Samara

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Samara (Begriffsklärung) aufgeführt.
Stadt
Samara
Самара
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Wolga
Oblast Samara
Stadtkreis Samara
Innere Gliederung 9 Bezirke
Bürgermeister Dmitri Asarow
Gegründet 1586
Frühere Namen Kuibyschew (1935–1990)
Stadt seit 1586
Fläche 466 km²
Bevölkerung 1.164.685 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 2499 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 100 m
Zeitzone UTC+4
Telefonvorwahl (+7) 846
Postleitzahl 443000–443125
Kfz-Kennzeichen 63, 163
OKATO 36 401
Website city.samara.ru
Geographische Lage
Koordinaten 53° 11′ N, 50° 7′ O53.18333333333350.116666666667100Koordinaten: 53° 11′ 0″ N, 50° 7′ 0″ O
Samara (Europäisches Russland)
Red pog.svg
Lage im Westteil Russlands
Samara (Oblast Samara)
Red pog.svg
Lage in der Oblast Samara
Liste der Städte in Russland

Samara (russisch Сама́ра; 1935–1990 Kuibyschew (Ку́йбышев)) ist eine Industriestadt im Süden des europäischen Teils Russlands, direkt an der Wolga gelegen. Sie hat 1.164.685 Einwohner (Stand 14. Oktober 2010)[1] und ist damit die sechstgrößte Stadt Russlands. Samara ist die Hauptstadt der Oblast Samara.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Samara liegt am hochgelegenen linken Wolgaufer der „Samarer Krümmung“ (auch „Samarer Bogen“, russisch Samarskaja luka) zwischen den Mündungen der Flüsse Samara und Sok. Die Stadt dehnt sich auf 50 km entlang der Wolga und auf 20 km nach Osten aus.

Klima[Bearbeiten]

In der Oblast Samara herrscht gemäßigtes, kontinentales Klima, typisch sind Tiefs; die Winter sind kalt und lang, im Sommer ist es heiß und trocken, mit starken Temperaturschwankungen und Wetterunbeständigkeit. Der Herbst und der Frühling sind ebenfalls lang und sehr gut ausgeprägt. Die Flüsse beginnen im November zuzufrieren, der erste Schnee fällt etwas früher. In den ersten Aprilwochen beginnt die Schneeschmelze und das Eis bricht. Die Durchschnittstemperatur im Juli, dem heißesten Monat im Jahr, beträgt +21 Grad, im Januar, dem kältesten Monat, -13 Grad. Der durchschnittliche Niederschlag beträgt 400 mm pro Jahr.

Samara
Klimadiagramm
J F M A M J J A S O N D
 
 
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-9
-16
 
 
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-8
-15
 
 
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-8
 
 
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2
 
 
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9
 
 
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2
 
 
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0
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51
 
-6
-11
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Roshydromet
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Samara
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) −9,0 −7,5 −0,9 11,5 20,9 24,1 26,1 24,2 18,1 8,3 −0,1 −5,7 Ø 9,2
Min. Temperatur (°C) −15,7 −14,6 −7,7 2,3 9,6 13,6 15,9 13,9 8,7 1,5 −4,6 −11,4 Ø 1
Niederschlag (mm) 46 35 33 39 32 58 64 52 45 52 54 51 Σ 561
Regentage (d) 10 7 7 7 5 8 8 7 7 9 10 10 Σ 95
T
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m
p
e
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a
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−9,0
−15,7
−7,5
−14,6
−0,9
−7,7
11,5
2,3
20,9
9,6
24,1
13,6
26,1
15,9
24,2
13,9
18,1
8,7
8,3
1,5
−0,1
−4,6
−5,7
−11,4
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: Roshydromet

Geschichte[Bearbeiten]

Name der Stadt[Bearbeiten]

Es existieren zwei Haupttheorien über den Ursprung des Namens „Samara“. Nach der ersten Version bekam die Stadt ihren Namen nach dem Fluss Samara, der bei der Stadt in die Wolga mündet. In den Turksprachen bedeutet Samara „Steppenfluss“. Die zweite Version besagt, dass der Name der Stadt vom griechischen Wort „Samar“ – Kaufmann, Händler, sowie „Ra“ – dem uralten Namen der Wolga stammt.

Entstehung der Stadt[Bearbeiten]

Erstmals wird Samara in einer russischen Chronik aus dem Jahr 1361 erwähnt. Auf einer 1367 erstellten Karte der Wolga der venezianischen Kaufleute Francesco und Dominico Pizzigano ist eine Siedlung Samara gekennzeichnet. Nach einem Befehle des Zaren Fjodor Iwanowitsch begann im Jahre 1586 an der Wolga bei der Mündung des breitesten Arms des Flusses Samara der Bau einer Bewachungsfestung, die „Samara-Städtchen“ genannt wurde. Diese Festung sollte den Schutz gegen die Angriffe der Nomaden auf Russland, sowie für den Wasserweg von Kasan nach Astrachan gewährleisten. Die Festung wurde unter der Leitung des Heerführers Grigory Osifowitsch Sassekin an der Stelle des heutigen Chlebnaja-Platzes (Brotplatzes) errichtet. Am Anfang wurden die Mauern aus zugespitzten Holzstämmen und Wachtürme mit Schießscharten ausgeführt; danach der Kreml, eine Kirche und schließlich Wohn- und Wirtschaftsgebäude für die künftige Bevölkerung. 1636 war die Festung bereits 1700 Meter lang und 350 Meter breit. 1689 wurde das Städtchen offiziell zur Stadt. Zu diesem Zeitpunkt war Samara nicht mehr nur wichtiger Militärstützpunkt, sondern auch großes Handelszentrum als Umschlagplatz des russischen Handels mit dem Orient geworden. 1708 galt Samara als neuntgrößte Stadt des Kasaner Gouvernements, wurde ab 1719 zum Astrachaner Gouvernement gezählt. Damals hatte die Stadt 210 Höfe. In dieser Periode geriet sie ins Epizentrum zweier Bauernaufstände. Im Jahr 1670 wurde Samara vom Heere des Stepan Rasin erobert, und im Jahr 1773 war Samara die erste Stadt, die auf die Seite des Jemeljan Pugatschow übertrat.

Gouvernementshauptstadt[Bearbeiten]

Samara auf einer Postkarte von 1908

Samara wurde 1851 Gouvernementshauptstadt. Sie zählte damals 15.000 Einwohner und wurde zum wichtigsten Zentrum des Weizenanbaus des gesamten Russischen Reiches. Der aktive Handel mit Kolonial-, Manufaktur- und sonstigen Waren wurde in 375 Geschäften betrieben. Wöchentlich wurden auf den zwei großen Plätzen Märkte abgehalten. Außerdem fanden drei Jahrmärkte statt, welche jeweils 10 Tage dauerten: Sobornaja (im Herbst), Kasanskaja und Wosdwischenskaja (beide im Sommer). 1877 bekam Samara Anschluss an die Orenburger Eisenbahn. Ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann die Entwicklung der Mühlenindustrie in der Stadt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Samara bereits das größte Getreideverarbeitungszentrum Russlands. Zu jener Zeit befanden sich 46 Betriebe und Fabriken in der Stadt, die insgesamt 2.500 Arbeiter beschäftigten. 1917 zählte Samara bereits 90 industrielle Betriebe, eine mechanische Bäckerei, sowie einen Getreidespeicher mit einem Volumen von 3,5 Mio. Pud. Dank ihrer günstigen geografischen Position wurden Donezbecken und Ural zu den wichtigsten Metalllieferanten für die Industrie, was die Erschaffung einer Vielzahl von Maschinenbau- und metallverarbeitender Betriebe förderte.

Oktoberrevolution und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten]

Die Oktoberrevolution selbst verlief in Samara ohne einen einzigen Schuss. Im Juni 1918 jedoch wurde die sowjetische Führung der Stadt durch gemeinsame Bemühungen der Weißen Armee und eines tschechoslowakischen Korps aus den Kriegsgefangenen der österreichisch-ungarischen Armee gestürzt. Für vier Monate ging die Macht zum Komutsch (Komitee der konstituierenden Versammlung) über, das die Restauration der Demokratie in Russland zu seinem Ziel erklärte. Im November desselben Jahres wurde die sowjetische Macht durch die Teile der Roten Armee unter der Führung von Wassili Tschapajew und G. Gai wiederhergestellt.

