Metabolisten

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Der Nakagin Capsule Tower in Tokyo (Kishō Kurokawa, 1972) ist ein Beispiel für die Formgebung der Metabolisten

Unter der Bezeichnung Metabolisten fanden sich 1959 die japanischen Architekten und Stadtplaner Kisho Kurokawa, Kiyonori Kikutake, Fumihiko Maki, Sachio Otaka und Noboin Kawazoe zusammen, ihr Thema war die Stadt im urbanen Kontext. Die Stadt der zukünftigen Massengesellschaften sollte nach den Vorstellungen der Metabolisten in einem dynamischen Prozess durch flexible, erweiterbare Großstrukturen gestaltet werden.

Konzept[Bearbeiten]

Nach ihrer Auffassung reichten die bisher gültigen Gesetze von Form und Funktion bei der Gestaltung der Städte nicht mehr aus. Die neuen, zukünftigen Anforderungen der Kultur und Gesellschaft erfordern die Einbeziehung der Gesetze des Raumes und des stetigen Funktionswandels. Es wurde der Gedanke verfolgt, den Lebenszyklus von Geburt und Wachstum auf Städtebau und Architektur zu übertragen.

Die Metabolisten präsentierten Ergebnisse wie die schwimmende Stadt am Meer (Projekt Unabara), die Turmstadt von Kiyonori Kikutake, die Wand-, Agrarstadt und sogenannte Helix-City von Kisho Kurokawa.

Projekte der Metabolisten (Auswahl)[Bearbeiten]

Die japanischen Metabolisten[Bearbeiten]

Archigram (Großbritannien)[Bearbeiten]

  • Plug-in-City, Living Pod und Capsel-Tower (Peter Cook 1964–66)
  • Walking City und Instant City (Ron Herron 1964–70)
  • Trickling Towers und Layer City (Peter Cook 1978–82)
  • Wohnkapsel Peanut und Hochhaus Coexistence (Future Systems, 1984)

Weitere internationale Vertreter[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Herta Hammerbacher (1900-1985): Virtuosin der Neuen Landschaftlichkeit − Der Garten als Paradigma, Jeong-Hi Go, Verlag Technische Uni Berlin 2006, ISBN 978-3798320130, S. 115.
  • Der Baumeister: Zeitschrift für Architektur, Planung, Umwelt, Ausgabe. 75, 1978, S. 1162.
  • Project Japan – Metabolism Talks, Rem Koolhaas, Hans Ulrich Obrist, Taschen Verlag, 2011, ISBN 978-3-83652-508-4.

Weblinks[Bearbeiten]