Mominggletscher

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Mominggletscher
Zinalrothorn und Mominggletscher von Nordwesten

Zinalrothorn und Mominggletscher von Nordwesten

Lage Kanton Wallis, Schweiz
Gebirge Walliser Alpen, Weisshorngruppe
Typ Gebirgsgletscher
Länge 3,1 km (2011)[1]
Fläche 5,59 km² (2006)[2]
Exposition Nährgebiet Nord, Zehrgebiet Nordwest
Höhenbereich 4'070 m ü. M. – 2'580 m ü. M. (2001)[3]
Neigung ⌀ 25,3° (47%) [4]
Eisvolumen 0,35 ± 0,09 km³ (2006)[2]
Koordinaten 618564 / 10294646.0777777777787.67861111111113325Koordinaten: 46° 4′ 40″ N, 7° 40′ 43″ O; CH1903: 618564 / 102946
Mominggletscher (Wallis)
Mominggletscher
Entwässerung Navisence, Rhone

Der Mominggletscher (französisch Glacier de Moming) ist ein Hanggletscher im Südosten des Schweizer Val de Zinal, in den Walliser Alpen. Seine Länge betrug im Jahr 2011 etwa 3,1 km, die Fläche wurde im Jahr 2006 mit 6,4 km² angegeben. Seit den 1970er Jahren hat er sich um ungefähr einen halben Kilometer zurückgezogen.[1][2] Der Gletscher reicht von 4'070 m ü. M. auf 2'580 m ü. M. hinunter.[3] Sein Name geht auf das lateinische mons medianus (mittlerer Berg oder mittlere Alp) zurück.

Seinen Ausgangspunkt nimmt der Mominggletscher an der Nordflanke des Zinalrothorns. Er fliesst nordwärts einen sehr steilen Hang hinunter und teilt sich dann in zwei Zungenlappen, welche durch eine Felswand voneinander getrennt sind. Die beiden jeweils ungefähr einen Kilometer breiten Gletscherzungen bewegen sich nach Nordwesten in Richtung Val de Zinal und sind teilweise wild zerklüftet. Gegen Süden ist der Mominggletscher durch einen Felskamm vom Mountetgletscher, einem Tributärgletscher des Zinalgletschers, getrennt; den südwestlichen Abschluss bildet die Pyramide des Besso (3'668 m ü. M.). Beide Gletscherzungen entwässern in die Navisence, welche durch das Val d'Anniviers zur Rhone fliesst.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie (VAW) der ETH Zürich (Hrsg.): Mominggletscher. In: Schweizerisches Gletschermessnetz. (online, auch als PDF, abgerufen am 31. Januar 2014).
  2. a b c Daniel Farinotti, Matthias Huss, Andreas Bauder, Martin Funk: An estimate of the glacier ice volume in the Swiss Alps. In: Global and Planetary Change. 68: 225–231, 2009 (online; PDF; 756 kB).
  3. a b WGMS: Fluctuations of Glaciers Database. World Glacier Monitoring Service, Zurich 2013 (DOI:10.5904/wgms-fog-2013-11), abgerufen am 11. Dezember 2013
  4. Andreas Linsbauer, Frank Paul, Wilfried Haeberli: Modeling glacier thickness distribution and bed topography over entire mountain ranges with GlabTop: Application of a fast and robust approach. In: Journal of Geophysical Research., Band 117, F03007, 2012, doi:10.1029/2011JF002313 (online)

Weblinks[Bearbeiten]