Rhone

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Rhone (Begriffsklärung) aufgeführt.
Rhone
Rhône
Flusslauf und Einzugsgebiet

Flusslauf und EinzugsgebietVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

Daten
Gewässerkennzahl FRV---0000
Lage Schweiz, Frankreich
Flusssystem Rhone
Quelle Rhonegletscher
46° 34′ 27″ N, 8° 22′ 49″ O46.5741666666678.38038888888891753
Quellhöhe ca. 1'753 m ü. M.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung in das Mittelmeer43.3341666666674.84416666666670Koordinaten: 43° 20′ 3″ N, 4° 50′ 39″ O
43° 20′ 3″ N, 4° 50′ 39″ O43.3341666666674.84416666666670
Mündungshöhe mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 1753 m
Länge 812 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 95.500 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
AbflussVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen MQ
1800 m³/s
Schiffbar Bis zur Saônemündung

Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_ausVorlage:Infobox Fluss/Veraltet

Die Rhone [ʁoːnə], französisch le Rhône [ləˈʁoːn], Okzitanisch Ròse, Arpitanisch Rôno, deutsch für den Oberlauf im deutschsprachigen Teil des Wallis der Rotten, ist ein 812 Kilometer langer Fluss in der Schweiz und in Frankreich. Er ist der wasserreichste Strom Frankreichs. Nach dem Fluss sind auch die französischen Départements Rhône und Bouches-du-Rhône benannt.

Inhaltsverzeichnis

Name [Bearbeiten]

Bei den Griechen wurde der Fluss Rhodanos (Ῥοδανός, lateinisch Rhodanus) genannt.

Der ursprüngliche deutsche Name der Rhone Rotten ist nur noch im Oberwallis offiziell in Gebrauch, umgangssprachlich meist in der dialektalen Form Rottu. Das grammatikalische Geschlecht des Flusses ist im Lateinischen (Rhodanus), Französischen (le Rhône) und im Walliserdeutschen (der Rotten) männlich.

Der Rhoneverlauf [Bearbeiten]

Die Rhone entspringt im schweizerischen Kanton Wallis am Rhonegletscher und mündet in Frankreich in der Nähe der Städte Arles im Landesinnern, Saintes-Maries-de-la-Mer im Westen und Fos-sur-Mer im Osten unter Bildung eines Deltas ins Mittelmeer.

Nach dem Ausfluss aus dem Rhonegletscher in der Schweiz fließt die Rhone zunächst von Ost nach West. In Martigny macht sie einen markanten 90°-Bogen (das Rhone-Knie) und fließt Richtung Norden. Sie mündet in Le Bouveret in den Genfersee, den sie in Genf wieder verlässt.

Nach dem Ausfluss aus dem Genfersee verlässt die Rhone das Gebiet der Schweiz und fließt dem französischen Jura entlang nach Süden bis Culoz, wo sie ihn nach Westen durchbricht. Ab Lyon fließt sie von Nord nach Süd. Nördlich von Arles zweigt nach Westen die Petit Rhône ab und mündet westlich von Saintes-Maries-de-la-Mer ins Mittelmeer, während der Hauptarm als Grand Rhône westlich von Fos-sur-Mer in das Mittelmeer mündet. Zwischen den beiden Mündungsarmen liegt die Camargue, bekannt durch ihre weißen Pferde, schwarzen Stiere sowie die Sumpf- und Wasservögel (vor allem Flamingos, Reiher und Löffler).

Im klimatisch begünstigten Rhonetal werden viele Obstsorten kultiviert, so z. B. Pfirsiche, Kirschen, Aprikosen und Erdbeeren.

Das Schweizer Rhonetal erstreckt sich vom Rhonegletscher bis zum Genfersee und wird von den höchsten Bergen der Schweizer Alpen gesäumt (Alpenhauptkamm). Es bildet das Haupttal des Kantons Wallis. Nach dem „Rhone-Knie“ in Martigny folgt der Schweizer Teil des Chablais in den Regionen um Monthey und Aigle VD.

Das französische Rhonetal (Vallée du Rhone) schließt sich stromab von Lyon an und ist dank des warmen Klimas ebenfalls eine wichtige Landwirtschaftsregion.

Berühmt ist das Tal der Rhone (Côtes du Rhône) auch für seine Weinberge, (z. B. im Wallis, an den Hängen des Genfersees, südlich von Lyon und bei Châteauneuf-du-Pape).

Die kanalisierte Rhone östlich von Sion

Rhonekorrektionen im Wallis [Bearbeiten]

In den Jahren 1863 bis 1893 wurde die erste Rhonekorrektion durchgeführt. Der Fluss wurde in ein Flussbett gelegt, damit die Ebene bewirtschaftet werden konnte. Die Länge des Flusslaufes auf Schweizer Gebiet verringerte sich dadurch von 230 km auf 119 km. 1930 bis 1960 wurden die Deiche erhöht und ein Doppelprofil mit Hauptgerinne und Vorland angelegt.

Nach den Überschwemmungen von 2000 wurde im Jahre 2001 mit der Planung der dritten Rhonekorrektion begonnen. Das Ziel ist, die Sicherheit zu erhöhen und zugleich den Flusslauf wieder natürlicher zu gestalten.

Größere Städte an der Rhone [Bearbeiten]

Rhone in Lyon
Rhone bei Avignon
Mündung der Arve (rechts) in die Rhone
Mündungsdelta der Rhone

Bedeutende Nebenflüsse [Bearbeiten]

(mindestens 50 Kilometer Länge, Reihenfolge flussabwärts)

Linke Nebenflüsse:

Rechte Nebenflüsse:

Die Saône hat, wenn sie in Lyon in den Fluss Rhone mündet, bereits eine längere Strecke als dieser hinter sich gebracht. Zählt man die Länge Rhone-Saône, erhöht sich daher die maximale Länge des Flusssystems von 812 auf 860 Kilometer, das Ensemble Rhone-Saône-Doubs ist sogar 1025 Kilometer lang.

Kernenergie [Bearbeiten]

An der Rhone liegen mehrere Kernkraftwerke, die von der französischen Gesellschaft Électricité de France (EDF) betrieben werden, unter anderem Bugey, Cruas, Phénix, Saint-Alban, Creys-Malville und Tricastin. Das Wasser des Flusses wird zur Kühlung verwendet.

Die Rhône in der Literatur [Bearbeiten]

Der Schweizer Schriftsteller Pierre Imhasly hat in seinem Poem und Lebenswerk Rhone Saga in zwölfjähriger literarischer Arbeit der Rhone ein Denkmal gesetzt.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Rhone – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien