kleine Knackzarte
  • 3-Minuten-Topf
  • Mini Wini
  • Deutschländer
  • Trueman’s – American Style Hot Dog
  • Bratmaxe
  • Trueman’s Chicken
  • Eisbeinfleisch in Aspik
  • CurryKing
  • Torfstecher
  • Wies’n Wirt
  • KohlKönig
  • WürstchenLunch
  • Wurstmaxe
  • Grillmaxe

Die Wortmarke Bio-Maxe wurde im ersten Quartal 2006 ebenfalls auf das Unternehmen übertragen, nachdem sie zuvor von einem süddeutschen Unternehmen gehalten worden war.

Das Unternehmen produziert nach eigenen Angaben jede Woche mehrere Millionen Würste.

Seit der BSE-Krise produziert das Unternehmen unter dem Namen Bio-Krusenhof Biogeflügelwurst, Bio-Fertiggerichte (mit und ohne Fleisch), Bio-Würstchen, Bio-Kühlprodukte und Bio-vegetarische Würstchen nach der EG-Öko-Verordnung. Darüber, woher das verwendete Biofleisch stammt, macht das Unternehmen keine Angaben.

Während der späteren Nitrofen-Krise zog das Unternehmen rund 80.000 Einheiten seiner Biogeflügelprodukte zurück, nachdem Laborproben ein Falsch-positiv ergeben hatten.

Marketing[Bearbeiten]

  • 1991 Meica macht das Würstchen. (Agentur Pahnke Markenmacherei)
  • 1993 Deutschländer[1] (Agentur Pahnke Markenmacherei)

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Nach einem Bericht des Magazins Jungle World entließ das Unternehmen im Frühling 1988 eine Betriebsrätin, weil sie sich "am Firmeneigentum bereichert" habe, indem sie sich während der Arbeitszeit Würstchen heiß machte. Ein Bremer Richter bestätigte den Vorwurf.
  • Auf eine Anfrage der taz nach den sozialen und ökologischen Bedingungen ihrer Produktion reagierte das Unternehmen mit der Aussage, man beantworte grundsätzlich keine Anfragen zu den Produkten seitens der Presse oder Verbraucherorganisationen.[2]
  • Abgesehen von Nährwertangaben stellt das Unternehmen auf seiner Webseite keinerlei Informationen über Herkunft und Verarbeitung der verwendeten Rohstoffe, Qualitätssicherungsmaßnahmen und Corporate Responsibility zur Verfügung.
  • 2014 verhängte das Bundeskartellamt gegen 21 Wurstunternehmen, darunter Meica Ammerländische Fleischwarenfabrik Fritz Meinen GmbH & Co. KG, Edewecht, eine dreistellige Millionenstrafe wegen illegaler Preisabsprachen.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Der Spiegel, 23/2002 3. Juni 2002, Gift im Garten Eden, Seite 78–84 (Bericht über eine bundesweite Rückrufaktion wegen Nitrofen)

Quellen[Bearbeiten]

  1. vgl. Jungle World, Jürgen Kiontke, Fünf Jahre "Deutschländer"-TV-Spots, Deutschland, erbrühe!
  2. Die deutschen Fleischer mauern, taz, 21. Januar 2004, Seite 8
  3. Bundeskartellamt verhängt Bußgelder gegen Wursthersteller

Weblinks[Bearbeiten]