Modellbundesbahn

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Modellbundesbahn
Gebäude der Modellbundesbahn, alter Güterbahnhof
Gebäude der Modellbundesbahn (alter Güterbahnhof)
Daten
Ort Bad Driburg
Art Bahnmuseum
Eröffnung 15. Oktober 2005
Besucheranzahl (jährlich) ca. 25.000
Website modellbundesbahn.de

Die Modellbundesbahn (bis Mai 2009 Modellbahnschau MO187) ist eine öffentlich zugängliche Modelleisenbahnanlage in Bad Driburg, Ostwestfalen (NRW). Sie befindet sich im denkmalgeschützten Sandsteingebäude des alten Driburger Güterbahnhofs.[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Modell des Bahnbetriebswerks Ottbergen

Die Ausstellungsfläche der Modellbundesbahn ist insgesamt 230 m² groß, wobei die eigentliche Modellbahnanlage mit über 1100 m Gleislänge etwa 100 m² einnimmt.[1] Gezeigt wird ein detaillierter Nachbau der Bahnhöfe Ottbergen und Bad Driburg im Maßstab 1:87 (Nenngröße H0). Am 30. Mai 2009 ist die Modellbundesbahn um den ersten neuen Bauabschnitt „typisches Weserbergland“ erweitert worden. Das Bahnbetriebswerk Ottbergen und die Bahnanlagen Ottbergen/Bad Driburg sind in Museumsqualität wiedergegeben. Hier entsprechen sämtliche Gebäude der dargestellten Vorbildsituation aus dem Sommer 1975. Die Modelleisenbahn wird komplett digital und automatisch gesteuert.[1]

Bei dieser Modellbahn wurde ganz auf den Einsatz von Industriebäumen verzichtet: Die Landschaft und sämtliche Bäume sind ausnahmslos von Hand gebaut, wodurch eine herausragende Qualität erreicht wurde. Am Bau waren fünf Modellbauprofis und 15 ehrenamtliche Helfer beteiligt.

Bauzeit[Bearbeiten]

In der Zeit von 2001 bis 2003 wurden historische Fotos, Zeichnungen, Baupläne, Gleis- und Katasteramtspläne ausgewertet und Zeitzeugen befragt. Diese gründliche Vorbereitung war nötig, damit Gerhard Dauscher und sein Team im Jahr 2004 anfangen konnten, das konkrete Vorbild bis ins Detail ins Miniaturformat umzusetzen. Beraten wurde er dabei von den Schweizer Ottbergen-Experten François und Bernard Huguenin. In der Zeit von 1976 bis 1984 hatten François und Bernard Huguenin das 384-seitige Buch „Bw Ottbergen“ (Mainz 1984) geschrieben. Die Brüder konnten wertvolle Tipps zur möglichst genauen Umsetzung des Vorbilds geben.

Nadelbäume der Bad Driburger Modellbundesbahn

Bis zur Eröffnung am 15. und 16. Oktober 2005 mit Dampflokomotiven der DB Nostalgie Reisen hatte das von Gerhard Dauscher geführte Team rund 20.000 Arbeitsstunden[1] in die Modellbahnschau investiert. Mit der ersten Erweiterung unter Regie des Chefmodellbauers Michael Butkay sind bislang insgesamt 35.000 Arbeitsstunden in den Bau der Modellbundesbahn geflossen. [2]

Unter den rund 20.000 bis 30.000 jährlichen Besuchern sind viele Touristen mit Kindern, Kurgäste und Modellbahner.

Erweiterungen[Bearbeiten]

Am 18. Dezember 2007 kündigte MO187 an, die Anlage ständig zu erweitern. Die erste Erweiterung wurde von Januar 2007 bis Mai 2009 gebaut und zeigt typisches Weserbergland der 1970er Jahre, in dem ausschließlich Originalgebäude aus Ostwestfalen-Lippe zu sehen sind. Die zweite Erweiterung ist in Planung und soll einen westfälischen Eisenbahnknoten mit Dampf-, Diesel- und E-Lok-Betrieb zeigen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Holger Kerkhof: Streifzüge durch das Kulturland Kreis Höxter. Schriftenreihe Kreis Höxter, Bd. 4. Höxter, 2007. ISBN 978-3-938013-03-8. S. 18.
  2. Eisenbahn Journal: Modellbundesbahn - Die DB in den 70ern Superanlagen 2 / 2009. ISBN 978-3-89610-306-2

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Modellbundesbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

51.730519.031041Koordinaten: 51° 43′ 50″ N, 9° 1′ 52″ O