Mikrofundierung

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Unter Mikrofundierung, insbesondere mikroökonomischer Fundierung der makroökonomischen Theorie, versteht man in den Wirtschaftswissenschaften die direkte Ableitung makroökonomischer Verhaltensgleichungen aus dem einzelwirtschaftlichen (also mikroökonomischen) Maximierungsverhalten (Nutzenmaximierung der Haushalte, Gewinnmaximierung der Unternehmung).[1]

Die Ableitung makroökonomischer Funktionen aus einzelwirtschaftlichen Beziehungen gehört zu den schwierigsten Aufgaben der Wirtschaftstheorie und stellt im Allgemeinen ein unlösbares Aggregationsproblem dar.[2] Die Mikrofundierung soll dieses unlösbare Aggregationsproblem umgehen, indem eine Analogie zwischen einzelwirtschaftlicher und gesamtwirtschaftlicher Verhaltensgleichung postuliert wird.

Anwendung[Bearbeiten]

Die Neue Makroökonomik (inkl. Neue Klassische Makroökonomik, Neukeynesianismus) ist zum überwiegenden Teil durch makroökonomische Modelle gekennzeichnet, die eine vollständig mikroökonomische Fundierung besitzen.[1]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Kirchgässner, Gebhard. Zur Mikrofundierung der Makroökonomik: Einige methodische Bemerkungen. Beiträge zur Mikro-und zur Makroökonomik. Springer Berlin Heidelberg, 2001. 229-242.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b mikroökonomische Fundierung der makroökonomischen Theorie – Definition im Gabler Wirtschaftslexikon
  2. Pollak, Helga. Frankfurter wirtschafts-und sozialwissenschaftliche Studien. No. 15. Duncker & Humblot, 1966. Seite 23/24

Weblinks[Bearbeiten]