Wie bei vielen russischen Städten erfolgte der eigentliche industrielle Aufschwung erst ab den 1920/30er Jahren im Rahmen der sowjetischen Industrialisierung. In dieser Zeit wurden in Samara selbständige Parallelunternehmen zu Moskauer und Leningrader Werken errichtet. 1928 wurde Samara zum Zentrum der Oblast Mittlere Wolga. 1935 wurde es gemäß einem Beschluss der sowjetischen Regierung zu Ehren des Staatsmannes und Parteifunktionärs Walerian Kuibyschew in dessen Nachnamen umbenannt.

Die Stadt bekam im Jahr 1941 eine besondere politische und strategische Bedeutung, als im Oktober, kurz vor der historischen Schlacht um Moskau, die Regierungsorgane mit Michail Kalinin an der Spitze, sowie ein Teil der militärischen Verwaltung, das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten und das ganze diplomatische Korps (20 Botschaften und Missionen) aufgrund eines Beschlusses des staatlichen Verteidigungskomitees der UdSSR - „GKO“ nach Kuibyschew gingen. Ihnen folgten das Ensemble des Bolschoi-Theaters und zahlreiche andere Künstler, darunter Dmitrij Schostakowitsch, Ilja Ehrenburg, Fjodor Gladkow und Emil Gilels. Für Stalin wurde der „Stalinbunker“ mit einem Arbeitszimmer in einer Tiefe von 37 Metern eingerichtet, der heute ein Museum ist. Stalin selbst hat den Bunker jedoch nie bezogen.

Monument des Ruhms

Kuibyschew spielte eine wichtige Rolle beim Sieg über Deutschland. Bereits in der Anfangsphase des Krieges wurden größere Betriebe in die Stadt verlagert. Es wurde mit der Produktion von Waffen und Munition begonnen. Während des Krieges wurden Zehntausende Schlachtflugzeuge Il-2 von Kuibyschew aus an die Front geschickt.

In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 234 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[2]

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Am stärksten entwickelte sich die Stadt in den Nachkriegsjahren. Kuibyschew wurde zu einem großen industriellen und kulturellen Zentrum der Sowjetunion. Betriebe der Flugzeug- und Maschinenbauindustrie, der Hütten-, Elektrotechnik- und Kabelindustrie sowie erdölverarbeitende und Leichtindustrie wurden errichtet. Außerdem entwickelte sich Samara zu einem großen Wissenschaftszentrum: zehn Hochschulen und vier Universitäten bilden Spezialisten in den verschiedensten Fächern aus. Mit der Zeit wuchs auch wieder das kulturelle Leben in der Stadt.

In Uprawlentscheski Gorodok (Stadtteil des heutigen Samara) arbeiteten infolge von Reparationsleistungen für den Zweiten Weltkrieg von 1946 bis 1954 deutsche Spezialisten in der UdSSR. Von den mehr als 700 Fachleuten arbeitete die größte Gruppe in der Flugzeugindustrie [3], eine kleinere entwickelte Autopiloten für Flugzeuge und Raketen. Diese Gruppe wurde 1950 nach Tuschino bei Moskau verlegt und konnte erst 1958 heimkehren. Bis zur Auflösung der Sowjetunion war Kuibyschew für westliche Ausländer nicht oder nur eingeschränkt zugänglich.

