Microraptor
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| Microraptor | |||||
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Microraptor gui, Fossil
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| Zeitraum | |||||
| frühe Kreide, Aptium | |||||
| 120 Mio. Jahre | |||||
| Fossilfundorte | |||||
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| Systematik | |||||
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| Wissenschaftlicher Name | |||||
| Microraptor | |||||
| Xu, Zhou & Wang, 2000 | |||||
| Arten | |||||
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Microraptor war ein kleiner kreidezeitlicher Dinosaurier, der zu den Dromaeosauriern gehörte. Er wurde ca. 40 cm lang und verfügte schon ansatzweise über eine Befiederung.
Chinesische Paläontologen entdeckten 2003 in der Jiufotang-Formation in der Provinz Liaoning das gut erhaltene fossile Skelett eines Microraptor gui. Nach der Untersuchung der Überreste gelangten die Forscher zur Ansicht, dass das Tier über asymmetrische Federn verfügte, die nicht nur an den vorderen Extremitäten, sondern auch an den Hinterbeinen ausgebildet waren. Demnach verfügte der kleine Saurier über vier flügelartige Gebilde. Nach einer Hypothese des Paläontologen Sankar Chatterjee und des pensionierten Luftfahrtingenieurs R. Templin, die entsprechende Modellrechnungen anstellten, soll Microraptor gui zu einem Gleitflug nach Art eines Doppeldeckergleiters der Gebrüder Wright befähigt gewesen sein. Hierzu musste der Saurier seine Vorderbeine seitlich ausgestreckt gehalten haben (wie es von modernen Vögeln bekannt ist) und die Hinterbeine mit den befiederten Mittelfußknochen parallel zueinander unter sich gehalten haben. Auf diese Weise wären die Hinterbeine etwas tiefer, als die Vorderbeine. Grund für diese Annahme ist, dass Microraptoren aufgrund ihrer Anatomie zu einem seitlichen Abspreizen der Beine oder gar zu einem Flügelschlag nicht in der Lage gewesen wären. Nach Vorstellung der beiden Forscher sollen die Tiere mit Hilfe ihrer klauenbewehrten Zehen die Wipfel hoher Bäume erklommen haben, um sich von dort zu einem Gleitflug in die Tiefe gestürzt haben. Auf diese Weise sollen sie – ähnlich wie die heutigen Gleithörnchen – auf energiesparenden Weise von Baum zu Baum geglitten sein.
Unter Paläontologen ist diese Hypothese allerdings umstritten: so gibt es nach einem amerikanischen Forscher Anhaltspunkte dafür, dass es sich bei den vermeintlichen Federn des Sauriers lediglich um zerfallene Hautreste handelt. Selbiger Forscher hatte jedoch schon vor einigen Jahren behauptet, dass Dromaeosaurier (z. B. Velociraptor) keine Dinosaurier wären, wenn sie Federn hätten.
Neuere Versuche im Windkanal mit einem rekonstruierten Modell gehen in eine ähnliche Richtung: Demnach haben Microraptoren allerdings zunächst die Beine nach hinten gestreckt und dabei weniger Luftwiderstand gehabt als bei der Doppeldecker-Haltung. Die Doppeldecker-Haltung habe das Tier erst gegen Ende des Gleitflugs angenommen, um besser landen zu können.[1]
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ PBS Nova: „The Four-Winged Dinosaur“, 2008. Transkript; Interaktive Demo (Flash)

