Michail Jefimowitsch Fradkow

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Michail Fradkow

Michail Jefimowitsch Fradkow (russisch Михаил Ефимович Фрадков; * 1. September 1950 in Kurumotsch bei Kuibyschew, Oblast Kuibyschew) war vom 5. März 2004 bis zum 14. September 2007 Regierungschef Russlands.

Nach einem Maschinenbaustudium machte Fradkow Karriere im sowjetischen und russischen Außenhandelsministerium und stieg unter Wladimir Putins Vorgänger Boris Jelzin bis zum Minister auf. Unter Putin leitete Fradkow von 2001 bis 2003 die neu eingerichtete Steuerpolizei. Der frühere Chef der Steuerpolizei arbeitete zuletzt als Vertreter Russlands bei der Europäischen Union.

Knapp zwei Wochen vor der russischen Präsidentenwahl am 14. März 2004 deutete die Ernennung des weithin unbekannten Bürokraten, der keine politische Hausmacht hatte, eine weitere Machtkonzentration in den Händen Putins an. Putin attestierte Fradkow die Fähigkeit ein „guter, starker Administrator“ zu sein.

Am 12. September 2007 nahm Putin ein von Fradkow überraschend gestelltes Rücktrittsgesuch an.[1] In der öffentlichen Begründung seines Rücktritts äußerte Fradkow, er wolle Putin mehr Entscheidungsspielraum in personeller Hinsicht geben. Zu seinem Nachfolger wurde Wiktor Subkow bestimmt, der sein Amt am 14. September 2007 antrat.[2]

Am 6. Oktober 2007 wurde Fradkow zum Direktor des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR ernannt.

Er ist ständiges Mitglied des Sicherheitsrates der Russischen Föderation.

Am 25. Juli 2014 wurde er im Zusammenhang mit der russischen Politik zur Ukraine auf die Sanktionsliste der Europäischen Union gesetzt.[3]

Fradkow ist Vater zweier Söhne.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Nach seinem Rücktritt übte Fradkow das Amt des Regierungschefs bis zur Ernennung seines Nachfolgers am 14. September 2007 kommissarisch aus.
  2. http://www.newsru.com/russia/12sep2007/fradkov.html
  3. Amtsblatt der Europäischen Union: Durchführungsverordnung (EU) Nr. 810/2014 des Rates der Europäischen Union vom 25. Juli 2014

Weblinks[Bearbeiten]