Im Zuge der gesellschaftlichen Transformationsprozesse der 1990er Jahre konnte Samara seinen hohen Rang unter den führenden Wirtschaftsstandorten des Landes halten.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr Einwohner
1897 89.999
1926 172.000
1939 390.488
1959 806.356
1970 1.044.849
1979 1.216.233
1989 1.254.460
2002 1.157.880
2010 1.164.685

Anmerkung: Volkszählungsdaten (1926 gerundet)

Kulturleben[Bearbeiten]

Das Theater von Samara

Schon Lew Tolstoi kaufte sich ein Landgut in der Nähe der Wolga, wo er mit seiner Familie viele Sommer verbrachte. Alexei Tolstoi verbrachte seine Kindheit und Jugend in Samara. Mit einer Anstellung bei der „Samarer Zeitung“ begann die Karriere von Maxim Gorki. Während des Bürgerkriegs arbeitete der tschechische Schriftsteller Jaroslav Hašek in der Stadt. In Samara lebten viele berühmte Maler, wie Ilja Repin, Wassilij Surikow, Iwan Aiwasowski. Während des Zweiten Weltkriegs wurde in Samara die 7. Sinfonie („Leningrader“) von Dmitri Schostakowitsch uraufgeführt. In dieser Zeit entstanden vier professionelle Theater, darunter zwei akademische, die russlandweit bekannt sind: das Gorki-Schauspielhaus und das Opern- und Balletthaus.

Die Museen in Samara bewahren kostbare Sammlungen und einzigartige Kunstwerke auf.

Samara verfügt über zahlreiche Theater, eine Philharmonie und eine Oper. Letztere ist Standort einer russlandweit bekannten Ballett-Truppe. Das berühmte Gebäude des Gorki-Schauspielhauses, das eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt darstellt, wurde im Jahr 1888 nach einem Projekt des bekannten russischen Architekten M. N. Tschitschagow erbaut. Das in der Sowjetzeit gebaute Opernhaus eröffnete seine erste Saison 1931 mit der Aufführung der Oper Boris Godunow von Modest Petrowitsch Mussorgski. Die Oper hatte anfangs eine schlechte Akustik, sie wurde inzwischen umgebaut und die Akustik wesentlich verbessert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Orthodoxe Kirche in Samara

Aus der Stalinzeit stammt der sogenannte Stalinbunker (russisch Бункер Сталина), der im Fall der deutschen Eroberung Moskaus als mögliches Ausweichquartier für die sowjetische Regierung dienen sollte. Der Bunker wurde heimlich in Handarbeit angelegt und der Aushub mittels eines Tunnels abtransportiert, so dass selbst die direkten Nachbarn vom Bau nichts erfahren konnten. Der Bau wurde erst nach dem Ende der Sowjetunion der Öffentlichkeit bekannt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind Gebäudekomplexe aus dem 19. Jahrhundert, sowie das Monument des Ruhms. Die Reize Samaras liegen jedoch mehr in der Umgebung, in der Wolgalandschaft, an der die Stadt mit einem 50 km langen Wolgastrand einen großen Anteil hat. Berühmt ist die Stadt für ihre schier endlose Wolgapromenade und die Aussicht auf die Schiguli-Berge, eine Hügelkette am gegenüberliegenden Ufer.

Es gibt eine Evangelisch-lutherische Kirche im Ort.

Wirtschaft und Verkehr[Bearbeiten]

Karte der Metro Samara
Samaraer Bahnhof

Samara zählt zu den bedeutendsten Wirtschaftsstandorten der Russischen Föderation. Zu den wichtigsten Industriezweigen zählen der Maschinenbau und die Metallverarbeitung mit der Herstellung von Geräten für die Weltraumtechnik, den Flugzeugbau (Typ Tupolew) und Flughäfen. In Samara befindet sich die Firma ZSKB Progress, in der die Sojus-Raketen konstruiert und gebaut werden. In der Nähe Samaras befindet sich die Stadt Togliatti, in der die Automarke Lada hergestellt wird. Bei Togliatti befindet sich die Wolgatalsperre, die den Kuibyschewer Stausee anstaut. Südlich der Stadt Samara befinden sich Erdöl verarbeitende Industrie und große Raffinerien. Die Oblast Samara gehörte 2012 zu den zwei „Geber-Regionen“ in der russischen Föderation, die Gelder in einen Finanzausgleich einzahlen und damit die anderen Regionen unterstützen.

