Mesotheliom
| Klassifikation nach ICD-10 | ||
|---|---|---|
| C45 | Mesotheliom ICD-O M905/3 |
|
| C45.0 | Mesotheliom der Pleura | |
| C45.1 | Mesotheliom des Peritoneums | |
| C45.2 | Mesotheliom des Perikards | |
| C45.7 | Mesotheliom sonstiger Lokalisationen | |
| C45.9 | Mesotheliom nicht näher bezeichnet | |
| ICD-10 online (WHO-Version 2013) | ||
Das Mesotheliom ist ein diffus wachsender Tumor, welcher vor allem in der Pleura (Pleuramesotheliom), dem Herzbeutel und dem Peritoneum sowie an der Tunica vaginalis testis vorkommt, allerdings kann es auch an anderen Stellen auftreten. Es tritt in allen Lokalisationen vor allem bei Menschen auf, die mit Asbest Kontakt hatten (Asbestose). Das Mesotheliom ist meistens bösartig, benigne Formen treten jedoch auch auf.
Inhaltsverzeichnis |
Definition[Bearbeiten]
Mesotheliome sind seltene und oft schwer zu diagnostizierende Bindegewebstumore im Bereich des Mesothels, vor allem der Pleura. Männer sind häufiger von der Erkrankung betroffen (Wahrscheinlichkeit ca. 1:1000). Nach aktuellen Erkenntnissen wird das Mesotheliom zumeist durch Asbesteinwirkung, Glasfaserstaub oder Toxikose durch Zigarettenrauch und andere exogene Schadstoffe hervorgerufen. Formen, die primär im Mesothel des Bauchfells oder Herzbeutels auftreten, sind wesentlich seltener. Es steht in engem Zusammenhang mit einer Asbestose.
Häufigkeit[Bearbeiten]
Todesfälle Mesotheliom in der BRD[1]
| Jahr | Zahl |
|---|---|
| 1998 | 818 |
| 2001 | 1094 |
| 2004 | 1117 |
| 2006 | 1171 |
In Tuzköy, einem Dorf in der Türkei, verstirbt jeder zweite an einem Mesotheliom.
Diagnose[Bearbeiten]
Die Symptome zeigen sich meist spät und entsprechen denen einer Pleuraerkrankung, häufig tritt ein Pleuraerguß auf.
Die Diagnose erfolgt durch zytodiagnostische Untersuchungen aus Zellproben, die mittels Feinnadelbiopsie gewonnen werden, Histologie, Pleurabiopsie sowie radiologische Untersuchungen. Wegweisend ist oft die Thorakoskopie. Bevorzugt werden computertomografische (CT) Verfahren bei der Diagnose eingesetzt, um eine Metastasierung des Thorax, der Thoraxwand und der Lunge abzuklären.
Marker[Bearbeiten]
Es wird versucht, mit Hilfe von Markern die Diagnose früher und präziser zu stellen, so werden Mesothelin, Osteopontin sowie Fibulin [2] untersucht.
Quellen[Bearbeiten]
- J. T. Hartmann, C. Bokemeyer: Benigne und maligne Mesotheliome: Definition. Onkologie, Hämatologie - Daten und Informationen (online auf Onkodin.de)
- Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (PDF) (68 kB)
Weiterführende Literatur[Bearbeiten]
- A. J. Moore u. a.: Malignant mesothelioma. In: Orphanet Journal of Rare Diseases 3, 2008, 34. doi:10.1186/1750-1172-3-34 (Review, Open Access)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt
- ↑ http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51996/Neuer-Tumormarker-des-Mesothelioms
Weblinks[Bearbeiten]
- Deutsches Mesotheliomregister, Institut für Pathologie der Ruhr-Universität Bochum
- Türkei: Tumorhäufung erzwingt Massenumsiedlung, Spiegel Online
| Bitte den Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten! |