Mister Wong

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Das Logo von „Mister Wong“

Mister Wong war eine deutschsprachige Anwendung für Social Bookmarking. Seit dem 6. März 2009 ist Mister Wong eine eigenständige Gesellschaft. Zuvor wurde das Angebot von der Medienagentur construktiv in Bremen betrieben. Seit dem 1. August 2013 wird die Internetseite als Modeportal genutzt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Seite startete im Frühjahr 2006 und verfügte zwischenzeitlich nach eigenen Angaben über 8 Millionen Lesezeichen. Im Januar 2007 hat Mister Wong den deutschen Bookmarking-Dienst taggle übernommen.[1] Am 7. November 2011 wurde Mister Wong für einen neuen Betreiber zum Verkauf angeboten.[2] . Am 9. August 2012 gab die ekaabo GmbH, Weinheim die Übernahme von Mister Wong bekannt.[3] Am 1. August 2013 wurde die Social-Bookmarking-Funktionen eingestellt. Die Bookmarks können noch über alt.mister-wong.de exportiert werden.

Mister Wong lag laut Alexa unter den meistbesuchten Webseiten in Deutschland auf Platz 328 (Stand Februar 2012).[4] Der Dienst war auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Chinesisch und Russisch verfügbar.[5]

Funktionen[Bearbeiten]

Lesezeichen konnten nach einer kostenlosen Registrierung direkt auf der Internetpräsenz des Anbieters, mit einer speziellen Symbolleiste, die als Erweiterung für mehrere Browser verfügbar war, oder per Import-Funktion von anderen Social-Bookmarking-Diensten, wie del.icio.us, angelegt werden. Weiter boten einige Online-Redaktionen und Blogs ihren Lesern die Möglichkeit, automatisiert ihre Artikel als Lesezeichen bei Mister Wong anzulegen.

Die Lesezeichen eines Benutzers waren in der Regel öffentlich, konnten aber auch als privat markiert werden; dann wurden sie anderen Benutzern nicht angezeigt. Weiterhin gab es Community-Dienste, mit dem Anwender Einblick in das Nutzerverhalten anderer Mitglieder (siehe auch Folksonomy) erhielten. Den Bookmarks konnten Tags zugewiesen werden; die Benutzer konnten ein Netzwerk untereinander bilden, um ihre jeweiligen Bookmarksammlungen zu verfolgen, und sie konnten sich auch über die Plattform Nachrichten schicken. Außerdem konnte man ein Benutzerprofil anlegen. Bookmarks zu einem bestimmten Thema konnten in Gruppen gesammelt werden.

Seit November 2010 bot Mister Wong die Möglichkeit, Dokumente oder Dateien in verschiedenen Formaten wie beispielsweise PDF-Dokumente oder Präsentationen hochzuladen. Hochgeladene Dokumente können mit einer eigenen Lizenz versehen, bewertet, kommentiert und (optional) von anderen Benutzern heruntergeladen werden.

Das neue Logo / Rassismusvorwurf[Bearbeiten]

Den deutschen Betreibern des Portals wurde von amerikanischen Nutzern Rassismus vorgeworfen. Im Mai 2007 wurde Aufregung um das ehemalige Logo mit einer Illustration eines Chinesen mit birnenförmigem Gesicht, Glatze und breitem Grinsen ausgelöst. Ernie Hsiung, ein Blogger mit asiatischen Vorfahren, empörte sich über die klischeehafte Darstellung von Chinesen. Auch der bis dahin gültige Werbeslogan „ping pong, king kong, Mister Wong“ wurde kritisiert.

Mister-Wong-Gründer Kai Tietjen entschuldigte sich im offiziellen Blog des Portals.[6] Im Dezember 2007 wurde ein neues Logo vorgestellt, das aus den Ergebnissen eines Wettbewerbs mit einer Abstimmung der Mister-Wong-Benutzer, einer Jury und schließlich der mit Mister Wong befassten Angestellten ausgewählt wurde.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. construktiv GmbH: Willkommen Taggle!, Mister-Wong-Blog, 19. Januar 2007 (abgerufen am 24. September 2010).
  2. Mister Wong Sucht Neuen Betreiber, abgerufen am 8. November 2011
  3. ekaabo übernimmt nach YiGG nun Mister Wong vom 9. August 2012 auf Focus online (abgerufen am 26. August 2012)
  4. Mister-wong.de Site Info. Abgerufen am 24. September 2010.
  5. Über Mister Wong, abgerufen am 27. Mai 2010.
  6. Kai Tietjen: A message from the founder, 27. Juli 2007 (abgerufen am 24. September 2010).