Im Bereich der Lebensmittelindustrie weist Samara einige landesweit bekannte Großbetriebe auf wie die Schokoladenfabrik Rossija. Direkt am Wolgastrand befindet sich eine große Brauerei, die Ende des 19. Jh. von einem Österreicher gegründet wurde. Sie produziert das Schiguli-Bier, das nach den von der Brauerei aus sichtbaren Schiguli-Bergen benannt ist und die auch auf dem Etikett abgebildet sind.

Flugzeug vom Typ Tu-154 der Samara Airlines (Bankrott) auf dem Flughafen Kurumotsch (2006)

In der Stadt gibt es eine kleinere U-Bahn, die Hauptlast des öffentlichen Personennahverkehrs tragen jedoch Busse, Trolleybusse und eine Straßenbahn. Samara besitzt einen internationalen Flughafen bei Kurumotsch und ist mit der russischen Hauptstadt Moskau über die Fernstraße M5 verbunden, die von hier über den Ural weiter in die Metropolen Sibiriens führt und mehrere andere Überland-Hauptstraßen kreuzt (nach Saratow, Orenburg, Uljanowsk u.a.). Schon lange Zeit ist Samara ein wichtiger Eisenbahnknoten. Die Stadt ist Verwaltungssitz der Kuibyschewer Eisenbahndirektion. Die Bahnhofskuppel mit der Aussichtsplattform ist für Gruppen nach Voranmeldung zugänglich. Samara besitzt durch die zahlreichen Verbindungen eine zentrale Rolle als Verkehrsknotenpunkt im Wolgaraum.

Sport[Bearbeiten]

Sportliches Aushängeschild der Stadt ist der Fußballklub FC Krylja Sowetow Samara. Der Klub wurde 1942 gegründet und ist derzeit im Rosgosstrakh Championat Rossija (Premjer Liga), der ersten russischen Liga anzutreffen. 2008 machte der Verein durch die Verpflichtung des tschechischen Nationalspielers Jan Koller von sich reden. Im Eishockey ist die Stadt durch den Verein ZSK WWS Samara vertreten.

Weiterführende Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Samara ist eines der größten Wissenschafts- und Hochschulzentren Russlands mit 27 Universitäten und Hochschulen sowie 80 Forschungsinstituten.

  • Business-Institut des Wolgagebietes
  • Fakultät der Staatlichen Akademie für Wasserstraßenverkehr des Wolgagebiets
  • Filiale der Unterschule für Unternehmertum und Privatisierung
  • Filiale der Internationalen Akademie für Management
  • Filiale der Staatlichen Handelsuniversität Moskau
  • Filiale der Regionalen Öffentlichen Universität
  • Filiale der Geisteswissenschaftlichen Universität Sankt Petersburg der Gewerkschaftsverbände
  • Filiale des Branchenübergreifenden Instituts für Medizinisch-Soziale Rehabilitation
  • Filiale Samara der Hochschule Saratow des Innenministeriums Russlands
  • Staatliche Universität für Verkehrswesen
  • Internationale Akademie für Business und Bankwesen
  • Internationales Institut für Marktwesen
  • Militärisches Medizininstitut Samara
  • Najanowa-Universität
  • Akademie für Geisteswissenschaften Samara
  • Medizininstitut „Reawis“ Samara
  • Institut für Betriebswirtschaft Samara
  • Staatliche Universität Samara[4]
  • Staatliche Akademie für Architektur und Bauwesen Samara
  • Staatliche Akademie für Kultur und Kunst Samara
  • Staatliche Akademie für Telekommunikation und Informatik des Wolgagebiets
  • Staatliche Landwirtschaftliche Akademie Samara
  • Staatliche Medizinuniversität Samara
  • Staatliche Ökonomische Akademie Samara
  • Staatliche Pädagogische Universität Samara
  • Staatliche Universität für Luft- und Raumfahrt Samara
  • Staatliche Technische Universität Samara
  • Städtische Najanova-Universität Samara
  • Technikum für Verlags- und Druckwesen

Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Samara – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.
  3. Triebwerkspezialisten
  4. Website der Staatlichen Universität Samara